Mit ihrer ersten eigenen Kollektion YUAN bricht sie nicht nur mit klassischen Designvorstellungen, sondern führt uns zurück zu den Wurzeln eines Materials, das in der westlichen Welt oft nur als traditionell und „glatt“ wahrgenommen wird – Porzellan. Doch Hongyi Zhu verbindet dieses edle Material meisterhaft mit modernen Designansätzen und formt daraus etwas Neues und zugleich Zeitloses. Ihre Werke erzählen Geschichten von Balance, von der Harmonie zwischen Tradition und Innovation, und laden uns ein, Design auf eine ganz neue, sinnliche Weise zu erleben.

Doch wie kam es zu diesem mutigen Schritt, ein eigenes Studio zu gründen? Welche Vision steckt hinter der Kollektion YUAN? Und was fasziniert sie an dem unvorhersehbaren Moment, wenn der Brennofen geöffnet wird?

In unserem Gespräch erfahren wir mehr über die Wege einer Designerin, die in China und Hamburg studierte, sich dem Porzellan verschrieb und in der Werkstatt der Universität weiter an ihren Ideen feilt. Wir tauchen ein in die Welt der Formen und Materialien, die nicht nur funktional, sondern auch ästhetisch und haptisch zum Erlebnis werden.

Hongyi Zhu, Gründerin von HONi Studio

Hongyi Zhu, Gründerin von HONi Studio

Hongyi, Du hast im Sommer 2024 dein eigenes Designstudio „HONi Studio“ gegründet. Was war der ausschlaggebende Moment, ein eigenes Label zu gründen? Wie bist du überhaupt zu diesem Punkt gekommen?

„Ja, genau, ich habe 2024 mein Studio gegründet. Der Wunsch, mein eigenes Label zu etablieren, war für mich immer ein klarer Zielpunkt. Schon während meines Studiums habe ich mich intensiv mit der Idee der Selbstständigkeit auseinandergesetzt und mich darauf vorbereitet. Da ich mich seit meiner Kindheit für Kunst und Design interessiere, habe ich sowohl im Bachelor – als auch im Masterstudium Design studiert. In meinem Masterstudium lag der Fokus auf offener, interdisziplinärer Arbeit – mein Professor hat uns dazu ermutigt, Design, Kunst und Kultur zu verbinden und keine festen Grenzen zu setzen. Diese Offenheit war für mich entscheidend, denn ich wollte stets meine eigenen Ideen umsetzen und ein eigenständiges Studio gründen.“

Wie bist du zum Material Porzellan gekommen und was fasziniert dich daran?

„Vor etwa zehn Jahren hatte ich die Gelegenheit, mit Alsterarbeit zusammenzuarbeiten. Alsterarbeit ist eine Einrichtung, in der Menschen mit und ohne Handicap gemeinsam an verschiedenen Projekten arbeiten. Im Rahmen dieser Kooperation hatte ich die Chance, mit der Keramikwerkstatt zu arbeiten. Das war mein Einstieg in die Welt der Keramik und des Porzellans. Was mich an Porzellan fasziniert, ist nicht nur die Geschichte dieses Materials, sondern auch die Unvorhersehbarkeit des Brennprozesses. Wenn der Ofen geöffnet wird, weiß man nie genau, wie das Ergebnis aussehen wird. Dieser Aspekt des Ungewissen hat mich immer wieder gereizt – es war wie das Öffnen einer „Büchse der Pandora“, die mich immer weiter in die Welt der Keramik gezogen hat.“


Welche Werte und Prinzipien sind dir in deiner Arbeit als Designerin besonders wichtig?


„Für mich ist Funktionalität ein zentraler Aspekt, aber auch die Auseinandersetzung mit dem Material selbst. Ich finde es wichtig, das Material so zu gestalten, dass es seine besten Eigenschaften zur Geltung bringt. Ästhetik spielt natürlich auch eine große Rolle. Es ist mir wichtig, Designs zu schaffen, die sowohl optisch ansprechend sind als auch in ihrer Funktionalität überzeugen.“


Was möchtest du mit deinen Designstücken den Menschen vermitteln?

„Porzellan ist ein so altes und klassisches Material, aber viele kennen es nur in der glasierten Form. Dabei ist das Original oft unglasiert, und das wissen viele nicht. Mit meinen Designs möchte ich den Menschen diese Haptik näherbringen – die Textur und das Gefühl, das entsteht, wenn man die unglasierte Oberfläche spürt. Gleichzeitig möchte ich zeigen, wie die Kombination aus der unglasierten und der glasierten Oberfläche eine besondere Verbindung schafft. Es geht mir darum, das Design für die Menschen erlebbar zu machen, sodass sie nicht nur das Äußere sehen, sondern die gesamte Materialität und den Konzeptgedanken dahinter verstehen können.“

Deine erste eigene Kollektion dreht sich um den Kreis und interpretiert den Kreis als Symbol für Balance und Harmonie. Wie fließt das in den Designprozess ein?
Oder wie beeinflusst der Kreis das Design?

„Der Name der Kollektion ist YUAN, das bedeutet auf chinesisch „Kreis“. Bei meinem Designkonzept spielt der Kreis eine zentrale Rolle. Ich wollte sowohl die Ursprungsform als auch das Material in einem geschlossenen Kreislauf darstellen – als Symbol für Kontinuität, Entwicklung und Verbindung von Tradition und Modernem Design. Deshalb habe ich die Elemente bewusst in Kreisform angeordnet. Der Kreis steht für mich für etwas Zeitloses, das sich in jede Situation einfügt. In meiner Arbeit verbindet sich das traditionelle Material mit modernen Designansätzen zu einer neuen Einheit. Wenn man das Werk von oben betrachtet, erkennt man diese Verbindung besonders gut. Es zeigt, wie sich Tradition und Funktionalität im Kreis vereinen.“

Bei HONi Studio vereinst du traditionelles Handwerk und modernes Design. Wie gelingt es dir, die jahrhundertealte Porzellankunst mit minimalistischen, zeitgenössischen Elementen zu kombinieren, ohne dass das eine das andere überlagert?

„Genau darum geht es in meiner Arbeit – um die bewusste Kombination von traditionellem Handwerk und modernem Design. Ich verbinde die jahrhundertealte Porzellankunst mit zeitgenössischen Elementen, indem ich den gesamten Gestaltungsprozess als eine Art 360-Grad-Erfahrung betrachte. Zum Beispiel wirkt eine Seite eines Objekts sehr klassisch und traditionell, während eine andere Seite eine unerwartete, moderne Form zeigt. Diese Spannung zwischen Alt und Neu ist gewollt. Es geht mir nicht darum, dass das eine das andere überlagert, sondern dass sich beide Ebenen gegenseitig ergänzen. Die traditionelle Form wird aufgenommen und in einen neuen Kontext gesetzt – so entsteht etwas, das sowohl vertraut als auch innovativ wirkt.“

Wie gehst du an den kreativen Prozess heran? Begonnen mit der ersten Idee, wie entsteht ein neues Stück? Gibt es bestimmte Routinen oder Inspirationsquellen, die dich regelmäßig zu neuen Designs führen?

„Die Idee für diese Kollektion entstand tatsächlich aus einer Alltagssituation: Ich trinke sehr gerne aromatische Getränke wie Kaffee oder Tee – vielleicht auch, weil ich aus einer Teeprovinz in China komme. Meine ausgeprägte Neugierde und mein Interesse an alltäglichen Beobachtungen führen häufig zu neuen gestalterischen Ansätzen. So ist mir beispielsweise aufgefallen, dass viele Tassenformen sehr offen gestaltet sind, wodurch sich das Aroma schnell verflüchtigt. Das hat mich zum Nachdenken gebracht: Wie könnte man ein Gefäß gestalten, das das Aroma besser hält und den Genuss intensiviert?

Das war der Ausgangspunkt. Ich habe angefangen, mit verschiedenen Materialien zu experimentieren – Ton, aber vor allem auch mit Porzellan. Porzellan hat mich besonders überzeugt, weil es ein sehr festes, gleichzeitig aber feines und elegantes Material ist. Ich wollte herausfinden, wie ich seine Eigenschaften nicht nur funktional, sondern auch gestalterisch einsetzen kann.

Mein kreativer Prozess für HONi Studio beginnt also oft mit einer konkreten Beobachtung oder Fragestellung aus dem Alltag – einer Art „Problemfindung“. Danach wird es kreativer: Ich überlege, wie sich dieses Problem ästhetisch und gestalterisch lösen lässt, was schön aussieht, was sich gut anfühlt. Es ist eine Mischung aus funktionalem Denken und gestalterischer Neugier, die meine Arbeit prägt.“

Du verwendest besonders hochwertiges Porzellan, das für seine Reinheit und Qualität bekannt ist. Was sind die Herausforderungen bei der Arbeit mit diesem Material, und warum hast du dich speziell für Porzellan entschieden?

„Die Arbeit mit Porzellan ist sehr faszinierend, aber auch voller Herausforderungen. Porzellan ist ein feines, aber starkes Material, das bei hohen Temperaturen gebrannt wird – allerdings reagiert es sehr empfindlich auf Ungleichgewichte, gerade bei komplexen oder asymmetrischen Formen. Während des Brennprozesses kann es leicht zu Verformungen kommen, da die Hitzeverteilung und die Materialstärken nicht überall gleich sind. Eine Seite mit mehr Masse speichert die Hitze länger, was dazu führen kann, dass sich das Stück verzieht oder gar bricht.

Am Anfang war das besonders herausfordernd – ich habe rund 30 Versuche gebraucht, um ein wirklich gelungenes Stück zu erhalten. Alles beginnt schon bei der Formgebung mit Gipsformen. Gerade weil ich mit kugelförmigen Elementen arbeite, mussten die Formen aus mehreren Teilen bestehen. Auch das Zusammensetzen war sehr aufwendig, weil jedes Einzelteil exakt passen musste, um später im Brennofen stabil zu bleiben.

Der gesamte Herstellungsprozess ist stark getaktet. Ich arbeite mit mehreren Timern gleichzeitig – ein Timer sagt mir, wie lange ein Stück in der Glasur sein darf, ein anderer, wann es umgedreht oder weiterbearbeitet werden muss. Das ist alles andere als meditativ, eher wie ein choreografierter Ablauf. Nur so kann ich sicherstellen, dass das Ergebnis exakt meinen Vorstellungen entspricht.

Nach dem ersten Brand (dem Schrühbrand) kann ich die Oberfläche noch einmal fein nachbearbeiten. Dann folgt der Glasurauftrag, bei dem ich genau darauf achte, dass bestimmte Bereiche unglasiert bleiben – auch das muss mit dem Pinsel sehr präzise gemacht werden. Schließlich folgt der Glattbrand. Und wenn das Stück sich doch verformt oder Risse bekommt, wird es nicht einfach entsorgt: Kleinere Bruchstücke verwende ich weiter als Baumaterial – etwa in Form von keramischem Schutt, ähnlich wie Backsteinbruch.

Trotz all der technischen Präzision liebe ich diesen Prozess. Gerade weil jedes Stück handgemacht ist, bleibt eine gewisse Spur der Entstehung immer sichtbar – und das macht für mich auch den besonderen Wert aus.“

Du hast vorhin schon kurz erwähnt, dass dein Geschirr dazu beiträgt, dass Speisen und vor allem Getränke ihr Aroma und ihre Wärme länger behalten. Kannst du vielleicht noch einmal zusammenfassen, worin der Unterschied zu herkömmlichem Geschirr liegt und wie deine Gestaltung den bewussteren Genuss unterstützt?

„Mein Geschirr ist so gestaltet, dass es das Aroma und die Wärme von Getränken optimal bewahrt und gleichzeitig zu einem bewussteren Genussmoment einlädt. Die Tasse hat keinen Henkel – das ist eine ganz bewusste Entscheidung. Man nimmt sie direkt in die Hand, spürt die Wärme des Getränks, und merkt sofort: Es geht nicht darum, schnell zu trinken, sondern sich Zeit zu nehmen. Die dickere Wandstärke des Porzellans sorgt dafür, dass die Wärme länger gespeichert wird. Das Getränk kühlt langsamer ab, wodurch man den Moment des Trinkens selbst besser timen kann – man wartet, bis die Temperatur genau richtig ist.

