Future Forward
Unsere Motivation sind gute Produkte, manufakturell produziert, nachhaltig und langlebig in ihrer Gestaltung und von guter Qualität.
Diese wollen wir einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen. genau das haben wir mit der in Liechtenstein gegründeten Stiftung D.E.S.I.G.N FOUNDATION gemeinsam.
Der von der Blickfang und der D.E.S.I.G.N FOUNDATION initiierte Wettbewerb Future Forward soll die Produktion genau dieser Produkte langfristig gewährleisten. mit der Nachwuchsförderung ermöglichen wir jungen Designer:innen den weiterbildenden Austausch sowohl mit den Endverbrauchern, als auch mit erfolgreichen Branchenkennern.

Denn die Gewinner: innen erhalten neben einer kostenlosen Messebeteiligung an der Blickfang auch ein persönliches Coaching mit dem Gründer und Geschäftsführer der Blickfang Dieter Hofmann und Carmen Fischer, Head of Unternehmenskommunikation & PR.
Wir freuen uns euch auf der Blickfang Stuttgart die Gewinner: innen zu präsentieren: Alexander Rehn Design Studio und Studio Krach

Future Forward Gewinner I Studio Krach
Der Designer Lukas Baumgartner und der Schreiner Severin Meier sind Studio krach. Sie hatten ein einfaches Ziel: Ein eigener Stuhl, der sich in Serie in einer lokalen Schreinerei mitten in Zürich produzieren lässt. komplex geschwungene formen, die sich nur mit computergesteuerten Maschinen umsetzen lassen, waren für die beiden kein Thema. Sie wollten sich auf die Produktionsmethoden einer gewöhnlichen Schreinerei beschränken und fanden so zum radikalen Design ihres ersten Produktes, des Sihl Stuhl.

Future Forward Gewinner I Alexander Rehn Designstudio
Lucia ist eine moderne Tischlampe mit einem 3D-gedruckten Lampenschirm aus recyclebarem material und einer matten transparenten Textur. Die organische form und die geringen Unregelmäßigkeiten fügen dem schlanken Design Charakter hinzu. Lucia wird vom Designstudio produziert und verteilt.
Stuttgart als Treffpunkt internationaler Möbeldesignszene
Die Designmesse BLICKFANG ist bekannt als ein Shopping-Event für Individualisten. Auf den inspirierenden Flächen finden sich zahlreiche unabhängige Labels, Manufakturen und Designer:innen, die ihre neueste Kollektion aus den Bereichen Möbel, Wohnaccessoires, Mode und Schmuck präsentieren und verkaufen. Bei der Jubiläumsausgabe der BLICKFANG vom 10. bis 12. März in Stuttgart, wird die Designmesse zum Treffpunkt der internationalen Möbeldesignszene.

Auf die Besucher:innen warten über 80 Möbeldesigner:innen, die ihre Produkte ausstellen und vor Ort direkt verkaufen. Von Neuentdeckungen über bekannte Labels bis hin zu internationalen Highlights, insgesamt freuen sich 250 Labels aus über 15 Nationen auf das designaffine Publikum und ein spannendes Wochenende. Einige der außergewöhnlichen Labels stellen wir dir heute vorab vor.
HOLDHOLD – Der Gegenentwurf zur Wegwerfmentalität und Kurzlebigkeit
Joscha Finhold aus Borgholzhausen will mit seinem Label HOLDHOLD Menschen den Wert von handgefertigten und hochwertigen Möbeln aufzeigen. Eine klare und schlichte Formsprache machen seine Objekte puristisch und zeitlos. Die Kollektion besteht aus verschiedenen Sitzgelegenheiten und Beistelltischen aus massiver Eiche, deren Erscheinungsbild überrascht und zum Ausprobieren einlädt.

Jakob Schenk – Formschöne Produkte, die mitleben
Beim Designstudio und Möbellabel von Jakob Schenk dreht sich alles um funktionales Produktdesign. Stets innovativ, durchdacht und zweifellos schön anzusehen. Alles begann vor einigen Jahren mit dem ‚Tick‘ Tischfußsystem, das zum unmittelbaren Erfolg für den jungen Designer wurde und womit er später den Designpreis der Bundesrepublik Deutschland in Gold gewann. Mittlerweile ist die Kollektion des Designers stetig gewachsen und weiterhin teilen sich alle Produkte die Philosophie der Einfachheit und funktionalen Ästhetik. Neben seiner Arbeit für seine eigene Marke ist Jakob Schenk auch als freischaffender Designer für Firmen wie Rolf Benz oder Softline tätig.

EMKO – Möbel mit Wir-Gefühl aus Litauen
Auch internationale Möbelhersteller finden sich auf der Jubiläumsausgabe der BLICKFANG in der Liederhalle wieder. Das lettische Label EMKO bietet Designer:innen eine Plattform für zeitloses und kollaboratives Design. Die Produktpalette ist deshalb vielfältig: Arbeitsplatzmöbel, Esstische und -stühle, Sofas, Beleuchtung, Teppiche und Wohnkultur – alle Artikel sind nachhaltig hergestellt und so konzipiert, dass sie für kreatives Flair und inspirierende Umgebungen sorgen. Auf der BLICKFANG in Stuttgart, können die Designs live betrachtet und gekauft werden.

Thut Möbel – Möbepräszision aus der Schweiz
Zum ersten Mal an einer BLICKFANG Stuttgart dabei ist das Label Thut Möbel aus der Schweiz, das für hochwertiges Möbeldesign bekannt ist und von deren Kreationen man sich am besten live begeistern lässt. Hier treffen Qualität, technische Sorgfalt und Ästhetik aufeinander. In dritter Generation fertigt Thut die eigene Möbel-Kollektion, die sich durch eine klare Modellreduktion auf brauchbare, erfinderisch konstruierte und innovativ funktionierende Möbeltypen auszeichnet. Die Möbelmanufaktur lebt zeitloses Design, nachhaltige Produktion und Schweizer Qualität.

