Für den Designworkshop konnte die BLICKFANG vier Branchengrößen gewinnen, die die Designer exklusiv beraten und ihnen Input aus verschiedenen Blickwinkeln geben. Die Bewerbungsfrist für den Designworkshop endet am 27. Mai.
Gastgeber des Workshops in Frankfurt am Main ist der studierte Architekt und Produktdesigner Philipp Mainzer, der 1995 die Möbelmarke e15 mitbegründete. Damit etablierte er eine Marke mit progressiver und gleichzeitig beständiger Philosophie.
Er ist Präsidiumsmitglied des Rat für Formgebung und hält regelmäßig Vorträge zu Architektur, Design und Branding. Heute ist Philipp Mainzer Kreativdirektor und Geschäftsführer seines Architekturbüros PHILIPP MAINZER OFFICE FOR ARCHITECTURE AND DESIGN und von e15. Er berät beim BLICKFANG Designworkshop die jungen Designer insbesondere im Hinblick auf Vertrieb und Strategien.
Die BLICKFANG Kuratoren des Jahres, das Studio Besau-Marguerre, schafft mit seinem experimentellen Umgang mit Farben, Formen und Materialien harmonische Inszenierungen über viele verschiedene Designdisziplinen hinweg. Beim BLICKFANG Designworkshop beraten Eva Marguerre und Marcel Besau was interdisziplinäre Gestaltung von Produkten und Welten betrifft und geben den Nachwuchsdesignern Tipps und Hinweise für den Start in das Berufsleben als selbstständige Designer.
SeiFür Vitra zeichnen sie sich für die Ausgestaltung der weltweiten Flagship Stores verantwortlich. Das bisherige Meisterstück des Studios ist das Interior Konzept für die Elbphilharmonie, das eine große mediale Aufmerksamkeit erfuhr. Zum 100-jährigen Jubiläum des Dessauer Bauhauses entwarfen sie eine limitierte Edition von Ludwig Mies van der Rohes Stahlrohrsessel “S 533”, hergestellt von Thonet.
Gunda Siebke ist langjährige Designchefin der Redaktion SCHÖNER WOHNEN – für sie der beste Job der Welt, sagt die 54-jährige Hamburgerin. „Wenn Dinge richtig gut funktionieren, umweltschonend hergestellt sind und dann noch umwerfend gut aussehen, haben sie die Kraft unser Leben zu verbessern.”
Gunda Siebke war bereits zweimal Gast beim BLICKFANG-Workshop: „Ich freue mich darauf, junge Gestalter kennenzulernen und sie im Umgang mit Pressevertretern zu trainieren. Davon profitieren später erfahrungsgemäß beide, die Workshop-Teilnehmer und ich auch!“
Der Workshop ist für alle jungen oder bereits etablierten Designer, die sich entgegen alle Widrigkeiten den Herausforderungen der Designbranche stellen aber den Austausch und vor allen Dingen die Erfahrung von etablierten Größen suchen. Es gilt, Fragen zu beantworten wie die Kalkulation einer Handelsmarge, der richtige Weg Hersteller anzusprechen, ein sichtbares Marketing für seine Marke und Produkte zu entwickeln, einen erfolgsversprechenden Vertriebsweg zu etablieren, nachhaltige Beziehungen zu Produktionsstätten oder Lieferanten aufzubauen, usw. Kurz: die Entwicklung einer persönlichen Zukunftsperspektive für Designunternehmer und Unternehmerinnen.
Alles weiteren Informationen zur Bewerbung und den Teilnahmekosten erhalten Sie hier! Oder laden Sie sich hier das Anmeldeformular runter! Bewerbungschluss ist der 27.Mai 2019.
Für sie war die Entscheidung gemeinsam ihren Traum von einem eigenen Label goldrichtig. Inspiriert vom Muttertag sind wir in die Welten von Mutter-Tochter-Unternehmen getaucht und haben bei Mum & Co nachgefragt welche Herausforderungen der Arbeitsalltag eines Familienbusinesses mit sich bringt.