Auch die Form spielt eine zentrale Rolle: Sie ist nach oben hin nicht gerade oder nach außen geöffnet, sondern leicht nach innen gewölbt und erinnert damit an ein Weinglas. Sie ist so gestaltet, dass sich die Aromen im Inneren sammeln und konzentrieren können. Beim Trinken steigt das Aroma direkt zur Nase auf – ein sensorisches Erlebnis, bei dem Geschmack und Geruch zusammenkommen. Man nimmt das Getränk nicht nur mit dem Gaumen wahr, sondern mit dem ganzen Gesicht, mit der Haut, mit der Hand.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das Zusammenspiel von glasierten und unglasierten Oberflächen. Die Kombination erzeugt eine besondere Haptik, die vor allem bei warmen Getränken spürbar wird. Die unglasierte Fläche fühlt sich natürlich und griffig an, während die glasierte Fläche glatt und kühl wirkt. Dieses Wechselspiel betont die Handarbeit und macht das Halten der Tasse zu einem taktilen Erlebnis – man spürt das Material, die Temperatur, die Form. Das Zusammenspiel von Haptik, Wärme und Duft macht das Trinken zu einem ganzheitlichen, entschleunigten Erlebnis.“

Dein Studio befindet sich aktuell noch in einer gemeinschaftlich genutzten Werkstatt. Wie läuft deine Arbeit dort ab – und wie stellst du dir das für die Zukunft vor? Möchtest du irgendwann ein eigenes Atelier haben?

„Ja, im Moment arbeite ich in einer gemeinschaftlich genutzten Keramikwerkstatt, die es mir ermöglicht, meine Projekte weiterzuentwickeln und mich kreativ zu entfalten. Gerade im Bereich Porzellan ist der Zugang zu professionellen Geräten wie Brennöfen und speziellen Arbeitsplätzen essenziell – ohne große Investitionen ist das sonst kaum realisierbar. Ich bin sehr dankbar, Teil dieser Arbeitsgemeinschaft zu sein und den Raum mit anderen Gestaltenden zu teilen.
Natürlich träume ich davon, in Zukunft mein eigenes Atelier zu haben – einen Ort, der ganz auf meine Arbeitsweise abgestimmt ist. Aber im Moment schätze ich diesen Rahmen sehr, weil er mir die Freiheit gibt, an meinen Ideen weiterzuarbeiten und gleichzeitig im Austausch mit anderen zu bleiben.“

Dein Einstieg nach dem Studium hat durch einen besonderen Auftrag begonnen, kannst du uns dazu mehr erzählen?

„Die Universität war gewissermaßen mein erster Auftraggeber: Sie haben meine Arbeiten gesehen, bestellt – und mir damit auch den Einstieg nach dem Studium erleichtert. Ich empfinde das als große Wertschätzung und Unterstützung, gerade weil es der Anspruch der Hochschule ist, junge Gestaltende auch über den Abschluss hinaus zu fördern. Für diesen Auftrag habe ich zwei verschiedene Tassen mit dem Uni-Logo hergestellt. Sie werden für Gäste und Besucher der Hochschule genutzt.

Mir war es wichtig, der Uni, an der ich studiert habe, auch etwas zurückzugeben. Deswegen war das ein besonders schönes Projekt für mich – zu wissen, dass meine Arbeiten nicht nur ausgestellt, sondern tatsächlich im Alltag verwendet werden. Unser Präsident hat sich sehr darüber gefreut und nutzt die Tassen auch gern, um sie Gästen zu zeigen – mit dem Hinweis, dass sie von einer ehemaligen Studierenden gestaltet wurden. Das bedeutet mir viel.“

Du kombinierst bei HONi Studio experimentelle Materialforschung mit Design – du hattest vorhin erzählt, dass du schon mit verschiedenen Materialien gearbeitet hast. Gibt es Materialien, mit denen du in Zukunft gerne noch arbeiten würdest?

„Ja, ich habe bereits mit Metall, Holz und Kunststoffen gearbeitet. In Zukunft würde ich gern noch mehr mit Holz machen – das Material fasziniert mich, vor allem im Zusammenhang mit Möbeln oder größeren Objekten. Keramik wird zwar weiterhin mein Hauptmaterial bleiben, aber ich kann mir gut vorstellen, Holz oder auch Kunststoff gezielt einzusetzen und zu kombinieren.“

Du bist dieses Jahr zum ersten Mal bei der BLICKFANG dabei – was erwartest du dir von deiner Teilnahme, was sind deine Wünsche?

„Ich wünsche mir vor allem, dass HONi Studio durch die BLICKFANG sichtbarer wird. Allein, ohne Team oder großes Marketing, ist es schwer, Reichweite zu bekommen. Ich freue mich sehr auf das Feedback vom Publikum – ich bin gespannt, wie die Leute auf meine Designs reagieren. Natürlich hoffe ich auch, einige Stücke verkaufen zu können. Aber noch wichtiger ist mir, dass die Menschen verstehen, wie viel Idee und Designarbeit in jedem Teil steckt.

Die BLICKFANG ist eine großartige Plattform, um sich zu vernetzen, Erfahrungen auszutauschen und voneinander zu lernen. Ein Label zu gründen bedeutet nicht nur gestalten – es gibt so viele weitere Bausteine, die man zusammenbringen muss. Da ist der Austausch unglaublich hilfreich.“

Auf der BLICKFANG Hamburg 2025 kannst du Hongyi vom 16.-18. Mai persönlich kennenlernen, die YUAN Kollektion von HONi Studio live entdecken und deine liebsten Teile direkt mitnehmen!

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„Das kleine b“ ist mehr als nur eine Möbelmanufaktur – es ist eine Hommage an das bewusste Leben, an die Schönheit des Einfachen und an die Magie der Verwandlung. Hier, wo Jens‘ Leidenschaft für Holz und Charlottes Gespür für Kommunikation und Menschen aufeinandertreffen, entstehen modulare Systeme, die sich spielerisch an jeden Wohnraum und jeden Lebensstil anpassen. Diese Möbel sind nicht einfach nur funktional, sondern erzählen Geschichten von Nachhaltigkeit, Handwerkskunst und einem tiefen Respekt vor der Natur. 

Vom Kinderstuhl zum Konzept: Eine Familiengeschichte, die in Eiche begann   

Die Geschichte von „das kleine b“ ist eng mit dem Namen Bruno verbunden – dem ältesten Sohn von Charlotte und Jens Baumann. Jens, ein erfahrener Tischler mit dem Blick für das Besondere, und Charlotte, Expertin für Kommunikation, teilten den Wunsch, Möbel zu schaffen, die mehr sind als bloße Einrichtungsgegenstände. 

„Alles begann mit einem Kinderstuhl für unseren Sohn Bruno“, erzählt Charlotte Baumann mit einem Lächeln. „Wir wollten ihm einen Stuhl geben, der ihn in seiner Bewegungsfreude unterstützt. So entstand unser erstes Möbelstück, das gleichzeitig der Namensgeber für unser Label wurde.“ 

Schnell reifte die Erkenntnis, dass dieses erste Projekt den Grundstein für etwas Größeres gelegt hatte. Jens‘ Vision war es, Möbel zu entwerfen, die seinen eigenen hohen ästhetischen Ansprüchen genügen und gleichzeitig seinen ökologischen Überzeugungen entsprechen. So entstand nach und nach eine Kollektion, die sich durch ihre klare Formensprache, ihre hohe Qualität und ihre Nachhaltigkeit auszeichnet.   

Modulares Wohnen: Flexibilität in ihrer schönsten Form – mit System 

Anstatt auf starre Einrichtungskonzepte zu setzen, setzt „das kleine b“ auf modulare Systeme, die sich immer wieder neu erfinden lassen. Das Regalsystem B ist dafür das beste Beispiel. 

„Stell dir vor du beginnst einfach mit einem kleinen Regal“, erklärt Charlotte Baumann mit Begeisterung. „Und dann wächst es einfach mit deinen Bedürfnissen mit. Oder du verkleinerst es wieder, wenn sich deine Lebensumstände ändern.“ 

Die Regale sind so konzipiert, dass sie sich ganz einfach anpassen lassen – sei es, um neuen Platz zu schaffen oder um sie den Kindern mitzugeben, wenn diese ausziehen. Die Leiterregale bieten eine zusätzliche Flexibilität, da sie sich leicht umstellen und in verschiedenen Räumen verwenden lassen. So wird aus einem Möbelstück ein treuer Begleiter, der sich den unterschiedlichsten Lebenssituationen anpasst. 

Das Herzstück: Eiche – mehr als nur ein Material   

Im Zentrum von „das kleine b“ steht ein Werkstoff, der so warm und einladend ist wie ein Sonnenaufgang im Wald: massive Eiche. Sie ist das Herzstück der Kollektion, die Seele der Möbel. Mit rund 24 sorgfältig entworfenen Produkten zelebriert „das kleine b“ die Schönheit und Vielseitigkeit dieses natürlichen Materials. 

„Für Jens war von Anfang an klar, dass wir ausschließlich mit massiver Eiche arbeiten wollen“, erklärt Charlotte. „Kein Lack, keine Kompromisse. Nur reines, heimisches Holz, das atmen kann und mit der Zeit seinen eigenen Charakter entwickelt.“ 

Diese bewusste Entscheidung für Eiche spiegelt die Philosophie von „das kleine b“ wider: Möbel zu schaffen, die nicht nur schön anzusehen sind, sondern auch eine Geschichte erzählen – eine Geschichte von Nachhaltigkeit, von Handwerkskunst und von der tiefen Verbundenheit zur Natur. Es ist eine Hommage an die schlichte Eleganz, die in der Reduktion auf das Wesentliche liegt. 

Ausgezeichnetes Design: Eine Anerkennung, die Türen öffnet – und inspiriert 

Die Möbel von „das kleine b“ wurden bereits mehrfach mit renommierten Designpreisen ausgezeichnet, darunter der Interior Innovation Award für das Regal B. Für Charlotte und Jens sind diese Auszeichnungen mehr als nur Trophäen: 

„Die Preise bedeuten für uns vor allem Sichtbarkeit und Vertrauen“, sagt Charlotte Baumann. „Sie helfen uns, aus der Masse herauszustechen und potenziellen Kunden zu zeigen, dass unsere Möbel etwas Besonderes sind.“ 

Ein Neustart am Meer: Dänische Steckdosen und neue Perspektiven 

Manchmal braucht es einen Ortswechsel, um die Dinge neu zu sehen – und genau das haben Charlotte und Jens mit ihrem Umzug letztes Jahr nach Dänemark getan. Hier, wo das Meer die Seele befreit und das Designverständnis tief verwurzelt ist, haben sie nicht nur ein neues Zuhause gefunden, sondern auch eine neue Perspektive auf ihre Arbeit. Auch die kleinen Eigenheiten, wie das Einschalten der Steckdose, wurde angenommen. „Es ist schon lustig, sich daran zu gewöhnen, dass man in Dänemark die Steckdosen extra einschalten muss“, lacht Charlotte. „Aber vielleicht steckt ja auch eine kleine Metapher darin: Manchmal muss man eben den Schalter umlegen, um neue Energie freizusetzen.“ Dieser Schritt ermöglicht es ihnen, ihre Vision von modularen Möbeln mit noch mehr Klarheit und Inspiration zu verfolgen. 