Jansson Mashup Design – Upcycling auf Skandinavisch
Wenn die handgefertigten Möbel von Dag Jansson Perslow aus Hamburg flüstern könnten, würden sie wohl mit leiser Stimme von ihrer Zeit am Hamburger Hafen, großen Frachtschiffen und exotischen Waren erzählen. Bei seinem nordischen Möbellabel Jansson Mashup Design dreht sich alles um Hölzer mit Geschichte, denn er fertigt Einzelstücke aus Hafenholz, die sich an skandinavischen Designklassikern des 20. Jahrhunderts orientieren. An der BLICKFANG launcht er außerdem seine Kollektion an outdoortauglichen Loungemöbeln und Sitzkombinationen aus Hafenholz.

Wie gewohnt, bietet die BLICKFANG ein Format abseits der Massen, das sich seit 30 Jahren bewährt und gleichzeitig mehr denn je im Trend ist. Echte Begegnungen, echte Emotionen und vor allem Inspiration für mehr Individualität im Alltag. „Mit unserem Konzept treffen wir immer noch den Zeitgeist, da wir unserem Publikum ehrliches Design zugänglich machen und wertvolle Designerlebnisse schaffen,“ sagt Gründer und Geschäftsführer Dieter Hofmann. Komm vorbei und freu dich auf richtig gutes Design!
Ein Kinderzimmer sollte unterschiedlichste Ansprüche vereinen: Platz zum Toben. Platz zum Ruhen. Animation und Regeneration sollten sich ergänzen und keinen Widerspruch darstellen. Und das ganz natürlich am besten praktisch und nachhaltig – und dazu noch formschön. Die Sonderfläche Kids auf der BLICKFANG zeigt, wie unabhängige Design Labels sich den vielseitigen Herausforderungen stellen und Spiel und Spaß mit Design vereinen.
Lenaturel
Bei unseren mitwachsenden Möbeln für Kinder und Erwachsene verbinden wir zeitloses Design mit durchdachter Funktionalität. Unsere Schreibtische sind mehrfach höhenverstellbar, so dass sie sich deiner Körpergröße oder der deines heranwachsenden Kindes anpassen können. Sie bestehen aus nachhaltigen, ökologischen Materialien und werden mit viel Liebe und auf höchstem handwerklichen Niveau in einem Baden-Württemberger Handwerksbetrieb produziert. Dies alles macht sie zu Möbelstücken, die dich begleiten können. Ein Leben lang.


Josina

Der Sitzsack von JOSINA entsteht in liebevoller Handarbeit und soll den Kleinen und Großen einen Rückzugsort bieten, an dem sie sich immer willkommen und geborgen fühlen und der zum neuen „best friend“ wird.
Bei der Auswahl der Materialien achten wir darauf, dass diese alltagstauglich und strapazierfähig und dabei zeitlos und ansprechend sind. Zudem werden die Materialien von regionalen Firmen bezogen und die Sitzsäcke in Tübingen von Hand gefertigt.
moji

Wir entwerfen, entwickeln und fertigen Produkte für alle, die ein aktives und bewusstes Familienleben führen und gleichzeitig hohen Wert auf die Ästhetik ihres Zuhauses legen.
Mit unseren Produkten möchten wir alle wesentlichen Bedürfnisse von Familien von Beginn an erfüllen. Unser Ziel ist es, Familien positiv zu bestärken und Nähe zu fördern. Jedes unserer Produkte wird entwickelt, um die gemeinsamen Momente des Alltags noch schöner und intensiver erlebbar zu machen. Gleichzeitig sprechen wir den individuellen Lifestyle von Familien an und unterstreichen das Gefühl von Liebe und Geborgenheit im eigenen Zuhause.
Zaunkönig

Bei Zaunkönig entwerfen wir Möbel und Accessoires, die vielseitig und deshalb nachhaltig sind. So ist unser Lernturm auch Hochstuhl und Sitzbank. Und unser Porzellan ist perfekt für kleine und große Hände gestaltet. Denn: Egal, was ihr vorhabt, zusammen ist schöner.
Benni´s Nest

ist im grunde schnell erklärt. Wir möchten möglichst vielen Menschen einen tiefen & gesunden Schlaf schenken. Seit der Geburt unseres Sohnes Benni widmen sich Nicole & Stephan Pröll ganzheitlich und mit viel Herzblut dem Thema Schlafen. Viele überlieferte Erfahrungen und neue wissenschaftliche Erkenntnisse sind seitdem in die Entwicklung ihrer nachhaltigen Betten und natürlichen Matratzen und Textilien eingeflossen.
Assembli
Assembli® ist eine niederländische Marke, hinter der sich die kreative Arbeit der ehemaligen Druckerei Lankhorst und des Designers Joop Bource verbirgt. Gemeinsam entwickeln sie unterhaltsame und zeitgemäße Innenraumprojekte mit einem herausfordernden Touch.
Wir sprechen lieber von ‚Projekt‘ als von ‚Produkt‘, denn wir wollen den Kunden in den Fertigungsprozess einbeziehen. Das Lösen eines räumlichen Rätsels, wie z. B. eines Papierbaukastens, kann auf dem Weg zur Fertigstellung positive Auswirkungen haben. Für eine Weile vom Bildschirm wegzukommen, sich mit einem geliebten Menschen zusammenzutun und stolz darauf zu sein, den Prozess vom Blatt zur Skulptur“ abgeschlossen zu haben. Jedes Projekt ist eine achtsame Reise und kann meditativ sein, aber manchmal auch ein bisschen nerven.