Die Geschichte hinter Mum&Co ist kurz. Eines Tages wurde Kasia Bielska von einer ihrer zwei Töchter um Hilfe gebeten – sie suchte einen perfekten Lederrucksack, aber fand keinen, der ihren Ansprüchen entsprach. Die Mutter setzte sich also nach Feierabend hin und fing an zu zeichnen, zu recherchieren, verglich Lederstücke, Fäden, Schnüre und Gurte. Sie holte heimlich, als die Familie nicht im Haus war, ihre alte Nähmaschine, die auf dem Dachboden versteckt war. Mit viel Herzblut und der angeborenen Aufmerksamkeit bis ins kleinste Detail tauchte die Mutter das beruhigende Rumpeln der Maschine ein und fing an zu nähen.
Die Töchter waren sprachlos, als sie ihnen ihr fertiges Ergebnis präsentierte. Mama, die wahrscheinlich in ihren wildesten Träumen nicht erwartet hat, dass ihre Bemühungen einen solchen Eindruck hinterlassen, lächelte nur bescheiden. Da war es also. Der erste Rucksack! Schnell kam der zweite. Die ganze Familie half mit – Mama, Papa, die Töchter, sogar ihre Hunde schnüffelten an dem neuen Ledertaschen – eine wundervolle Zusammenarbeit eines Familienunternehmens!
“Mum & Co ist ein Familienunternehmen – Mutter, Töchter, Freunde – und auch unsere geliebten Haustiere.”
“Die Herausforderung besteht darin, ein Gleichgewicht zwischen Beruf und Privatleben herzustellen. Zwischen subjektiv und objektiv sein. Es ist nicht einfach, über Fehler zu sprechen und die Fehler zu nennen. Den Erfolg aber miteinander zu teilen, ist mächtiger und wichtiger als alles andere.”
“Die Arbeit mit der eigenen Familie ist in erster Linie intuitiv. Es ist, wie wenn man gemeinsam kocht: Jeder kennt seinen Platz, seine Fähigkeiten, seine Aufgaben. Unsere Mutter hat wunderbare handwerkliche Fähigkeiten, sie hat immer Kostüme für uns genäht, als wir Kinder waren. Was mich betrifft – ich war immer “in-house” Designer. Mein Schwager war immer derjenige, der nach einer Pizza ruft, deshalb ist er heute wahrscheinlich Geschäftsführer :)”
“Wie heißt es so schön: Die Notwendigkeit ist die Mutter der Erfindung. Ich entwerfe die Taschen für mich selbst, für meine Freunde. Ich trage sehr oft einen Laptop und eine Kamera ins Studio, weil ich als Fotogrfain arbeite. und deshalb finden unsere Kunden in unserem geräumigen Rucksack 1 eine Laptoptasche. Ich bin gerade fasziniert von Messingschmuck und deshalb gibt es in unserer neuen Kollektion Messingelemente. Ich liebe Vintage-Accessoires und lasse mich sehr oft von den Details einiger seltener Fundstücke inspirieren. Immer wenn ich mich hinsetze, um neue Designs zu zeichnen, frage ich mich immer, welche Art von Tasche ich morgen tragen möchte.”
“Komfortabel, aber schick.”
“Redet über eure Erwartungen, Visionen und auch Ängste. Redet, redet, redet, redet.”
“Es ist eine große Herausforderung. Aber du musst nur lernen, wie du dich ausbalancieren kannst und versuchen, deine Arbeit in deinem Atelier zu lassen und umgekehrt: Deine inneren Angelegenheiten bei dir zu lassen, wenn du zur Arbeit gehst. Obwohl ich nicht glaube, dass es durchaus möglich ist, ist das in der Tat die Schönheit dieser Art von Arbeit…. Stellt euch vor, wie cool das ist, einen Mitarbeiter zu haben, der dein wahrer Freund ist, deine Schwachstellen kennt, ohne dass du etwas erklären musst und der dein Lieblingsessen kennt…. :)”