Fazit: Möbel mit Seele – live auf der blickfang erleben 

„das kleine b“ beweist, dass Möbel mehr sein können als nur Gebrauchsgegenstände. Sie sind Ausdruck eines Lebensgefühls, das Wert auf Natürlichkeit, durchdachte Funktionalität und zeitloses Design legt. Wer Möbel sucht, die sich flexibel an die individuellen Bedürfnisse anpassen und dabei höchsten ästhetischen Ansprüchen genügen, sollte Charlotte und Jens von „das kleine b“ auf der BLICKFANG Hamburg besuchen und sich selbst von der Leidenschaft und dem Können der beiden überzeugen. Hier entstehen Möbel, die nicht nur Räume füllen, sondern Geschichten erzählen – und vielleicht sogar ein Stück Ihres eigenen Lebens widerspiegeln. 

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Treue Aussteller:innen bei der BLICKFANG – wir sagen DANKE!

Unsere langjährigen Aussteller:innen sind das Herzstück der BLICKFANG und machen das Event jedes Jahr zu einem besonderen Erlebnis. Mit ihrer Leidenschaft für Design und ihrem handwerklichen Können bereichern sie die BLICKFANG immer wieder aufs Neue und bringen ihre einzigartigen Kreationen direkt zu euch.

Das Kleine B

Erinnerst du dich noch an deine erste BLICKFANG-Teilnahme? Wann und wo war das? 

Ja, natürlich, unsere erste BLICKFANG war in Hamburg, in den Deichtorhallen. Es ist ein wunderbarer und passender Ort, um Design zu präsentieren.

Wie hat die BLICKFANG dich und dein Unternehmen vorangebracht? 

Das Wichtigste für uns ist, dass wir auf der BLICKFANG direktes Kundenfeedback bekommen. Natürlich macht es Spaß, die Begeisterung der Kunden zu erleben und Zuspruch für die eigene Arbeit zu bekommen. Aber auch der direkte Kontakt ist für uns sehr wichtig. Einerseits, weil wir hier auch Prototypen zeigen und die unmittelbaren Reaktionen der Besucher:innen uns zeigen, ob wir auf dem richtigen Weg sind. Andererseits haben wir uns das Ziel gesetzt, Möbel zu schaffen, die ihre Besitzer:innen ein Leben lang begleiten. Dafür müssen sie zeitlos schön und flexibel sein. Konkret bedeutet das, dass sich die Möbel an Anforderungen anpassen lassen müssen. Deshalb denken wir schon im Designprozess darüber nach, wie die Lebensrealitäten unserer Kund:innen aussehen. Da hilft der direkte Kontakt enorm. Und da wir den Großteil unserer Produkte über unseren Onlineshop verkaufen, ist eine Messe eine gute Gelegenheit dafür.

Was bedeutet dir die BLICKFANG? 

Wir haben unser Unternehmen vor 1,5 Jahren von Hamburg nach Padborg in Dänemark verlegt. Deshalb bedeutet uns die BLICKFANG in Hamburg sehr viel – es ist wie ein Nachhausekommen. Hier treffen wir Menschen, die uns schon lange begleiten – als Kunden, Händler, Journalisten oder Kolleg:innen aus der Branche.

Warum ist die BLICKFANG auch weiterhin ein festes Datum in deinem Kalender? 

Wir haben einen Vertriebsmix gefunden, der für uns funktioniert: An erster Stelle steht unser Onlineshop, aber wir haben auch ein paar wirklich außergewöhnliche Läden, die unsere Produkte verkaufen, sowie einige ausgewählte Online-Plattformen. Ergänzt wird das durch Messen. Nicht zu viele – wir sind da recht wählerisch. Aber die BLICKFANG ist und bleibt ein fester Termin.

Hafenholz

Erinnerst du dich noch an deine erste BLICKFANG-Teilnahme? Wann und wo war das?

Unsere erste BLICKFANG war 2013 in Hamburg – ein ganz besonderer Moment für uns, weil es die erste große Designmesse war, auf der wir unsere Möbel einem breiteren Publikum gezeigt haben. Wir waren damals noch am Anfang, voller Ideen, aber auch mit einer gesunden Portion Nervosität. Die Atmosphäre, die Wertschätzung für Handwerk und Design und die Neugier der Besucher:innen haben uns direkt abgeholt – ein Einstieg, der uns bis heute in Erinnerung geblieben ist.

Wie hat die BLICKFANG dich und dein Unternehmen vorangebracht?

Die BLICKFANG war für uns ein wichtiger Baustein beim Aufbau unserer Kundschaft. Sie hat uns nicht nur Sichtbarkeit verschafft, sondern auch dabei geholfen, in verschiedenen Städten regional bekannt zu werden. Besonders wertvoll war für uns immer der direkte Kontakt zu den Menschen – echtes Feedback zu unseren Produkten, ehrliche Reaktionen auf neue Ideen und der Austausch, der über die Messe hinaus Bestand hatte. Diese Nähe zur Kundschaft hat uns geholfen, unser Angebot weiterzuentwickeln und unsere Marke authentisch zu positionieren.

Was bedeutet dir die BLICKFANG?

Die BLICKFANG bedeutet für uns vor allem echten Austausch. Es ist eine der wenigen Gelegenheiten, bei der wir mit unseren Endkund:innen direkt ins Gespräch kommen, ihre Meinungen hören und auch ein Gefühl dafür bekommen, wie unsere Möbel „ankommen“. Gerade bei neuen Produkten ist dieses Feedback für uns enorm wichtig – es gibt uns Orientierung und neue Impulse für die Weiterentwicklung. Gleichzeitig ist es auch einfach schön, die Begeisterung für unsere Arbeit live mitzuerleben.

Warum ist die BLICKFANG auch weiterhin ein festes Datum in deinem Kalender?

Weil sie für uns eine feste Größe geworden ist – sowohl für die Pflege bestehender Kontakte als auch zur Gewinnung neuer Kund:innen. In einer zunehmend digitalen Welt schätzen wir die persönliche Begegnung umso mehr. Die BLICKFANG bietet uns genau diesen Rahmen: authentisch, direkt und hochwertig. Deshalb ist sie auch weiterhin ein fester Termin in unserem Jahreskalender.

Eiri

Erinnerst du dich noch an deine erste BLICKFANG-Teilnahme? Wann und wo war das?

Ich erinnere mich, als wäre es gestern gewesen – vor fünf Jahren in Stuttgart. Mein Freund, ein Designer aus Prag, und ich dachten, es wäre eine großartige Idee, uns einen Stand zu teilen. Klassische Aktion: Wir kamen stilvoll zu spät, nur wenige Minuten bevor das Event losging. Gerade als wir das letzte Teil unseres Aufbaus platzierten, kamen die Journalist:innen zum Presserundgag. Perfektes Timing oder reines Chaos, das wir mit Selbstvertrauen überspielt haben? Wer weiß …

Wie hat die BLICKFANG dich und dein Unternehmen vorangebracht?

Die Blickfang hat für das Wachstum von Eiri eine wichtige Rolle gespielt – nicht nur, weil es eine Plattform für Sichtbarkeit bietet, sondern auch, weil wir dort auf ein spannendes und vielfältiges Publikum treffen. Diese Diversität ist extrem wertvoll für uns, da wir neue Ideen testen, verschiedenstes Feedback bekommen und sehen können, wie unsere Konzepte bei Menschen mit unterschiedlichen Perspektiven und Hintergründen ankommen. Es ist für uns zu einer Art lebendigem Labor geworden, in dem wir prüfen können, ob unsere Vision Sinn ergibt und ob wir auf dem richtigen Weg sind. Außerdem ist es inspirierend, andere Aussteller:innen aus Deutschland und dem Ausland kennenzulernen, sich auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen.

Was bedeutet dir die BLICKFANG?

Blickfang steht für Design und bringt eine großartige, offene Community von Besucher:innen und Aussteller:innen zusammen. Es ist eine einzigartige Plattform, auf der ich Menschen treffe, die unsere Markenvision und deren Authentizität wirklich verstehen. Es ist einfach immer ein schönes, herzliches Event, bei dem ich viele wirklich gute Designs sehe. Es ist jedes Mal eine Freude, so viele interessierte und neugierige Menschen zu treffen, die einfach Lust haben, sich inspirieren zu lassen.

Warum ist die BLICKFANG auch weiterhin ein festes Datum in deinem Kalender?

Ich finde, die BLICKFANG ist eines der seltenen Events, bei dem ich Eiri einem designbewussten Publikum persönlich vorstellen kann – und dabei direktes Feedback bekomme.

Sophia Mohr ist die treibende Kraft, die hinter dem Label Klara Blau steckt. Die junge Schmuckdesignerin setzt sich mit ihrem Label nicht nur für Nachhaltigkeit ein, ihr ist es außerdem wichtig lokale Unternehmen zu unterstützen. Im Interview erzählt uns Sophia, wieso sie sich entschieden hat, selbstständig zu werden, woher der Name Klara Blau kommt und welche Zukunftspläne sie für sich und ihre Schmuckstücke hat. 

Sophia, dein Label Klara Blau ist noch ein junges Schmucklabel. Wie würdest du deinen Stil in ein paar Worten beschreiben? 

Ich glaube „unique“ trifft es ganz gut. Mein Stil ist eher besonders, nicht gerade klassisch oder supermodern. Ich setze stark auf Strukturen, das ist jetzt nicht so alltäglich, daher glaube ich „unique“ ist eine gute Beschreibung für meine Schmuckstücke. 

Dein Schmuck wird aus recyceltem Silber gefertigt und in Gold plattiert. Was hat dich dazu inspiriert, so auf Nachhaltigkeit zu setzen? 

Zum einen müsste ich mich richtig anstrengen, nicht mit recycelten Materialien zu arbeiten. Ich habe mich dazu entschieden hier in Pforzheim zu produzieren, weil ich lokal arbeiten kann und kleine, lokale Unternehmen unterstützen wollte. Das heißt, meine Gießereien, die ganzen Galvaniken, also da wo ich meinen Schmuck vergolde, beziehen alle Metalle hier von der Gold und Silber Scheideanstalt. Ich komm also gar nicht darum herum regional und nachhaltig zu arbeiten.

Aber generell ist mir Nachhaltigkeit einfach extrem wichtig. Eigentlich ist das keine Frage mehr, ob ich nachhaltig produziere oder nicht – für mich ist das selbstverständlich. Ich schaue mir an, wo meine Steine oder meine Perlen herkommen, und arbeite viel mit Altbeständen. Das gehört meiner Meinung nach in der heutigen Zeit einfach dazu. 

Wie kamst du überhaupt zu der Idee, ein eigenes Label zu gründen? 

Ich habe Schmuckdesign studiert und war ehrlich gesagt am Anfang davon überzeugt, dass ich später einen anderen Beruf machen werden. Vor meinem Praxissemester war ich dann auch kurz davor, das Studium abzubrechen und Maschinenbau zu studieren, weil ich dachte ich müsste etwas „Richtiges“ machen. Meine Eltern haben dann aber gesagt ich soll das Studium erstmal weitermachen. Mein Praxissemester habe ich dann bei Goldmarlen gemacht und da habe ich so viel gelernt.

Marlen ist einfach toll und mit so einer Freude dabei, ohne sich über alles Gedanken zu machen und da habe ich mir gedacht, wenn man nicht die perfekte Büro Frau sein muss, dann kann ich das auch. Und dann hab ich während meinem Praktikum meine Website aufgebaut, danach meinen Abschluss gemacht und war dann auch auf meinen ersten großen Messen. Und jetzt sind wir hier: ich habe meinen eignen Laden, habe immer wieder Praktikant:innen und Klara Blau hat gerade erst den vierten Geburtstag gefeiert. 

Hat der Name „Klara Blau“ eine besondere Bedeutung für dich? 

Ich habe während meines Praktikums in einem Pub gearbeitet und hatte sehr viele Bier-getränkte Geschichten. Und ich habe eben seit 10 Jahren blaue Haare. Marlen hat mir dann den Spitznamen „die Blaue“ verpasst. Mein Zweitname ist Klara und den fand ich schon immer irgendwie passend. Als es dann darum ging einen Namen für das Label zu finden, haben wir nachgedacht und Klara Blau war dann einfach perfekt.  