Mama Matters

mama.matters ist die erste österreichische Marke, die sich im Zeitalter von #babycare um das körperliche und geistige Wohlbefinden der Mütter kümmert. In Wien kreiert und nachhaltig produziert, sind diese Produkte die wichtigsten Begleiter während der Schwangerschaft und besonders in den Wochen nach der Geburt – für jede Mama.
Bada&Bou
bada&bou ist ein deutsch-französisches Design Label, das sowohl Kinder als auch deren Eltern begeistern möchte: verspielt und zugleich zeitlos bereichern der Schaukelwal „ba“, der Hüpfhase „da“ und der Rollelefant „bou“ als nachhaltige und wunderschöne Spielmöbel jedes Zuhause. Handmade in Italy.
badaandbou.com
instagram.com/badaandbou


Das sagen die Designer:innen
Wir alle wissen, in drei Jahrzehnten kommt einiges zusammen. Und dabei ist nicht die Rede von dem Hab und Gut oder besonderen Designschätzchen in der Wohnung. Wir meinen allem voran Erinnerungen, Freundschaften und Erfahrungen. Ohne sie wäre die Geschichte und das Jubiläum der BLICKFANG nur halb so spannend.
Denn es gibt Labels, die uns teilweise schon seit Jahrzehnten begleiten. Für einige war unsere Designmesse ein Sprungbrett zu einer großen Marke, andere profitierten vom Networking mit anderen Labels und einige wenige wurden mit dem begehrten Designpreis ausgezeichnet. Die Geschichten sind zahlreich. Wir haben uns ein paar besondere Designer:innen herausgesucht und bei ihnen nachgefragt, was sie mit der BLICKFANG verbinden, woran sie sich am liebsten erinnern und was sie der BLICKFANG zum Geburtstag wünschen.

performa – Möbel mit Präzision und Liebe
Klare Formen und durchdachte Lösungen auf höchstem technischen Niveau. Das zeichnet die Produkte von performa aus, dem Designlabel aus Heilbronn. Sie nehmen schon seit fast 30 Jahren an den BLICKFANG Designmessen teil und gehören sozusagen schon zum Inventar. Mit ihren stets innovativen Kreationen und zeitlosen Designs schaffen sie es seit Jahrzehnten, die Besucher:innen aufs Neue zu begeistern.
Was ist eure schönste Erinnerung in Zusammenhang mit BLICKFANG?
Wir waren auf einer der ersten BLICKFANG Messen dabei, es war wohl die zweite oder dritte. Bei uns waren die Aufregung und der Aufwand vor knapp 30 Jahren gross. Und wir hatten Herzpochen! Der Messestand bestand aus einer riesengroßen Überseekiste aus Holz mit ganz viel Holzwolle drin, die für die Brandfestigkeit in großem Aufwand getränkt werden musste, mit anschließender Feuerwehrabnahme.
Um unsere frisch gefertigten Möbel zu sehen, haben wir die Besucher:innen dann eingeladen in die Kiste zu gehen und unsere Möbel zu entdecken. Ein versteckter Ghettoblaster hat stimmungsvolle Jazzmusik gespielt. Das waren Zeiten 🙂
Gy’bell – Authentische Mode für jeden Tag
Die Designerin Isabell Schruf ist mit ihrem Modelabel GY’BELL regelmäßig auf BLICKFANG-Events dabei. Ihre sportliche Ready-to-Wear Kollektion kann man direkt vor Ort anprobieren und kaufen. Ihre Kund:innen lieben ihre komfortablen und zugleich edlen Kreationen, die die eigene Individualität betonen. Mit ihrer Energie steckt sie nicht nur das BLICKFANG-Team, sondern auch andere Design-Kolleg:innen an und macht aus jeder BLICKFANG etwas Besonderes.
Würdest du jungen Designer:innen die BLICKFANG weiterempfehlen und warum?
Absolut. Man erhält ein reales und schnelles Feedback zu seinen Stücken. Es ist eine tolle Plattform für uns Designer:innen, um Produkte zu testen und vor allem diese weiterzuentwickeln und im Umkehrschluss sein eigenes Konzept zu festigen.
Das braucht die unabhängige Designszene:
Mutige und kreative Menschen mit Herz und Leidenschaft.
Was wünschst du der BLICKFANG zum Jubiläum?
Konfetti, Freude, Happiness, lachende Gesichter und weiterhin diese Menschlichkeit.
studio.drei – Alltägliches von seiner schönsten Seite
Als Stuttgarter:innen freuen wir uns bei der BLICKFANG auch immer sehr über lokale Entdeckungen. Eine davon ist studio.drei aus Pforzheim. Die drei Jung-Designer:innen Marleen, Quimey & Andy fertigen Schmuckstücke & Keramik mit ganz viel Liebe und Handarbeit in ihren Werkstätten in Pforzheim und Öschelbronn. Ihre beliebten Kreationen finden großen Anklang beim Publikum und sie überraschen stets aufs Neue mit zeitgemäßen Kollektionen.
Was ist für euch gutes Design?
Gutes Design ist mit Anspruch, durchdacht und konsequent gestaltet; darf aber nicht vergessen, dass es dich auch emotional berühren muss.
Welche drei Worte assoziiert ihr mit BLICKFANG?
Gutes Design, Freunde, Spaß
Was ist eure schönste Erinnerung in Zusammenhang mit BLICKFANG?
Es sind immer die freudigen Gespräche mit Kund:innen, denn wir lieben vor Freude leuchtende Augen und Lächeln, in unseren und fremden Gesichtern.
Das braucht die unabhängige Designszene:
Eine öffentliche, unabhängige Plattform für Vernetzung, Design-Preise und allgemeine Sichtbarkeit.
Formpoet – Thomas Poganitsch lässt Beton fliegen
In den vergangenen Jahrzehnten wurde die BLICKFANG immer internationaler. Designer:innen aus ganz Europa bewerben sich für die sechs Standorte in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die BLICKFANG Wien ist seit Jahren ein fester Bestandteil der Designszene vor Ort. Thomas Poganitsch und sein Label Formpoet kommen aus Wien und nahm schon an mehr als 40 Messen an verschiedenen Standorten teil. Für ihn war und ist die BLICKFANG ein Sprungbrett für sein Designlabel und das in jeglicher Hinsicht. Er schätzt besonders das direkte Feedback der Kund:innen und findet das BLICKFANG-Publikum einfach toll!
Wenn die BLICKFANG ein Möbelstück wäre, welches wäre sie für dich und warum?
Ein Bücherregal, welches sich durch den Inhalt ständig neu definiert.
Was ist deine schönste Erinnerung in Zusammenhang mit BLICKFANG?
Meine erste Blickfang, ein Erlebnis welches entscheidend für den Start meines Unternehmens war.
Was ist für dich gutes Design?
Produkte, die begeistern, fernab vom Mainstream.
Was wünschst du der BLICKFANG zum Jubiläum?
Die Energie zu gestalten und mutig in die Zukunft zu blicken.
snorre – Upcycling als Designobjekt
Der Designpreis ist bei jeder BLICKFANG ein kleines Highlight. Dafür kürt eine externe Fachjury aus lokalen und überregionalen Design-Expert:innen mehrere Gewinner:innen, die ein Preisgeld erhalten. 2021 erhielt das junge Label snorre in Wien den begehrten Preis und verbindet damit noch heute schöne Erinnerungen.
Was ist eure schönste Erinnerung in Zusammenhang mit BLICKFANG?
Gewinn des Designpreises 2021
Wenn die BLICKFANG ein Möbelstück wäre, welches wäre sie für euch und warum?
Eine Vitrine – setzt den Rahmen für viele schöne Dinge in ihr.
Würdet ihr jungen Designer:innen die BLICKFANG weiterempfehlen und warum?
Ja, auf jeden Fall. Tolles Publikum und gute Organisation.
Das braucht die unabhängige Designszene:
Mehr Leute, die eine gute Idee erkennen und Designer:innen helfen, ihre Produkte zur Marktreife zu bringen.
Was wünschst ihr der BLICKFANG zum Jubiläum?
Viele Besucher:innen, lustige After-Show-Party und eine gelöste Atmosphäre.
Wir danken allen Designerinnen und Designern, die die BLICKFANG zu dem machen was sie ist. Wir freuen uns, auf viele weitere Designmessen in der Zukunft mit und für euch und auf viele gute Designs.