Was ist der größte Reiz daran, alles mit den eigenen Händen herzustellen? 

Das ist das, was ich am liebsten an dem Beruf mag! Wenn ich mir überlege, was ich in 10 Jahren machen will, dann ist es hier sitzen und neue Sachen entwickeln. Ich habe schon früher immer gesagt ich würde gerne einen kreativen Beruf machen, bei dem man mit den Händen arbeitet und es ist so schön, dass ich das jetzt auch machen kann! Mir macht es super viel Spaß, aus Nichts etwas zu schaffen, was nicht nur mir selbst, sondern auch anderen Leuten gefällt. 

Welche Techniken und Handwerkstraditionen nutzt du denn, um sicherzustellen, dass jedes Schmuckstück einzigartig ist? 

Ich habe verschiedene Techniken. Jedes Schmuckstück ist in der Grundstruktur mit einer Mini-Heißklebepistole gezeichnet und dann in Sterling Silber gegossen. Früher war wirklich jedes Stück ein Unikat und das Plastik wurde dann in den Guss gegeben und ausgebrannt. Mittlerweile habe ich für jede Größe eine Silikonform, sodass ich ein Produkt verkaufen kann, welches wirklich stabil ist. So bleibt die Qualität auch immer gleich und ich habe nicht ein Produkt, was ein Loch hat. Bei den Schmuckstücken mit Edelsteinen ist das komplett anders. Dadurch, dass alle Steine anders sind und ich alle auch nochmal bearbeite, gleicht kein Stück dem anderen. 

Was sind für dich die größten Herausforderungen bei deiner Arbeit? 

Als eigenständige Designerin erstmal Bürokratie (grinst). Wenn ich könnte, würde ich mir selbst gar nicht den Chefposten geben, sondern eher so Head of Gestaltung. Der ganze Büro-Kram liegt mir einfach nicht und macht mir keinen Spaß, das kommt immer an letzter Stelle bei mir. Bei der Schmuckherstellung habe ich eigentlich selten Herausforderungen. Und das Großartige ist, dass ich mir in den letzten drei Jahren ein richtig gutes Netzwerk aufgebaut habe. Wenn ich nicht weiterkomme, dann frage ich die Leute einfach, wie sie das machen würden oder wie ich mein Problem eventuell lösen könnte. Das funktioniert immer ganz gut.  

Was sind deine Zukunftspläne für Klara Blau? 

Ich freue mich richtig auf die Zukunft – ich wohne jetzt seit 8 Jahren in Pforzheim, komme ursprünglich aber aus Freiburg und möchte im September tatsächlich wieder nach Freiburg ziehen! Zwar würde ich meinen Laden hier nur schweren Herzens aufgeben aber im besten Fall kann ich in Freiburg einen neuen Laden eröffnen. Ich hoffe, dass das Label immer weiterwächst und gedeiht und dass es mir noch lange Spaß macht, selbst Schmuck herzustellen. Solang es mir Spaß macht, werde ich es weitermachen und einfach mal schauen was so passiert. 

Die BLICKFANG steht für exzellentes, unabhängiges Design – und genau das würdigt auch in diesem Jahr der begehrte Designpreis.

Die Auszeichnung richtet sich an herausragende Designer:innen und kreative Köpfe, die mit innovativen Konzepten und einzigartiger Ästhetik überzeugen. Der Designpreis ist auch in diesem Jahr eines der Highlights der BLICKFANG und wird erstmals in drei Kategorien vergeben: Neben den etablierten Bereichen Möbel & Leuchten sowie Mode wird nun auch die Kategorie Accessoires ausgezeichnet.

Eine unabhängige Fachjury entscheidet über die Preisträger:innen in allen Kategorien und legt dabei besonderen Wert auf die gestalterische Qualität, das kreative Konzept, die handwerkliche Umsetzung und eine überzeugende Präsentation. Der Designpreis hebt nicht nur exzellentes Design hervor, sondern setzt auch ein Zeichen für die Bedeutung nachhaltiger und innovativer Gestaltung.

Ermöglicht wird die Vergabe durch die Unterstützung der D.E.S.I.G.N. Foundation, die sich für die Förderung herausragender Designleistungen einsetzt. Mit dieser Auszeichnung bleibt die BLICKFANG ihrer Mission treu, Designschaffende zu stärken und die besten Ideen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Die Fachjury der BLICKFANG Hamburg 2025:

Katharina Schwarze I Senior Editor AD Germany

Katharina Schwarze ist Diplom-Industriedesignerin und Designjournalistin mit einem besonderen Gespür für Gestaltung, Handwerk und Kommunikation. Nach ihrem Studium an der renommierten Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle (Saale) gründete sie gemeinsam mit Maja Hafner das Möbeldesign-Label StudioMok, mit dem sie innovative Designkonzepte und Möbel entwickelte.

Nach mehreren Jahren als Designerin verlagerte sie ihren Schwerpunkt zunehmend auf redaktionelle und kuratorische Tätigkeiten im Design- und Architekturkontext. Sie arbeitete als Creative Content & Sales Managerin für den Blickfang Designshop, war Contributing Editor bei Magazinen wie Architonic, ArchDaily, 1st Living und The Design Pot, und verfasste zahlreiche Artikel zu Themen wie Interior Design, Architektur, Möbel und traditionelles Handwerk. Seit 2022 ist sie als Senior Editor bei AD für die Themenbereiche Küche und Bad zuständig und schreibt sowohl für Print als auch für Digital über ihre Fachgebiete Möbeldesign, Handwerk, Interior und Architektur.

1. Was macht für dich gutes Design aus?

Im ersten Moment, bei der Betrachtung, sollte das Produkt eine emotionale Reaktion auslösen – sei es durch eine besondere Form, seine Farbe oder die Materialiät. Das bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass es besonders auffällig sein muss. Auch stille Produkte, die beispielsweise die perfekte Proportion gefunden haben, können eine solche Reaktion auslösen – die Bewertung dazu ist natürlich hochgradig subjektiv. Im zweiten Moment sollte sich das Produkt gut anfühlen und tadellos funktionieren, ohne dass geht es nicht. Und last (but definitely not least!) müssen die Materialien und die Produktion stimmen. Sprich, das Produkt sollte unter fairen Bedingungen gefertigt sein, aus einem Material oder aus Materialien, die ökologisch vertretbar sind.

2. Welches Designstück hat dich in letzter Zeit begeistert und warum?

Die Tablewear-Kollektion der Natalia Criado. Ich habe sie bereits letztes Jahr im Rahmen der Salone in Alcova entdeckt, kann mich aber nicht daran sattsehen. Die Objekte verbinden Codes aus ihrer Heimat Kolumbien mit italienischer Handwerkskunst, sie sind verspielt und pragmatisch zugleich. Besonders bezaubernd finde ich, dass sie vermeintlich banalen Alltagsgegenständen wie Messer, Gabel und Löffel künstlerischen Charakter und Raffinesse verleiht.

3. Wohin wird sich in deinen Augen Möbel-Design in Zukunft entwickeln?

Dasselbe habe ich neulich Antonio Citterio in einem Interview gefragt, und seine Antwort fand ich überzeugend: Die Möbelindustrie gleicht sich (leider) immer mehr der Modebranche an. Möbelkollektionen entstehen in rasender Geschwindigkeit, Informationen und Trends verbreiten sich schnell. Weshalb die Marke und das Markenerlebnis, das mit den Stücken einhergeht, wichtiger ist denn je. Bei Kollektionen, die visuell beinahe austauschbar werden, ist das Vertrauen in das Label entscheidend.

4. Die BLICKFANG ist wichtig, weil…

Sie jungen Designlabels die Möglichkeit gibt, direktes Kundenfeedback zu erfahren. Welche Produkte wecken das Interesse der Besucher:innen und welche Produkte verkaufen sich? Es gibt kaum eine wertvollere Information für Designer:innen.

5. Welchen guten Rat würdest du jungen Designer:innen heutzutage mit auf den Weg geben?

Fail Fast. Wenn man einen gestalterischen Drang verspürt, möglichst schnell in die Umsetzung kommen. Und dann immer wieder in den Austausch gehen, Anpassungen machen und sich weiterentwickeln. Das perfekte Produkt entsteht nicht beim ersten Versuch, die eigene Design Handschrift entwickelt sich nur durch Erfahrungen. Und dann ist da noch das Thema AI. Dem sollte man nicht mit zu viel Angst begegnen, sondern die Möglichkeiten, die sich dadurch eröffnen, für den eigenen Gestaltungsprozess nutzen.

Stefanie Bärwald I Journalistin, Wohnredakteurin bei SCHÖNER WOHNEN

Stefanie Bärwald studierte Tanz, Theater- und Kommunikationswissenschaften in Frankfurt am Main, München und Stockholm. Bei Regie-Assistenzen zog sie besonders die Ausstattung in den Bann – von dramatisch fallenden Bühnenvorhängen bis zur richtigen Lichtstimmung. Nach ihrem Volontariat und Festanstellungen als Wohnredakteurin in München kehrte sie dann der Isar den Rücken und zog an die Elbe, um zunächst für LIVING AT HOME und seit 2017 für SCHÖNER WOHNEN zu arbeiten. Ihre Lieblingsthemen und Spezialgebiete? Die wohnliche „Software“, das heißt Heimtextilien jeglicher Art sowie alles rund um Bett und Schlafzimmer. Daneben begeistert sie sich für Styling, Vorher-Nachher-Reportagen, Kinderzimmer-Einrichtung und vor allem die Entdeckung junger Labels sowie der allerneuesten Wohn- und Designtrends.

1. Was macht für dich gutes Design aus?

Gutes Design hat einen gewissen Noch-nicht-gesehen-/Überraschungseffekt für mich. Es ist einzigartig, hat eine ausgezeichnete handwerkliche Verarbeitung und fühlt sich gut an. Es kommt auf die Details an. Gebrauchsgegenstände müssen mich aber auch durch ihre Funktionalität überzeugen. Und: Gutes Design macht ebenso seine Langlebigkeit aus.

2. Welches Designstück hat dich in letzter Zeit begeistert und warum?

Gerade bin ich dabei, die ganzen Neuheiten, die von der Mailänder Möbelmesse eintrudeln zu sichten. Ich selbst konnte nicht auf die Messe, weil mich ein Kreuzbandriss im Vorfeld länger lahmgelegt hat – das Design von Krücken ist optisch definitiv noch ausbaufähig. Begeistern kann ich mich dagegen immer wieder stark für nachhaltiges Textildesign wie zum Beispiel vom dänischen Stoffunternehmen Kvadrat, dem spanischen Teppichlabel Nanimarquina oder dem Hamburger Label M2Rugs. Und kleine, portable Leuchten sind meine absoluten Designlieblinge: unverzichtbar für den Alltag und gute Stimmung zuhause.

3. Wohin wird sich in deinen Augen Möbel-Design in Zukunft entwickeln?

Sowohl für Möbel-/Produkt- als auch Mode-Design führt kein Weg an Nachhaltigkeit vorbei. Ressourcenschonende Produktion und innovative beziehungsweise kreislauffähige Materialien sind ein Muss für das Design der Zukunft. Idealerweise gilt: Weniger ist mehr zugunsten von höherer Qualität. Gleichzeitig sollte gutes Design in der Zukunft auch „demokratisch“ sein, sodass sich nachhaltige Produkte nicht nur eine Elite leisten kann.

4. Die BLICKFANG ist wichtig, weil…

… wir in digitalen Zeiten dringend Foren brauchen, an denen man Kunst, Kreativität und Design real erleben und anfassen, sich in Echtzeit treffen und untereinander austauschen und inspirieren lassen kann. Newcomer:innen haben so die Gelegenheit, ihre Produkte und Ideen spannend vor Publikum zu präsentieren.

5. Welchen guten Rat würdest du jungen Designer:innen heutzutage mit auf den Weg geben?

Seid mutig. Seid authentisch. Vertraut nicht immer nur dem Kopf, sondern auch dem Bauchgefühl. Vernetzt euch gut, aber seid auch mal offline und arbeitet und trefft euch ohne Screen.