Feiere mit uns 30 Jahre unabhängiges Design in Stuttgart
Interview mit Dieter Hofmann
Die BLICKFANG demokratisierte Design. Sie machte Design-Produkte wie Möbel, Mode und Schmuck einem breiten Publikum zugänglich, was bis dahin höchstens auf Fachmessen für Händler ersichtlich war. Was einst für Kopfschütteln sorgte und heute Hype im Handel ist, lebt Dieter Hofmann also mit der BLICKFANG Designmesse seit 30 Jahren selbstbewusst vor: das Erfolgskonzept „Concept Store“. Kuratierte Produkte für Jede:n.

Er ist Gründer und Geschäftsführer der BLICKFANG und hat gemeinsam mit seinem Team die Megatrends bereits damals vorweggenommen. Stichworte wie Individualisierung, ‚#supportsmalllabels oder Nachhaltigkeit sind seit Jahren Bestandteil der DNA von BLICKFANG. Das Event hat sich inzwischen zur größten Plattform für unabhängiges Design in Europa entwickelt.
Im Interview mit ihm werfen wir einen Blick hinter die Kulissen und schauen zurück auf die letzten drei Jahrzehnte. Das sind die Geschichten dahinter.
Dieter, die BLICKFANG feiert 30 Jahre Jubiläum – wie fühlt sich das für dich an?
Spannend. 30 Jahre sind eine verdammt lange Zeit. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie wir damals mit der BLICKFANG begonnen haben, um eine neue Idee am Markt zu etablieren und Möbel, Mode und Schmuck zu kombinieren. Spannend, dass das schon so lange her ist.
Was ist die BLICKFANG in einem Satz?
Die BLICKFANG ist für mich eine Plattform für unabhängiges Design. Das ist das Motto unter dem wir angetreten sind und das trifft heute mehr denn je zu.
Was genau ist mit Plattform gemeint?
Ich verstehe die BLICKFANG als Plattform, weil sie mehr als eine Messe ist. Der Bereich der Designmesse bedeutet, dass wir an sechs verschiedenen Standorten einmal im Jahr stattfinden, das ist natürlich das Schaufenster nach draußen. Aber genauso haben wir den BLICKFANG Onlineshop, wo wir 365 Tage im Jahr schöne Produkte anbieten, eine schöne Auswahl zeigen. Außerdem haben wir relativ neu die BLICKFANG Akademie dazu genommen. Die BLICKFANG Akademie ist eine Online-Plattform, wo wir unser Wissen an die Designer:innen weitergeben.
Wer ist die BLICKFANG?
Die BLICKFANG setzt sich aus drei Bereichen zusammen:
1. Die Designlabels, die die Halle in einen bunten Concept Store verwandeln. Mich begeistern die Menschen, die hinter diesen Labels stehen, weil sie besondere Menschen sind. Sie arbeiten mit extrem viel Herzblut an ihren Designprodukten und es macht unheimlich viel Spaß mit ihnen in den Austausch zu treten und sich darüber zu unterhalten, was sie sich bei einem Produkt gedacht haben, warum und wie sie es machen.
2. Besucher:innen, die in Scharen auf die BLICKFANG strömen. Von jungen Designstudent:innen bis zu Rentner:innen haben wir eine schöne Bandbreite an Besucher:innen, die das gemeinsame Verständnis für schönes Design mitbringen und bei denen eine unheimliche Freude zu spüren ist.
3. Natürlich mein Team, bei dem ich immer wieder spüre, dass alle die bei uns arbeiten für gutes Design brennen. Jeder gibt alles, damit die BLICKFANG ein Erlebnis für Aussteller:innen und Besucher:innen wird und somit zu einem großen Ereignis!
Wo siehst du die BLICKFANG in Zukunft?
Das ist eine spannende Frage. Wir werden weiter wachsen. Im Jahr 2023 kommt der neue Standort Berlin dazu, da freuen wir uns riesig! Ich denke, wir werden diese Plattform-Idee weiter ausbauen. Vor allem unsere Online-Schulungsplattform, die BLICKFANG Akademie, werden wir deutlich ausbauen. Ich sehe auch in 1-2 Jahren Konferenzen, Seminare, die wir im Rahmen der BLICKFANG Akademie durchführen werden. Und wir werden einfach diese Vernetzung innerhalb der Designszene noch weiter voranbringen und weiter institutionalisieren.