Ein tolles Produkt ist der Start, braucht aber unbedingt auch eine kreative Präsentation, professionelle Fotos – heute auch Bewegtbild – und gute PR-Arbeit, um da draußen gesehen zu werden. Entwerft ein Produkt mit Identität und Geschichte.

Henning Riecken I Geschäftsführer Breuninger Hamburg

Henning Riecken ist Diplom-Betriebswirt und Geschäftsführer des 2025 eröffneten Breuninger Flagship-Stores in Hamburg. Der gebürtige Kieler und gelernte Schneider blickt auf über drei Jahrzehnte Erfahrung im Mode- und Lifestyle-Einzelhandel zurück. Nach Stationen bei Peek & Cloppenburg in Düsseldorf und Wien, wo er als Director Retail Management tätig war, wechselte er 2018 zu Breuninger. Dort übernahm er zunächst die Geschäftsführung des Stuttgarter Flagship-Stores, bevor er ab 2020 das Haus in Nürnberg leitete. 2022 wurde Riecken zum Geschäftsführer für den neuen Hamburger Standort berufen.

Schon früh beschäftigte sich Henning Riecken mit Nachhaltigkeit im Modebereich: Seine Diplomarbeit schrieb er über ökologische Kleidungsmarken – ein Thema, das heute aktueller denn je ist. Mit einem klaren Blick für Kundenbedürfnisse, Markeninszenierung und städtisches Leben prägt er die Entwicklung des stationären Einzelhandels mit.

1. Was macht für dich gutes Design aus?  

Mich fasziniert die Kombination aus handwerklicher Gestaltung in Verbindung mit einer überraschenden und kreativen Note, wichtig ist mir die zeitlose Attrakivität eines designten Objektes.

 2. Welches Designstück hat dich in letzter Zeit begeistert und warum?  

Eine Jacke aus blauem Cord, innovativ geschneidert vor 70 Jahren, mit einer Aktualität und einer Qualität, das der Enkel des Schneiders, ein bekannter Koch aus Hamburg, diese immer noch mit Stolz tragen kann.

3. Wohin wird sich in deinen Augen Mode-Design in Zukunft entwickeln?  

Wir brauchen eine Kombination aus neuen Produktionsmethoden, 3D, Einzelfertigung durch KI gestützte Herstellungsprozesse, in Verbindung mit einer gewissen Langlebigkeit und Nachhaltigkeit.

4. Die BLICKFANG ist wichtig, weil … 

…Wir einen Fokus auf kleine Labels und Manufakturen brauchen, die den Gang durch die Instanzen der grossen Unternehmen alleine nicht schaffen können und Sichtbarkeit beim Kunden erzeugen müssen

5. Welchen guten Rat würdest du jungen Designer:innen heutzutage mit auf den Weg geben? 

Immer ein Verständnis für den Markt zu entwickeln, was passiert gerade, wo sind Menschen, die mein Produkt interessieren könnte, keine Angst vor gemeinsamen Aktionen mit großen Playern zu haben, und innovative Fertigungsmethoden mit traditionellen Herstellungsprozessen zu verbinden.

Katharina Roedelius I Gründerin und Geschäftsführerin Lokaldesign

Nach dem Studium der Betriebswirtschaft an der Universität Hamburg und intensiver Arbeit in studentischen Initiativen begann Katharina Roedelius ihre berufliche Laufbahn im Recruiting bei der Strategieberatung BCG. 2011 gründete sie Lokaldesign, ein Einrichtungshaus mit dem Fokus, unabhängige Möbeldesign-Talente zu fördern und ihnen eine Plattform zu geben. Zu den Marken, die sie früh unterstützt hat, zählen unter anderem moebe und tiptoe, die über Lokaldesign erstmals in Deutschland präsentiert wurden. Seit einigen Jahren umfasst das Sortiment auch eine wachsende Auswahl eigener Produkte. Nach Stationen in Rothenburgsort und im Hamburger Schanzenviertel ist Lokaldesign seit 2023 am Fischmarkt – direkt neben dem Stilwerk – beheimatet. Nach fast 15 Jahren blickt sie auf eine bewegte Reise mit vielen mutigen Designgeschichten zurück.

1. Was macht für dich gutes Design aus?  

Gutes Design ist für mich ein Gesamtpaket – es lebt von handwerklicher Qualität, fantastischen Materialien und einer durchdachten Funktion. Ästhetik ist etwas sehr Persönliches, deshalb geht es für mich nicht um allgemeingültigen „guten Geschmack“, sondern darum, dass man spürt: Hier hat sich jemand mit Liebe und Sorgfalt Gedanken gemacht. Ein besonderes Detail, das sich erst beim zweiten Blick erschließt, macht für mich den Unterschied – es schafft eine stille Verbindung zwischen Entwurf und Betrachter. Gutes Design ist etwas sehr Intimes und basiert auf Respekt – gegenüber dem Material, der Idee und dem Menschen, der es nutzt.

 2. Welches Designstück hat dich in letzter Zeit begeistert und warum?  

Mich hat die Drawing Series von Jinil Park aus Seoul beeindruckt. Ihre Möbel wirken wie skizzierte Linien auf einem Blatt Papier – fragil, reduziert, beinahe poetisch, dabei aber aus stabilem Draht gefertigt. Diese scheinbar zweidimensionale Leichtigkeit erzeugt eine starke emotionale Wirkung und fordert unsere gewohnte Wahrnehmung von Möbeln heraus.

3. Wohin wird sich in deinen Augen Möbel-Design in Zukunft entwickeln?  

Unsere Ressourcen sind nicht unendlich – das muss im Design klar und sichtbar werden. Möbelstücke sollten wieder vermehrt auf echte Langlebigkeit, hohe Qualität und Materialien setzen, die uns nicht belasten. 
Gleichzeitig muss Design heute Wandelbarkeit, Gestaltungsfreiheit und individuelle Lebensentwürfe unterstützen. Modularität und Multifunktionalität sind dabei zentrale Ansätze, um zeitgemäßes Wohnen flexibel und verantwortungsvoll zu gestalten.

4. Die BLICKFANG ist wichtig, weil … 

…sie Design zugänglich macht – und zwar nicht nur zum Anschauen, sondern zum Anfassen, Erleben und Diskutieren. Besucher:innen können direkt mit den Designer:innen ins Gespräch kommen, ihre Gedanken hinterfragen, Ideen austauschen und Produkte im echten Leben erfahren. Dieser persönliche Dialog ist in einer zunehmend digitalen Welt – und gerade nach den stillen Jahren der Pandemie – unglaublich wertvoll. Die Blickfang schafft Raum für echtes Miteinander und bringt Design dahin, wo es hingehört: mitten ins Leben.

5. Welchen guten Rat würdest du jungen Designer:innen heutzutage mit auf den Weg geben? 

Bleibt bei eurer gestalterischen Haltung und habt den Mut, Dinge anders zu denken – auch wenn der Weg manchmal unbequem ist. Gutes Design braucht Substanz: Setzt euch intensiv mit Materialien, Verarbeitung und Funktion auseinander – denn Qualität entsteht nicht zufällig. Sucht den echten Austausch, mit anderen Designer:innen genauso wie mit den Menschen, für die ihr gestaltet. Und vor allem: Seid neugierig, empathisch und offen – Design beginnt mit dem Zuhören.

Dag Jansson Perslow ist der kreative Kopf hinter JANSSON Mashup Design. Der Möbeldesigner fertigt Produkte aus altem Hafen-, Brücken- oder Sturmholz an und schenkt dem Holz somit ein zweites Leben. Warum ihm Nachhaltigkeit so wichtig ist, Stegholz seine Werkstatt in ein einzigartiges Dufterlebnis verwandelt und die Peute der perfekte Arbeitsplatz ist, erzählt Dag uns im Interview.

Dag, erzähl doch mal: Wie bist du dazu gekommen, ein eigenes Label zu gründen?

Obwohl ich schon früh wusste, dass ich was mit Möbeln machen wollte, habe ich nach meinem Abi entschieden doch erstmal an die Uni zu gehen, um BWL zu studieren. Erst nach Jahren am Schreibtisch habe ich dann, „die Kurve gekriegt“ und meine eigene Werkstatt aufgemacht, um endlich Dinge zu gestalten, die meine Handschrift tragen und für eine eigene Ästhetik stehen.

Du bezeichnest deine Designs als „Mashup“ – kannst du mir genauer erklären, was das für dich bedeutet?

Mashups sind Musikkompositionen, die so miteinander verwebt werden, dass etwas Neues entsteht, man gleichzeitig aber erkennen kann, was die Grundlagen des Ganzen waren. Bezogen auf meine Möbel kann man klar erkennen, dass sie vom Design der 50er, und 60er inspiriert sind. Gleichzeitig sind Herkunft und verfügbare Menge der Hölzer, die ich verarbeite, maßgeblich für das Designkonzept meiner Möbel. Ich versuche also, meine Möbel elegant zu gestalten und gleichzeitig nicht zu verhehlen, dass es sich um altes Holz mit Fehlstellen und Bohrlöchern handelt, das jahrzehntelang im Wasser gestanden hat.

Was hat dich dazu inspiriert, mit altem Brückenholz oder Hafenholz zu arbeiten?

Zum einen ist Nachhaltigkeit ja schon lange ein Thema, das einen einfach im Alltag begleitet. Nicht alles sofort wegzuwerfen und neu zu kaufen, sondern zu reparieren oder aufzuarbeiten. Mir war also wichtig, dass meine Möbel nicht aus neu produziertem Holz entstehen, sondern aus Altholz. Ich streckte meine Fühler in alle Richtungen aus, das Fachwerk alter Bauernhäuern schien mir zunächst ebenso interessant wie das Holz einer Almhütte in den Bergen. Irgendwann traf ich dann jemanden, der mir sehr deutlich vermittelte, dass das Hüttenholz nun mit Sicherheit nicht an einen Fischkopp wie mich gehen könne. Ich verstand sofort, was er meinte und wusste, als waschechtes Nordlicht sollte ich mich auf maritime Hölzer konzentrieren. So habe ich meine Nische gefunden.

Du arbeitest mit verschiedenen Arten von Holz. Welches Material macht dir am meisten Spaß?

Jedes Holz hat tatsächlich seinen eigenen Charme und seine eigenen Herausforderungen. Die Duckdalben aus dem Hamburger Hafen sind natürlich faszinierend, wenn man die aus dem Wasser zieht, die sind weit über 20 Meter lang und äußerlich extrem verwittert. Sägt man sie auf, dann offenbart sich eine unfassbar schöne, komplett „unberührte“ Textur. Bei Steghölzern aus Lärchenholz ist es etwas ganz Anderes – da liebe ich den köstlichen Geruch von Harz und ätherischen Ölen, der beim Aufsägen die gesamte Werkstatt erfüllt. Dann riecht es hier fast wie in der Sauna.

Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit für dich in deiner Arbeit?

Grundsätzlich bin ich ein Freund davon, Dinge nicht gleich wegzuschmeißen oder sie zu direkt zu ersetzen, wenn mal etwas mit ihnen ist. Deshalb ja die Arbeit mit Altholz. Darüber hinaus geht es beim Thema Nachhaltigkeit für mich aber auch darum, möglichst langlebige Möbel herzustellen. Zeitloses Design in Verbindung mit einer handwerklicher Verarbeitung, die idealerweise ein Leben lang hält.

Welche Herausforderungen ergeben sich für dich, wenn du mit Holz arbeitest, das schon einmal verwendet wurde?