Was war dein schönster BLICKFANG-Moment?
In 30 Jahren kommen einige Geschichten zusammen. Zum einen habe ich meine Frau auf der BLICKFANG kennengelernt. Zum anderen waren wir in Tokyo und in Kopenhagen mit der BLICKFANG. Aber tatsächlich ist eine Geschichte wirklich in meinem Gedächtnis geblieben: Als der Designer Lothar Daniel Bechtold den Designpreis in Hamburg gewonnen hatte und auf der Bühne stand und sich bedankt hat und wirklich 10 Minuten geredet hat, was die BLICKFANG für ihn bedeutet. Wie wichtig diese Plattform für ihn ist. Diese Dankbarkeit und Begeisterung haben mich wirklich gerührt. Da habe ich gespürt, dass es super ist, was wir da leisten als Macher der BLICKFANG.
Was wolltest du unseren Design Labels schon immer einmal sagen?
Ich bin extrem dankbar für all unsere Design-Labels, die jedes Jahr aufs neue auf uns zählen. Die sagen das es für sie eine wichtige Plattform ist, an der sie teilnehmen wollen. Wir feiern dieses Jahr 30 Jahre Jubiläum in Stuttgart und sind schon ausverkauft. Für dieses Vertrauen in uns bin ich sehr dankbar! Und das ist für uns Auftrag und Aufgabe eine gute Leistung abzuliefern.
Wer die BLICKFANG noch nicht kennt, ist herzlichen eingeladen mit uns 30 Jahre BLICKFANG Designmesse in Stuttgart zu feiern! Zum Jubiläum wird die Liederhalle wieder zu Stuttgarts Design Hotspot des Jahres. Vom 10. – 12. März versammeln sich rund 250 sorgfältig kuratierte Labels aus 15 Nationen, die manufakturell gefertigte, lokal produzierte, langlebige Möbel, Wohnaccessoires, Mode und Schmuck präsentieren. Die Aussteller:innen sind aus ganz Europa und alle handverlesen. Komm vorbei und feiere mit uns geschmackvolles Design am Zeitgeist, abseits von Massenware und Mainstream!

Feiere mit uns 30 Jahre unabhängiges Design in Stuttgart!



Interview mit jehs+laub
Die beiden Designer Markus Jehs und Jürgen Laub lernten sich während ihres Industriedesign-Studiums an der Hochschule für Gestaltung in Schwäbisch Gmünd kennen und wurden nach einem Praktikum in New York Freunde. 1994 gründeten sie ihr eigenes Designstudio jehs+laub in Stuttgart, um von da an die internationale Designszene mit Möbeln und Leuchten zu bereichern. Sie arbeiten seit Jahren für weltbekannte Marken wie Brunner, Cassina, COR, Fritz Hansen, Herman Miller, Knoll International oder Stelton. Damit zählen sie zu den führenden Designern Deutschlands.

Als Kuratoren des Jahres 2023 begleiten sie die BLICKFANG in unserem Jubiläums-Jahr und wir freuen uns ganz besonders über die Zusammenarbeit mit dem Designduo. In ihrer Rolle als Kuratoren werden sie junge Labels begutachten, Talente für den Future-Forward auswählen und die Designpreis-Gewinner küren. Erfahre im Interview, wie gutes Design entsteht und welche Haltung sie zu Trends haben.
Vor 30 Jahren feierte die BLICKFANG in Stuttgart Premiere und ist hier beheimatet. Was könnt ihr über den Design-Standort Stuttgart sagen?
Wir hatten vor 28 Jahren unser Studio jehs+laub in Ulm gegründet. Bald wurden unsere Projekte internationaler und wir diskutierten, in welche größere Stadt wir ziehen möchten. Stuttgart erschien uns dann am geeignetsten. Die Lage, der Flughafen, die Hochschulen, Mitarbeiter, Kontakte, die Kreativ-Szene und nicht zuletzt die Lage in Süddeutschland waren maßgeblich für die Entscheidung zum Standort.
Wie versteht ihr eure Rolle als Designer in unserer heutigen Gesellschaft?
Wir machen Vorschläge für eine Verbesserung unserer Umgebung, unseres Alltags, der Arbeits- und Freizeitprozesse. Wir gestalten ‚Tools‘, die uns das Leben angenehmer machen.
Liest man in Design Magazinen zu den Interieur Design-Trends für 2023 hört man von „expressivem Minimalismus“, „Lebensfreude“ und „knalligen Farben“. Was ist eure Einschätzung: Welche Design- & Living-Trends werden uns nachhaltig beschäftigen?
Wir verstehen Minimalismus als Reduktion auf das Wesentliche. Das müssen aber nicht immer Gegenstände sein, diese Haltung sollte uns auch bei der Arbeit, Freizeit oder bei der Nahrungsaufnahme begleiten. Was die Trends angeht, so ignorieren wir diese grundsätzlich. Trends werden oft künstlich erzeugt und das lehnen wir ab.
Worauf freut ihr euch als Kuratoren des Jahres bei der BLICKFANG?
Die Projekte der Aussteller. Meist sind es junge Leute, die sehr viel Energie aufwenden, um Projekte voranzutreiben. Das erinnert uns auch sehr an unsere Anfangszeit, denn wir waren ja alle mal ein ’Startup’.

Wie versteht ihr eure Rolle als Kuratoren der BLICKFANG 2023?
Als Ratgeber, aber auch als Dazulernende.
Welche drei Worte assoziiert ihr mit BLICKFANG?
Kreativität, Elan, Neugier.
Ihr entwerft in eurem Stuttgarter Atelier Sessel, Stühle und Leuchten für die großen Möbelhersteller wie Brunner, Cassina, Cor, Fritz Hansen, HermanMiller und Knoll. Wie wird ein Designentwurf zum Bestseller, wie beispielsweise euer Sofa ‚Mell‘, das ihr für COR entworfen habt?
So ganz genau wissen wir das nicht, aber grundsätzlich sollten unsere Produkte immer eine Idee haben, die der Kunde bewusst oder unbewusst positiv wahrnimmt. Bei ‚Mell‘ war die Idee sehr einfach. Das Sofa ist außen eckig und ordnet sich der Architektur unter, und innen weich und rund für den Benutzer. Gutes Design ist gleichermaßen funktional und ästhetisch.
Was macht für euch authentisches Design aus?
Funktion und Ästhetik sollten immer eine Symbiose bilden. Meist wird die Form aus der Funktion abgeleitet und ist von daher eindeutig – das ist zumindest unser Ansatz, den wir bei all unseren Projekten verfolgen. Unter authentischem Design verstehen wir, dass die Dinge sichtbar und nachvollziehbar funktional sind, ohne dekoratives Tuning. Das haben übrigens alle Klassiker gemein. Man kann sie kaum verbessern, da alles von den Designer:innen auf den Punkt gebracht wurde, außer die Technologie ändert sich. Produkte sollten darüber hinaus nachhaltig sein, das war aber schon immer so und heutzutage könnte man fast meinen, dass das ein Trend wäre. Stichwort Individualität und Authentizität.

Welchen guten Rat würdet ihr jungen Designer:innen mit auf den Weg geben?
Mit viel Aufmerksamkeit die Reaktionen auf eigene Entwürfe beobachten. Wenn das Feedback positiv ist, dann ‚dran bleiben‘. Die meisten halten es nicht durch, da der Aufbau der Selbständigkeit schon mal 10 Jahre dauern kann.
Welche Herausforderungen hält die Zukunft für Designer:innen bereit?
Projekte werden komplexer. Die Zusammenarbeit mit Ingenieuren, Architekten, Marktforschern erfordern bewusstes Entwerfen. Materialien, Technologien, Ressourcen und Recycling werden die Produktentwicklungen in Zukunft massiv beeinflussen. Aber das ist gut so, wir Designer brauchen Inputs, um gute Gestaltung zu machen.

Sei dabei und feiere mit uns 30 Jahre gutes Design in Stuttgart!
Neues Jahr, neue Farbe. Seit mehr als 20 Jahren gibt das renommierte Pantone Color Institut die Farbe des Jahres bekannt. Die Verkündung der Trendfarbe wird jedes Jahr mit großer Spannung erwartet, hat sie doch auch einen starken Einfluss auf die Fashion- und Designbranche.

Für das Jahr 2023 hat das Farbinstitut Pantone die kräftige Farbe 18-1750 „Viva Magenta“ als Favorit gekürt. Dabei handelt es sich um einen leuchtenden Ton aus der Familie der Rottöne, der lebhaft ist, und für Kraft und Freude steht. Doch um zu erfahren, wie sich die Farbe auf uns auswirkt und was genau sie ausdrückt, haben wir die Wohnpsychologin Erika Mierow interviewt. Sie nimmt uns mit in die Welt der Farben und erklärt, wo man sie besser nicht einsetzen sollte.
Die zertifizierte wohn- und architekturpsychologische Expertin aus Hamburg, hilft dabei Funktion und Emotion in Räumen in Übereinstimmung zu bringen.
Liebe Erika, wie wirkt sich die neue Pantone-Farbe „Viva Magenta“ auf unser Leben aus?
Rot ist eine der Farben, die man jetzt stark wahrnimmt. Sie symbolisiert Leben, Energie, Kraft, Stärke und Wärme, um nur einige Attribute zu nennen. Jede Rotnuance erzielt eine ganz unterschiedliche Wirkung. Meist beginnt unser persönlicher Farbausdruck in der Mode und zieht dann auch in unsere Räume ein, die ja so etwas wie eine „dritte Haut” sind.
Dass Rot gerade wieder kommt, ist leicht zu erklären: Wir haben die vergangenen zwei Jahre durch die Pandemie sehr isoliert verbracht. Jetzt sind wir wieder draußen und wollen uns auch zeigen! Seht her, hier bin ich!! Aber auch der Faktor „Wärme“ spielt in dieser Zeit von Energieeinsparung eine große Rolle. Wir richten uns nun so ein, dass es sich wärmer „anfühlt“. Die von Pantone gewählte Farbe des Jahres 2023 „Viva Magenta“ hat einen größeren Rotanteil, geht aber ins burgunder- oder beerenfarbene über. Die Farbe wirkt dominant, divenhaft, aufsehenerregend, herrschaftlich und regt an. Creative Director of the Pantone Institute, Leatrice Eiseman, drückt es so aus: „Faust im Samthandschuh“, was es gut trifft. Übersetzt würde ich es so sagen: gewaltig und gleichzeitig zum Anschmiegen.