Die Arbeit mit gebrauchtem und verwittertem Holz ist anspruchsvoller als man meinen könnte. Ich arbeite allein und diese großen Holzteile klein zu kriegen ist körperlich extrem anstrengend. Die größte Herausforderung besteht allerdings für mich in der Frage, welche Gebrauchsspuren als charakterbildende Merkmale erhalten und welche ich entfernt sollte. Das Material ist oft verzogen und verwittert und das dementsprechend zu verarbeiten, kann ebenfalls recht schwierig sein. Verwitterung und Verunreinigung stressen außerdem das Werkzeug, das ist natürlich auch eine gewisse Herausforderung. Aber am Ende zählt das Ergebnis, und das ist immer wieder einfach nur schön – gerade bei der Vorstellung, dass das Holz ansonsten den Weg in die Müllverbrennung genommen hätte.

Wie sieht ein normaler Arbeitstag bei dir aus?

Einen „normalen“ Arbeitstag gibt es eigentlich nicht. Meistens schwinge ich mich so gegen neun, halb zehn aufs Rad und fahre an den Deichtorhallen und dem Großmarkt vorbei über die Elbbrücken zu mir auf die Peute. Vorher habe ich bereits ein Stündchen am Küchentisch zuhause Mails beantwortet, Rechnungen geschrieben oder einfach nur die Nachrichtenlage auf Spiegel Online gecheckt.


In der Werkstatt angekommen schaue ich mir an meiner „Jobtafel“ an, was zwingend fertig werden muss – und was vielleicht noch Zeit hat. So verschaffe ich mir immer wieder Gelegenheiten, um Neues auszuprobieren und an Prototypen weiter zu tüfteln – was für mich zu den schönsten Dingen in der Werkstatt zählt und mir die größte Freude bereitet. Dann kann es auch mal später werden, bevor ich in der Abendsonne wieder vom Hof reite.

Wie bist du dazu gekommen, deinen Arbeitsplatz von der Speicherstadt auf die Peute zu verlegen und was bedeutet dein neuer Arbeitsplatz für deine Arbeit?

Hätte man mich früher gefragt, hätte ich mir das gar nicht vorstellen können. Ich dachte, dass mein Atelier in der Speicherstadt durch nichts wirklich zu ersetzen sein würde. Aber mein Atelier war auf der 3. Etage und da musste alles über eine Winde hoch und runtergebracht werden. Solange die Sonne scheint geht das auch alles gut, aber wenn es windet und regnet sieht die Sache schon anders aus. Die Peute ist der perfekte Sehnsuchtsort für mich, der alle Voraussetzungen für Inspiration und kreatives Arbeiten auf ideale Weise zusammenbringt: großzügige Flächen, das Holz liegt buchstäblich vor der Tür und ich kann direkt loslegen.

Was bedeuten Messen wie die BLICKFANG für dich?

Die Blickfang funktioniert richtig gut für mich und ist tatsächlich das einzige Messeformat, das ich nutze. Die Menschen, die kommen, sind designinteressiert und geben wertvolles Feedback, das ist für mich eine wichtige Inspirationsquelle. Insofern möchte ich die BLICKFANG keinesfalls missen und freue mich, auch in diesem Jahr wieder dabei zu sein.

Wo siehst du dein Label in 5 Jahren?

Großartige Pläne schmiede ich eigentlich nicht – schon gar nicht in Zeiten wie diesen. Aber die Möglichkeit frei arbeiten zu können und dabei das Privileg zu haben, dass es Menschen gibt, denen meine Designs gefallen – das erfüllt mich Freude und Dankbarkeit. Und wenn das in 5 Jahren immer noch so sein sollte, wäre ich doch sehr glücklich.

Entdecke weitere spannede Interviews mit unseren Designlabels in unserem Journal!

Helmut Wegner Gründer von HEL

Helmut Wegner, Gründer und Designer von HEL

Mit HEL – dem Human Equality Label – hat Designer Helmut Wegner eine klare Einstellung in Stoff gefasst: Mode soll mehr sein als Konsum. Sie soll Haltung zeigen, Geschichten erzählen und Menschen in den Mittelpunkt stellen.

Im Interview spricht er über seinen Weg aus der klassischen Modeindustrie, seine Inspiration aus der nordfriesischen Heimat, die Herausforderungen der Nachhaltigkeit und warum echte Veränderung in kleinen Auflagen beginnt. HEL ist keine Marke, die auf Trends setzt – sondern auf Zeitlosigkeit, Verantwortung und das Credo: Human before Fashion. Es geht um Respekt – vor der Umwelt, vor den Menschen, vor dem Produkt.

Ein Gespräch über Mode als politisches Medium, über Secondhand als Statement und darüber, warum ein Kleidungsstück manchmal mehr sagt als Worte.

Was bedeutet der Name HEL für dich persönlich, und wie zeigt sich diese Vision in deinen Kollektionen?

„HEL, das sind die ersten drei Buchstaben meines Vornamens Helmut. Es steckt also etwas sehr Persönliches drin, aber eben nicht nur. HEL steht auch für „Human Equality Label“. Mir war wichtig, dass dieser Begriff für eine Haltung steht: Gleichheit, Diversität, Menschlichkeit. Ich wollte ein Label schaffen, das für diese Werte einsteht, ohne sie als reines Marketing-Tool auszuschlachten. Bei HEL geht es darum, Haltung zu zeigen, nicht darum, einen Trend zu bedienen.

Diese Vision findet sich in vielen Aspekten meiner Arbeit: in der Bildsprache, in der Wahl der Models, in den geschlechtsneutralen Schnitten meiner Kollektionen, aber auch in der Art, wie produziert wird. Gleichheit bedeutet für mich auch, dass die Menschen, die die Kleidung fertigen, dieselbe Wertschätzung erfahren wie diejenigen, die sie tragen. Das ist für mich ein ganz zentraler Punkt.“

Was hat dich inspiriert, HEL zu gründen und dich bewusst gegen die Fast-Fashion-Industrie zu stellen?

„Ich habe eine recht lange Laufbahn in der Modeindustrie hinter mir und irgendwann gemerkt: So wie Mode heute funktioniert, will ich nicht mehr mitmachen. Ich hatte früher Träume von einer riesigen Marke, vom Großen, vom Glanz. Aber während des Studiums und mit wachsender Erfahrung kam die Ernüchterung: Die Modeindustrie ist in vielen Bereichen katastrophal. Umweltverschmutzung, Ausbeutung, Ressourcenverschwendung – das sind reale Probleme.

Ich wollte ein Gegenmodell schaffen. Kein Greenwashing, sondern echte, transparente Nachhaltigkeit. HEL soll ein Label sein, das mit Haltung und Verantwortung gestaltet wird. Ich arbeite mit Stoffüberschüssen, produziere lokal und in Kleinauflagen, und sehe Mode als Instrument, um Sichtbarkeit für wichtige Themen zu schaffen. Ich will zeigen, dass Mode auch anders kann.“

HEL legt großen Wert auf Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung. Was sind die größten Herausforderungen bei der Umsetzung dieses Prinzips?

„Eine der größten Herausforderungen ist die Materialbeschaffung. Ich arbeite mit Reststoffen, oft aus Überschüssen anderer Modemarken. Das heißt aber auch: Ich weiß nicht immer genau, wie nachhaltig diese Stoffe ursprünglich produziert wurden. Es fehlt an Transparenz. Trotzdem ist es für mich nachhaltiger, diese Materialien zu nutzen, als neue zu produzieren.

Und dann gibt’s die Debatte Naturfaser vs. Synthetik: Klar, Naturfasern klingen erst mal besser. Aber wenn man sieht, wie viel Wasser z. B. beim Baumwollanbau verbraucht wird, kommt man auch da ins Zweifeln. Ich nutze auch hochwertige Synthetikstoffe – langlebig und robust. Nachhaltigkeit ist komplex. Für mich bedeutet sie vor allem: Vorhandene Ressourcen nutzen und Produkte schaffen, die bleiben.“

Inwiefern hat deine eigene Sicht auf Mode und Konsum HEL geprägt?

„Ich bin kein typischer Modekonsument. Ich komme aus einer Familie, in der man Dinge aufgetragen hat. Mode war für mich nie reiner Konsum, sondern immer auch Ausdruck. Ich finde, wir müssen wieder lernen, Kleidung zu wertschätzen. HEL steht für genau das: bewusstes Design, faire Produktion, ehrliche Materialien. Ich will nicht, dass Leute jeden Monat was Neues brauchen. Ich will, dass sie ein Teil haben, das ihnen wirklich etwas bedeutet. Und das auch nach Jahren noch tragbar ist – sowohl stilistisch als auch qualitativ.“

HEL nutzt Stoffüberschüsse anderer Modemarken und fertigt in Kleinauflagen. Wie wählst du die Materialien aus, und wie beeinflussen sie das Design?

„Ich arbeite fast ausschließlich mit Überhangstoffen. Was ich finde, beeinflusst, was ich mache. Manchmal habe ich nur zwei Meter von einem Stoff – daraus entsteht dann ein Unikat. Ich gestalte also oft aus der Ressource heraus. Das macht den Prozess sehr spannend und sorgt gleichzeitig für diese besondere Individualität. Es zwingt mich auch dazu, flexibel zu bleiben und mich nicht in Standardisierung zu verlieren. Gleichzeitig werden Design und Produktion bewusster, weil ich mit dem arbeite, was bereits existiert.

Ich produziere saisonunabhängig, wenn Bedarf da ist oder Stoffe verfügbar sind. Meine Teile sollen nicht nach drei Monaten out sein. Sie sollen langlebig sein – in ihrer Qualität und in ihrer Aussage. Viele Designs sind Unikate oder extrem limitiert. Manche Teile gibt es nur fünf- bis zehnmal auf der ganzen Welt. Oder nur ein einziges Mal. Das schafft automatisch eine gewisse Exklusivität. Die Reaktion der Kund:innen auf diese Limitierung ist oft überwältigend. Viele freuen sich riesig, ein Teil zu besitzen, das wirklich einzigartig ist. Eine Kundin trug ein Unikat auf einer Hochzeit in Frankreich und wurde so oft angesprochen, dass sie mir später schrieb: „Ich war so stolz sagen zu können, dass es dieses Kleid nur einmal auf der Welt gibt.“ Das sind die Geschichten, die HEL ausmachen.“

Welche Vorteile hat es, Kleidung lokal in Hamburg und auf Sylt zu fertigen, anstatt global zu produzieren? Warum ist dir die lokale Produktion so wichtig?

„Weil sie für mich alles bedeutet. Ich kenne die Menschen, die für HEL arbeiten. Ich kann mit dem Rad zur Schneiderei fahren und direkt Dinge besprechen. Das schafft eine Verbindung, die ich nie hätte, wenn irgendwo in Asien produziert würde. Klar ist das teurer. Aber lieber produziere ich mal nicht, als Kompromisse in der Ethik zu machen. Außerdem finde ich es wichtig, wieder Vertrauen in Deutschland als Textilstandort zu setzen. Es gibt hier großartige Schneider:innen, Know-how und Qualität. Warum das nicht nutzen?

Ein weiterer wichtiger Punkt ist für mich der Umweltaspekt. Ich möchte diese irrsinnig langen Transportwege, die bei globaler Produktion üblich sind, einfach nicht in Kauf nehmen. Kleidung, die um die halbe Welt reist, belastet das Klima enorm. Das widerspricht komplett meinem Anspruch an Nachhaltigkeit. Ich finde es unsinnig, ein Kleidungsstück tausende Kilometer reisen zu lassen, nur weil es woanders ein paar Euro günstiger produziert werden kann. Da bin ich lieber transparent, produziere lokal, und spare dadurch CO₂ und Ressourcen.“

HEL repräsentiert Vielfalt und Menschlichkeit. Wie setzt du diesen Ansatz in deinen Designs um?

„Vielfalt ist für mich kein Trend, sondern ein Grundpfeiler. Ich arbeite mit diversen Models, mit geschlechtsneutralen Schnitten und Kooperationen mit Künstler:innen aus unterschiedlichen Bereichen. In meinem Imagevideo sieht man z. B. Menschen aller Hautfarben, sexuellen Orientierungen und Körperformen. Das Teil selbst sagt oft gar nicht mehr: „Ich bin für Mann“ oder „Ich bin für Frau“. Und genau so soll es sein. Die Menschen, nicht das Geschlecht oder der Körper, stehen im Mittelpunkt.