Wie lässt sich „Viva Magenta“ in unserem Zuhause integrieren?
Das kann man schwer verallgemeinern. Es ist mehr eine Geschmacksfrage und eine der eigenen Persönlichkeitsstruktur. Für manche wirkt rot belebend, für andere aufregend und zudringlich. Einige mögen es krachend und streichen eine ganze Wand oder den ganzen Raum in dieser Farbe. Andere setzen sie eher als Kontrast ein, auf Kissen, Decken, Dekogegenständen, vielleicht mit einem kleinen Schränkchen, einem Regal oder einem einzelnen Sessel oder Stuhl.
Es kommt auch auf den Raum an. Hält man sich nur kurz darin auf, z. B. Flur, darf es gern großflächig sein. Bei anderen Räumen mit längerer Verweildauer empfehle ich daher, die Farbe zurückhaltender zu verwenden.
Die Wirkung auf uns Menschen geschieht unbewusst. Studien haben gezeigt, dass der Blutdurchfluss und die Aufmerksamkeit ansteigen. Nicht umsonst ist Rot auch eine Signalfarbe. Also, für Entspannungsorte „Viva Magenta“ besser nur als Akzent verwenden.
Bei kräftigen Farben in den Wohnräumen kann man mit schlichten, helleren und einfarbigen Möbeln gut gegensteuern. Und man sollte sich fragen: Wie viel Anregung benötige ich und wie viel Beruhigung?
Für alle, denen „Viva Magenta“ zu knallig ist: welches sind weitere Farbtrends für 2023 und wie kann man sie einsetzen?
Alle Farben, die wir aus der Natur kennen: Terra, Khaki, Salbei, Türkis, Orange, Sand, Blau,
Flieder, Zitronengelb und nach wie vor: rosa in allen Nuancen, von Nude bis Pink. Schön sind auch Farbverläufe, um einen harmonischen Übergang in die nächste Farbstufe zu schaffen. Auch Farbkombinationen – z.B. Terra/Flieder, Rot/Orange, Orange/Khaki, Orange/Blau, Viva Magenta/Sand, usw. – Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Wer dieses Jahr nicht auf „Viva Magenta“ setzt, der wählt für den Wohnraum und die Mode dezente Naturtöne. Diese Leuchten und Wohnaccessoires kannst du in unserem Designshop bestellen. Weitere Inspirationen und Neuheiten aus der Designwelt erhältst du mit unserem Newsletter. Hier registrieren.
In unserem täglichen Schaffens-Prozess richten wir bei der BLICKFANG unseren Blick meist in die Zukunft, zu unseren anstehenden Events. Aber heute ist es Zeit einen Blick zurückzuwerfen, um sich noch einmal die Gewinner:innen der Designpreise im vergangenen Herbst 2022 anzusehen. Auf den Events in Wien, Hamburg und Zürich entdeckte unsere externe Fachjury aus lokalen und überregionalen Design-Expert:innen wieder herausragende Labels, die wir dir zeigen möchten.
Bei der Betrachtung der Aussteller:innen befasst sich die Jury ganz genau mit der visuellen Erscheinung der Produkte, aber auch mit der Idee dahinter und dem Entwicklungsprozess. Auch die Auswahl der Materialien spielt eine Rolle ebenso wie die Frage nach den Herstellungskriterien. Mit diesem Rundumblick küren die Expert:innen je eine:n Designpreis-Gewinner:innen in den Kategorien Möbel & Accessoires sowie Mode & Schmuck.
Lerne jetzt die Labels kennen, die die Expert:innen zu ihren Favoriten kürten!

Gewinner:innen Wien
Wien ist eine Stadt für alle Sinne und ein Muss für alle Designfans. Sie erfindet sich ständig neu und setzt kreative Impulse. Die Stadt lädt an allen Ecken zum Schlendern, Staunen, Shoppen ein. Unter den wohl kuratierten Labels befand die Jury zwei als besonders herausragend und wir können ihr nur begeistert zustimmen!
Edition 33
Hinter dem 2020 gegründeten Label von Max Neustadt steckt ein cleveres und ressourcenschonendes Produktionsprinzip: Ein Möbel geht nur in Serie, wenn bei der Markteinführung mindestens 33 Bestellungen eingehen. Auf diese Weise wird nur produziert, was wirklich bestellt wurde. Es entsteht kein unnötiger Energie- und Logistikaufwand, wodurch Ressourcen geschont werden. Stattdessen entstehen kleine, nicht limitierte Serien besonderer, langlebiger und nützlicher Produkte. Die Wiener Jury ließ sich von Edition 33 überzeugen. „Klare Konstruktion und Formsprache, die originelle Idee erst mit dem 33. Auftrag zu produzieren und das einfache, aber durchdachte Standkonzept“ waren ausschlaggebend für den Gewinn in der Kategorie Möbel & Wohnaccessoires.
Max Neustadt studierte nach einer Tischlerlehre an der renommierten Designschule ÉCAL in der Schweiz und war als Entwickler und Designer unter anderem für Nils Holger Moormann und den Münchener Designer Stefan Diez tätig. Als gelernter Schreiner entwickelt er jedes der aufgelegten Möbel selbst – seien es eigene Kreationen oder Entwürfe befreundeter Designer – bis hin zur Marktreife. Zur Kollektion zählt unter anderem der multifunktionale Hocker ‚Adhoc‘, der Hocker, Beistelltisch und Trittleiter in einem ist. Knallige Farben setzen starke Akzente in das vielseitige Pop-Up Möbel. Er ist nicht einfach nur praktisch, er ist charakteristisch und seine Eigenständigkeit macht ihn zu einem besonderen Objekt, das auffällt, ohne sich aufzudrängen!
Hutmode Biester
In der Rubrik Mode und Schmuck gewann das Label Hutmode Biester den begehrten Designpreis. Die vielfältigen Kreationen der Designerin kamen an dem cleanen und zugleich bunten Stand bestens zur Geltung. Bei dem jungen Label dreht sich alles um handgemachte Hüte fürs Leben. Die Jury war sofort angetan und vergab den Preis mit der Begründung: „Bei diesen fantastischen Hüten ist eine authentische Handschrift zu erkennen.“


Die Berlinerin Eva Siebert ist gelernte Modistin und eine Newcomerin, die sich mit ihrem Label Hutmode Biester (ein Anagramm ihres Nachnamens) 2020 selbstständig gemacht hat. In ihrem Atelier kann man ihr bei der Herstellung über die Schulter schauen, denn ihre Kund:innen und Passant:innen sollen erleben können, was es heißt, einen Hut herzustellen. Sie fertigt die Kopfbedeckungen ressourcenschonend und auf Maß, durch Serviceleistungen wie Reinigung und Reparatur sollen sie ein Leben lang halten. Individualität, wie auch wir sie lieben!
Hamburg
Hamburg ist jung, modern, absolut Design-affin und trendbewusst. Unter den 150 Aussteller:innen fand die Jury zwei Labels ganz besonders interessant und ehrte sie mit dem begehrten Designpreis.
LOTRE Studio
„Die konsequente Berücksichtigung aller Gütekriterien von Slow Fashion sowie nicht zuletzt die unglaublich schöne Farbharmonie“ hat die Designpreisjury in Hamburg von dem jungen Knitwear Label Lotre Studio überzeugt. In der Rubrik Mode & Schmuck setzte sich die Modedesignerin Luisa Lauber durch. In Zeiten von Fast Fashion & Überproduktion setzt sie mit ihrer Strickmode ein erfreuliches Gegenbeispiel und bringt Individualität zum Ausdruck, ohne der Umwelt zu schaden.


Ihre Modestücke bestehen ausschließlich aus Naturfasern, werden nur „on demand“ und lokal in Berlin produziert und nach Bestelleingang innerhalb von 10-14 Tagen versendet. Bei ihrer täglichen Arbeit steht Zero Waste im Vordergrund. Möglich macht das die Fully Fashioned-Stricktechnologie, wodurch Garnabfälle während des Herstellungsprozesses vollständig vermieden werden. Alle Einzelteile des Kleidungsstücks werden direkt in seiner endgültigen Form gestrickt, sodass kein Zuschnitt erforderlich ist. Die ansprechenden Designs der Lotre-Kollektion überzeugen aber auch durch die außergewöhnliche Optik. Ob Schal, Pullover oder Hose, die Designs machen sich überall gut und bringen Farbe in den Kleiderschrank!
Bernd Görtz
In der Kategorie Möbel & Wohnaccessoires sicherte sich Bernd Görtz mit seinem gleichnamigen Label den Designpreis Hamburg 2022. „Technisch ausgeklügelt, poetisch erzählt, brillant umgesetzt“, sagt die begeisterte Jury über seine gesteckten Naturpapierleuchten in sechseckiger Pyramidenform. Die Lichtwirkung ist einzigartig und schafft ein emotionales Lichterlebnis in jedem Raum. Hervorgerufen wird das unter anderem durch die besondere Form des Sechsecks, welches in der Natur als sehr stabile Bauform zum Beispiel im Bienenstock vorkommt. Zum anderen sorgt das Naturpapier, aus dem der Lampenschirm besteht, in verschiedenen Farben für ein herrliches Ambiente. Für die Herstellung der Leuchte wird kein einziger Tropfen Klebstoff verwendet.


Bernd Görtz ist seit 2021 als freiberuflicher Designer mit einem Planungsbüro für Handwerksdesign tätig und fokussiert sich dabei auf nachhaltiges Wirken. Durch seine fachliche Kompetenz aus Handwerk und Design liegt sein Leistungsspektrum auf den drei Säulen Entwurf, der technischen Ausarbeitung und den 3D Visualisierungen von deinem neuen Lieblingsstück bzw. Designobjekt.
Zürich
Seit nunmehr 25 Jahren ist die BLICKFANG in Zürich der Pflichttermin in der Schweizer Design-Szene. Die externe Fachjury hatte die Qual der Wahl und kürte schließlich zwei aufstrebende, unabhängige Labels, die ihren eigenen Weg gehen.
RAïNA
In der Kategorie Möbel & Wohnaccessoires war sich die Jury einig, dass das Label Raïna den Designpreis verdient hat. Das Label verbindet frisches Arvenholz mit zeitgemäßem Möbeldesign und traditionsreicher Handwerkskunst. Eine zurückhaltende Gestaltung prägt die Kollektion, die sich an den Bearbeitungsmöglichkeiten und dem Charakter des Arvenholzes richtet. Die Arve erzeugt ein helles und weiches Holz, welches sich seit Generationen als wunderbarer Werkstoff für die Möbelschreinerei bewährt hat. Durch die eingewachsenen Äste und den wohlriechenden Duft ist es in seiner Ausprägung einzigartig und wertvoll. Raïna ist Rätoromanisch für Königin, denn die Arve wird auch als Königin der Alpen bezeichnet.


Wir haben beim Label nachgefragt: Was ist gutes Design für euch?
„Gutes Design muss vor allem schön sein. Es sollte auch etwas Überraschendes beinhalten und im Vergleich zur Kunst, sollte Design auch alltagstauglich sein. Schönheit ist natürlich immer eine Frage der subjektiven Wahrnehmung, doch Gestaltungsmerkmale wie „form follows function“ und „weniger ist mehr“ tragen dazu bei, dass sich ein Produkt angenehm anfühlt und wohltuend fürs Auge ist.“
SODE
Das Schweizer Modedesign-Label SODE gewann in der Rubrik Mode & Schmuck den Designpreis 2022. Mit einer großartigen Kollektion, die vom minimalistischen Stil Japans inspiriert ist, überzeugte das Label die Fachjury auf der BLICKFANG Zürich. Die Entwürfe sind zeitlos und alltagstauglich, die Silhouette weit und fließend.


Gutes Design bedeutet für die aufstrebende Designerin Carla Lehmann, wenn Schnitt und Material perfekt zusammen harmonieren. „Das Produkt soll schlicht, praktisch und trotzdem nobel wirken. Weniger ist mehr.“ Nach diesem Credo entwirft sie seit 2019 in exklusiven, limitierten Auflagen ihre Kleidungsstücke unter dem Namen SODE. „Es ist mir ein großes Anliegen, coole, unkomplizierte und eigenständige Kleider zu kreieren, welche lokal und fair produziert werden. Die SODE Stücke sollen mit einem inspirierenden Gefühl und gutem Gewissen getragen werden“.




