Das Credo für meine Arbeit lautet „Human before Fashion“ – Mode ist toll, aber sie darf nie wichtiger sein als die Menschen dahinter. Der Mensch, der schneidert, näht, entwirft, ist wichtiger als das Produkt. Und auch der Mensch, der es trägt. Gerade in Zeiten von Spaltung, Rassismus, Homophobie ist das für mich essenziell. HEL soll zeigen, dass es um mehr geht als Oberfläche. Kleidung trägt Statements – und HEL trägt die Aussage: Der Mensch zählt mehr als das Kleidungsstück.“

Gibt es in deiner Kollektion ein Kleidungsstück mit besonderer Bedeutung für dich?

„Meine Bolerojacke „Frisia“. Der allererste Entwurf dieser Jacke stammt tatsächlich aus meiner Abschlusskollektion im Studium. Damals habe ich mich intensiv mit dem Thema friesische Tracht auseinandergesetzt – ich komme ja aus Nordfriesland – und wollte traditionelle Elemente in einen modernen Kontext übertragen. Die Idee war es, ein Stück zu schaffen, das meine Wurzeln widerspiegelt, aber gleichzeitig tragbar und zeitgemäß ist.

Die Jacke war ursprünglich ein Experiment – relativ kurz geschnitten, mit auffälligen, opulenten Ärmeln, ein bisschen spielerisch gedacht. Ich hätte nie gedacht, dass genau dieses Teil sich zu einem meiner Bestseller entwickeln würde. Dass etwas so Persönliches, das so eng mit meiner eigenen Geschichte und Herkunft verbunden ist, bei so vielen Menschen Anklang findet, freut mich riesig. Es zeigt mir, dass Authentizität und individuelle Geschichten auch im Design spürbar und wertgeschätzt werden können. Und genau darum geht es ja bei HEL: Persönlichkeit, Geschichte, Haltung – sichtbar gemacht durch Mode.“

Neben den eigenen Kollektionen bietet ihr auch Second-Hand-Mode und Accessoires an. Was war der Gedanke hinter „2ND HEL“?

„Ich komme aus dem Secondhand-Bereich, habe dort gearbeitet und selbst viel getragen. Second HEL ist mein Versuch, gute Stücke weiterzugeben und den Lebenszyklus eines bereits gefertigten Produktes zu verlängern. Vor allem Schuhe und Accessoires. Ich finde die Teile über Bekannte, Plattformen oder aus dem eigenen Netzwerk. Wichtig ist: Sie müssen stilistisch zu HEL passen und meinen Werten entsprechen. Marken, die für ausbeuterische Produktion bekannt sind, nehme ich nicht auf – auch wenn sie begehrt sind. Es geht um Qualität, Haltung und einen fairen Preis.“

Was bedeutet dir die Teilnahme an der BLICKFANG?

„Die BLICKFANG ist für mich ein großartiges Format. Sie bietet eine der seltenen Gelegenheiten, bei denen man wirklich direkt mit den Kund:innen ins Gespräch kommt. Dort kann ich nicht nur meine Kollektion zeigen, sondern auch erklären, was dahintersteckt: die Idee, die Haltung, die Produktion, die Materialien. Es ist ein Ort für ehrlichen Austausch, und die Menschen, die zur BLICKFANG kommen, interessieren sich auch wirklich für das, was du tust – das ist ein ganz anderes Publikum als bei klassischen Verkaufsmessen.

Was ich außerdem toll finde, ist der Austausch mit den anderen Aussteller:innen. Viele verfolgen ähnliche Werte, haben eigene Geschichten und Perspektiven, und das inspiriert ungemein. Es entsteht ein echtes Gemeinschaftsgefühl – man hat nicht das Gefühl, in Konkurrenz zu stehen, sondern eher, gemeinsam an einer besseren Idee von Mode zu arbeiten. Für HEL ist die BLICKFANG deshalb nicht nur eine Verkaufsplattform, sondern auch eine wichtige Bühne für Dialog, Bewusstsein und Begegnung.“

Was möchtest du mit HEL langfristig erreichen und was wünschst du dir von der Modeindustrie?

„Ich will ein Umdenken im Konsumverhalten. Konsument:innen haben so viel Macht Dinge zu verändern allein durch ihr Kaufverhalten, diese Macht muss genutzt werden. Mehr Bewusstsein, mehr Fragen, mehr Wertschätzung. Ich möchte wachsen, ohne mich zu verbiegen. Eigene Läden, mehr Kooperationen oder soziale Projekte. HEL soll zeigen, dass Mode beständig sein kann, dass Handwerk zählt und dass es eben nicht normal ist, Kleidung wie Wegwerfware zu behandeln.

Von der Modeindustrie wünsche ich mir mehr Verantwortung. Die großen Player hätten das Kapital, die Reichweite, den Einfluss. Aber sie nutzen ihn oft nicht. Stattdessen Greenwashing, leere Versprechen, immer weiter, immer schneller. Ich wünsche mir Ehrlichkeit, Mut zum Wandel und den Willen, fair und nachhaltig zu produzieren. Wenn wir kleinen Labels es schaffen, warum dann nicht auch die Großen?“

Auf der BLICKFANG Hamburg 2025 kannst du Helmut vom 16.-18. Mai persönlich kennenlernen, die neue Kollektion von HEL live entdecken und deine liebsten Teile direkt mitnehmen!

Jetzt Tickets sichern!

Du liebst Design, das mehr ist als nur schön – individuell, inspirierend und mit Haltung? Dann solltest du dir die BLICKFANG Hamburg auf keinen Fall entgehen lassen. Hier trifft kreative Energie auf kuratierte Qualität, hier entstehen Begegnungen, die bleiben. Die BLICKFANG ist weit mehr als eine klassische Designmesse: Sie ist ein lebendiger Ort für Austausch, Entdeckungen und echte Lieblingsstücke.

In der einzigartigen Atmosphäre erwarten dich handverlesene Labels aus ganz Europa, persönliche Gespräche mit den Designer:innen und Produkte, die Geschichten erzählen. Und das Beste: Alles, was du hier siehst, kannst du direkt mitnehmen – Design zum Anfassen, Erleben und Verlieben.

Wir haben fünf gute Gründe für dich, warum ein Besuch auf der BLICKFANG Hamburg 2026 ein absolutes Must ist:

1. Kuratierte Vielfalt mit Persönlichkeit

Freu dich auf rund 100 unabhängige Designlabels, die mit viel Leidenschaft und einem klaren Anspruch gestalten. Jedes Produkt ist sorgfältig ausgewählt – keine Massenware, sondern echte Unikate mit Charakter. Hier triffst du die Menschen hinter den Ideen persönlich und bekommst Einblicke in ihre Arbeitsweise, Inspirationen und Visionen.

2. Design, das zu dir passt

Über 3.000 ausgewählte Designobjekte warten darauf, von dir entdeckt zu werden. Von ausdrucksstarken Möbeln bis hin zu einzigartigem Schmuck findest du hier besondere Stücke, die deinen Stil perfekt ergänzen. Und das Beste daran: Du kannst deine neuen Lieblingsstücke direkt mit nach Hause nehmen. 

3. Inspiration mit Haltung

Die BLICKFANG steht für Design, das Verantwortung übernimmt. Unsere Ausstellenden setzen auf nachhaltige Materialien, faire Produktionsbedingungen und langlebige Konzepte. Hier erlebst du, wie Gestaltung und Bewusstsein zusammenkommen – und wie die nächste Generation von Designer:innen unsere Zukunft aktiv mitgestaltet.

4. Internationale Perspektiven

Design kennt keine Grenzen: Entdecke spannende Einflüsse aus ganz Europa und darüber hinaus. Labels aus Ländern wie Dänemark, Italien, Österreich, Spanien oder Kanada bringen ihre kulturellen Perspektiven mit und schaffen so eine inspirierende Vielfalt, die neue Blickwinkel eröffnet und Trends neu denkt.

5. Ein Erlebnis für alle Sinne

Die BLICKFANG ist mehr als eine Ausstellung – sie ist ein Erlebnis. Du kannst Materialien fühlen, Formen entdecken, dich treiben lassen und immer wieder Neues entdecken. Gespräche, Inspiration und besondere Fundstücke verschmelzen zu einem Tag, der lange nachwirkt.

Die BLICKFANG Hamburg 2026 zeigt, wie lebendig, vielfältig und persönlich Design heute sein kann. Ein Ort, an dem du nicht nur Produkte entdeckst, sondern auch Geschichten, Ideen und Menschen, die dahinterstehen.

Modedesigner Ben Weide

Ben Weide ist kein gewöhnlicher Modemacher – er denkt Mode neu und revolutioniert die Business Wear. Mit seinem Label vereint er das Beste aus zwei Welten: die Funktionalität von Outdoor-Wear und die Eleganz von Business-Mode. Statt steifer Anzüge gibt’s bei ihm smarte Hybrid-Looks wie den „Suiddy“ – eine stylishe Mischung aus Suit und Hoody. Seine Kleidung ist gemacht für Männer, die sich nicht zwischen Komfort und Stil entscheiden wollen. Produziert wird direkt vor den Toren Berlins, fair und nachhaltig. Bei Ben Weide gibt’s keine Massenware, sondern echte Lieblingsstücke mit Charakter. Wer ihn trifft, merkt schnell: Hier brennt jemand für seine Vision – und steckt damit an!

Im Interview verrät Ben, wie ihn persönliche Bedürfnisse zur Outdoor2Business-Wear inspirierten, warum er auf kurze Produktionswege setzt und wie er es schafft, Mode und Nachhaltigkeit unter einen Hut zu bringen.

Ben, du bist als Quereinsteiger in die Modebranche gekommen und hast trotzdem mit deinem Label großen Erfolg erzielt. Was hat dich dazu bewegt, in eine für dich zunächst fremde Branche einzusteigen, und welche Herausforderungen hast du dabei erlebt? 

„Ja, ich habe tatsächlich vorher BWL und Englische Literatur studiert – das Studium in London war ein echter 180-Grad-Change für mich. Ich wollte was Eigenes machen, etwas mit Substanz. Anfangs waren wir auf der Fashion Week, aber das war für Männermode total irrelevant und einfach nur teuer. Der Einstieg war nicht leicht – ohne Netzwerk und Background musst du doppelt liefern, um ernst genommen zu werden.“

Du hast das Konzept der Outdoor2Business-Wear entwickelt. Was genau verstehst du unter diesem Begriff, und welche praktischen Vorteile bietet diese Art von Mode im Alltag der Träger?

„Vorher habe ich bundesweit Energiesparlösungen vertrieben – war also ziemlich viel unterwegs, viel im Außendienst. Dabei habe ich selbst nach Mode gesucht, die tragbar, waschbar und langlebig ist. Genau daraus ist dann die Idee zur Outdoor2Business-Wear entstanden: Kleidung, die den Komfort und die Funktionalität von Outdoor-Wear hat, aber gleichzeitig bürotauglich aussieht. Praktisch heißt das: Du kommst nicht verschwitzt oder verknittert zum Termin, musst nicht ständig in die Reinigung, und sie hält einfach länger durch – im Alltag genauso wie auf Reisen.“

Deine Kollektionen für Ben Weide zeichnen sich durch innovative Kreationen aus, wie den Suiddy einem Mix aus Suit und Hoody, der Sportlichkeit mit Eleganz kombiniert. Was war die Inspiration für diesen Mix, und warum denkst du, dass er so gut ankommt?

„Wir haben eigentlich immer Cross-Over gemacht: Es gibt den Suiddy, aber auch den Voody – eine Mischung aus Weste und Hoody – oder das Sacket, eine Kombination aus Sakko und Jacket. Ich selbst habe eine klassische Rein-Raus-Jacke gesucht, etwas für den Alltag – ob auf der Baustelle oder dem Fahrrad. Sie sollte trocken halten, gut aussehen und easy zu pflegen sein. Diese Mischung aus Funktion und Stil spricht viele an, weil sie das Leben einfach unkomplizierter macht – und dabei trotzdem gut aussieht.“

Nachhaltigkeit ist ein wesentlicher Bestandteil deines Labels, angefangen bei den verwendeten Materialien bis hin zur Produktion in der Nähe von Berlin. Warum hast du dich entschieden, in der Region zu produzieren, und welche Herausforderungen bringt diese Entscheidung mit sich?

„Wir haben von Anfang an den Weg als umweltschädlichstes Kriterium verstanden. Ich habe damals sogar meine Masterarbeit über das Label geschrieben – und mir wurde klar: Eine Jacke aus Öko-Wolle, die in Asien gefertigt und dann per Flieger nach Deutschland kommt, ist einfach eine Umweltsünde. Unsere Stoffe kommen aus Deutschland und Österreich, die kann man waschen, und wir arbeiten seit über 12 Jahren mit denselben Tuchmachern zusammen. Die Produktion in der Nähe von Berlin ist eine bewusste Entscheidung – für kurze Wege, faire Bedingungen und volle Kontrolle. Klar, das ist teurer und aufwändiger, aber dafür auch ehrlich und nachhaltig.“

In deiner Arbeit kombinierst du verschiedene feine Tierhaare wie Merino, Kaschmir und Vikunja. Wie wählst du das richtige Material für jedes Design, und welche Eigenschaften dieser edlen Materialien begeistern dich besonders?

„Es ist purer Luxus, diese edlen Materialien verwenden zu dürfen. Ein Kunde hat mal von der „Erotik der Materialien“ bei uns gesprochen – das fand ich ziemlich treffend. Ich liebe Kaschmir, und eine Jacke, die über viele Jahre Freude macht, sollte von bester Qualität sein. Für jedes Design überlegen wir genau: Was muss das Teil können, wie soll es sich anfühlen, wie lange soll es halten? Lieber einmal etwas Vernünftiges kaufen als zehnmal billige Fast-Fashion. Qualität spürt man einfach – und sie bleibt.“

Du arbeitest für fast alle deine Designs mit Loden. Was macht Loden zu einem besonderen Material für deine Designs, und warum hast du dich entschieden, diesen Stoff in deinen Kollektionen zu verwenden? 

„Loden ist langlebig und sehr strapazierfähig – genau das, was wir suchen. Natürlich ist ein Kaschmirloden feiner und sensibler als ein robuster Bio-GOTS-Loden von deutschen Schafen, aber beide haben ihre Berechtigung. Für den Sommer arbeiten wir auch mit Baumwolle oder leichten Tweed-Stoffen – die sind fluffig, leicht und bringen mehr Luftigkeit rein. Loden gibt uns die Möglichkeit, zeitlose Stücke zu schaffen, die funktionieren – draußen wie drinnen, elegant und trotzdem praktisch.“

Die Kombination aus Outdoor-Elementen und Business-Designs hebt dein Label hervor. Welche funktionalen Eigenschaften müssen Kleidungsstücke heute haben, um den Bedürfnissen von modernen, aktiven Männern gerecht zu werden?

„Ich bin gerade auf dem Weg zur Cyclingworld, und wir stellen auch auf der Velo aus – alle unsere Jacken sind fahrradtauglich. Aber sie funktionieren eben nicht nur auf dem Rad: Mein Vater trägt sie zum Golfen, meine Schwester hält gerne Vorträge darin und nutzt sie auf Reisen. Genau darum geht’s – moderne Kleidung muss mit dem Leben mitgehen. Sie soll funktional sein, bequem, wetterfest und trotzdem stilvoll. Einfach anziehen und los – egal, wohin der Tag führt.“

Das Label Ben Weide legt großen Wert auf Limited Editions. Was bedeutet diese Exklusivität für dich und deine Kunden, und wie beeinflusst sie den gesamten Designprozess?

„Wir bieten unseren Kundinnen und Kunden immer etwas Neues – das ist uns wichtig. Besonders edle Teile gibt es bei uns nur in kleinen Stückzahlen. Unsere langjährigen Kund:innen wissen das und kommen auf Messen wie der Blickfang schon am Freitag, weil manche Jacke wirklich nur ein einziges Mal in genau dieser Größe existiert. Diese Exklusivität macht jedes Teil besonders – und beeinflusst natürlich auch den Designprozess: Wir können experimentieren, mutiger sein, und genau das macht den Reiz aus – für uns und für die, die es tragen.“

Du nimmst seit Jahren an den Blickfang Designmessen teil. Welche Rolle spielt die direkte Interaktion mit den Besucher:innen auf der Blickfang und anderen Events für dich und dein Label? Hast du hier besonders prägende Begegnungen gemacht?

„Blickfang ist für uns eine der Messen mit der besten Kundeninteraktion. Ich habe manchmal Kunden schon im Kopf, für die ich dann eine passende Weste entwerfe oder das ideale Hemd zur Jacke. Viele bringen sogar ihre Jacken aus den Vorjahren mit, und dann suchen wir gemeinsam die perfekte Ergänzung dazu raus. Diese Nähe ist super wertvoll – da entstehen echte Gespräche, ehrliches Feedback und oft auch richtig schöne, persönliche Begegnungen, die einen lange begleiten.“

Da du schon an verschiedenen Blickfang-Standorten mit dabei warst, kannst du uns verraten wie sich die Besucher:innen und die Atmosphäre von Messe zu Messe unterscheiden? Gibt es besondere Herausforderungen oder Chancen, die du bei den verschiedenen Veranstaltungen erlebt hast?

„Ich mag die unterschiedlichen Standorte – als gebürtiger Bremer der in Hamburg geheiratet hat bin ich natürlich sehr gerne im Norden. Die Schweiz erinnert mich an meine Jugend, wenn ich meine Tante in Basel besucht habe, und Stuttgart… da hatte ich mal eine Liebe. Jeder Ort hat seinen eigenen Vibe, sein eigenes Publikum. Manche sind eher zurückhaltend, andere super offen und direkt.“

Auf der BLICKFANG Hamburg 2025 kannst du Ben vom 16.-18. Mai persönlich kennenlernen, die neue Kollektion von Ben Weide live entdecken und deine liebsten Teile direkt mitnehmen!

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Wenn sich die Türen der Blickfang Hamburg öffnen, erwartet Besucher:innen ein inspirierendes Universum aus Design, Handwerkskunst und innovativen Ideen. Besonders Familien dürfen sich freuen, denn die Messe zeigt, dass gutes Design nicht nur schön, sondern auch spielerisch, funktional und nachhaltig sein kann – perfekt für kleine Entdecker:innen!

Müller Small Living – Minimalismus trifft Multifunktionalität

Die Stapelliege von Müller Small Living  im Kinderzimmer

Kinderzimmer sind oft wahre Alleskönner: Schlafen, Spielen, Lernen und Stauraum auf wenigen Quadratmetern. Müller Small Living aus Norddeutschland hat es sich zur Aufgabe gemacht, multifunktionale Möbel zu entwerfen, die all das möglich machen. Das Unternehmen kombiniert minimalistisches Design mit Funktionalität, um eine umweltbewusste Lebensweise auch auf kleinstem Raum zu fördern.. Die hochwertigen, modularen Möbel aus robustem Birkenschichtholz aus Finnland bieten flexible Lösungen für große Altbau-Lofts ebenso wie für kompakte Wohnungen.

Als Familienunternehmen in fünfter Generation setzt Müller Small Living auf Nachhaltigkeit und produziert in Bockhorn mit CO₂-neutralen Technologien. Die Möbel wachsen mit den Bedürfnissen von Klein und Groß und überzeugen durch langlebige Materialien und innovative Details, die nicht nur Kinderzimmer, sondern auch Wohnräume aufwerten.

Frechling® – Spielzeug, das Bewegung und Kindheit vereint

Frechling® aus Stuttgart steht für Bewegungsspielzeug aus natürlichen Materialien. Hinter der Marke stehen die Gründer Felix und Felix, die auf einem Demeter-Bauernhof aufwuchsen und ihre Liebe zur Natur sowie zur kindlichen Neugier in ihre Produkte einfließen lassen. Basierend auf den Ansätzen von Pikler und Montessori entstehen Spielgeräte, die den natürlichen Bewegungsdrang fördern und zugleich die motorischen Fähigkeiten schulen.

Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung sind für Frechling® selbstverständlich. Alle Spielzeuge werden in Deutschland von Hand gefertigt, aus heimischen Hölzern und unter minimalem Verschnitt. Eine 18-jährige Garantie unterstreicht die Langlebigkeit der Produkte, die Kinder über viele Jahre begleiten. Kletterbögen, Fahrzeuge und kreative Bewegungsspielzeuge entstehen in enger Zusammenarbeit mit Kindern und machen aus jedem Spiel eine kleine Entdeckungsreise.

Minu Maju – Zurück zur Haptik: Kreativität in 3D erleben

Minu Maju entstand aus einer Idee von drei Berliner Freundinnen: Claudia, Milena und Susanne. 2020 begannen sie gemeinsam mit befreundeten Produktdesignern an einem neuen Konstruktionsspielzeug zu arbeiten. Ihre Vision: Ein kreatives Spielerlebnis fernab von virtuellen Welten, das die Sinne anspricht und die Fantasie beflügelt. 2021 gründeten sie schließlich Minu Maju – und es hat Klick gemacht!

Die Klicksticks werden in einem familiengeführten Spritzguss-Unternehmen im Schwarzwald gefertigt. Sie bestehen aus einem nachhaltigen Holzkomposit, bei dem Rückstände aus der Holzindustrie zu einem Bioverbundstoff verarbeitet werden. Die verwendeten Holzhackschnitzel stammen aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern. Sowohl das Material als auch die fertigen Klicksticks sind 100% „Made in Germany“ und vollständig recyclingfähig.

Das einfache Klick-Prinzip ermöglicht unzählige Möglichkeiten, abstrakte Figuren und Kunstwerke zu bauen und fördert spielerisch räumliches Denken, Geschicklichkeit und Geduld – ein Spaß für Kinder und Erwachsene gleichermaßen!

LOGGOS – Bauspaß aus Holz für alle Generationen

LOGGOS ist die perfekte Symbiose aus Design, Spiel und Funktionalität. Das zeitlose Stapelspiel aus deutschem Buchenholz und kanadischem Nussbaum begeistert Jung und Alt. Mit einer speziellen Grip-Folie ausgestattet, bieten die LOGGOS-Bausteine eine besondere Stabilität, sodass auch kreative Bauwerke sicher stehen – oder bewusst kippen können. Ob alleine, mit Freunden oder sogar einem Fremden: LOGGOS schafft Begegnungen und fördert die Verbindung über Generationen hinweg.

Neben motorischen, kognitiven und kreativen Fähigkeiten trainieren die LOGGOS-Bausteine auch das Verständnis für physikalische Prinzipien und räumliches Denken. Diese spielerischen Eigenschaften machen LOGGOS nicht nur zu einem Spielzeug, sondern auch zu einem wertvollen Hilfsmittel in der Ergotherapie, bei der Arbeit mit Demenzpatient:innen und zur Förderung bei ADHS. Die Bausteine werden in regionalen, inklusiven Werkstätten in Stuttgart gefertigt, wobei Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung im Mittelpunkt stehen.

Design für die ganze Familie erleben!

Die Blickfang Hamburg bietet nicht nur stilvolle Möbel und Wohnaccessoires, sondern auch kreative Ideen für Kinder. Hier können Eltern und Kinder gemeinsam entdecken, wie Design den Alltag schöner und funktionaler machen kann. Freuen Sie sich auf inspirierende Produkte, interessante Gespräche mit den Macher:innen und jede Menge Spielspaß!

Also, liebe Eltern und Designliebhaber:innen, kommt zur Blickfang Hamburg und lasst euch von innovativen Ideen für euer Zuhause begeistern! Ein Besuch lohnt sich garantiert!

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