In der Welt der Küchengestaltung gibt es einige wenige Unternehmen, die den Status quo herausfordern und neue Wege beschreiten. bokue Küchen ist eines dieser innovativen Labels, das mit seinem frischen Ansatz die Branche aufmischt. Gegründet von zwei langjährigen Weggefährten, vereint bokue handwerkliche Präzision mit zeitlosem Design und überraschenden Features. Und das alles ökologisch und nachhaltig durchdacht.

Eine Partnerschaft, die Funken schlägt

Die Geschichte von bokue beginnt vor etwa 30 Jahren in Bielefeld, als sich die Gründer Bastian Demmer und Oliver Bahr kennenlernten. Zwei kreative Köpfe, deren Wege sich immer wieder kreuzten, bis sie schließlich beschlossen, ihre Talente dauerhaft zu bündeln. „Wir begeistern uns für das Gleiche, können uns aber auch gegenseitig gut weiterbringen, weil wir unterschiedliche Dinge einbringen.“ stellt Oliver fest. Er, mit Hintergrund in Tischlerei und Designstudium, bringt den impulsiven, künstlerischen Touch ein. Bastian, nicht minder kreativ und zudem technikbegeistert, sorgt für die Umsetzbarkeit der Ideen. Diese Symbiose aus Kreativität und Realitätssinn bildet das Fundament für die einzigartigen Küchenkonzepte. Übriges, auch wenn der Name an einen berühmten Sternekoch erinnert, bedeutet bokue Bastian, Oliver, KUEche. Nouvelle cuisine eben!

Bastian Demmer und Oliver Bahr, die Gründer von bokue

Von Garderoben und Statthockern zu Küchenträumen

Bevor bokue Küchen das Licht der Designwelt erblickte, entwarf Designer Oliver Bahr unter anderem die Garderobe Pin Coat, die als „wohl der lässigste Kleiderständer der Designgeschichte“ gilt und seit Jahren bei Nils Holger Moormann im Programm ist. Gemeinsam sorgten die Gründer zum ersten Mal 2023 für Furore mit ihren „statthockern“ – Sitzmöbel, die aus ausrangierten Straßenlaternen gefertigt wurden. Dieser Upcycling-Gedanke und die Fähigkeit, in scheinbar Alltäglichem das Besondere zu sehen, sollten prägend für ihre weitere Arbeit sein.

Die bokue-Revolution: Mehr als nur Küche

Was bokue in der Küchenwelt abhebt, ist ihr einzigartiger Ansatz, eine Modulküche „um die Ecke“ zu denken. Sie haben es geschafft, die Vorteile einer Einbauküche mit der Anmut einer Modulküche zu verbinden. Diese innovative Kombination ermöglicht es Kunden, ihre Küche dem Raum optmal anzupassen, ohne dabei auf die Stabilität und die optische Tranparenz einer Modulküche verzichten zu müssen.
Dazu kommt ihr Fokus auf die „versteckten Werte“. Während viele Küchenhersteller mit auffälligem Design locken, aber im Inneren standardisierte Lösungen verwenden, geht bokue den umgekehrten Weg. „Die versteckten Werte sind eigentlich die wichtigen Werte. Das ist ja beim Menschen auch so.“ sagen Oliver und Bastian grinsend.
Ihre Küchen begeistern auf den ersten Blick durch klare Linien und reduzierte Ästhetik. Ein weiterer Wow-Effekt entfaltet sich dann beim Öffnen der Schränke und Schubladen oder wie Oliver zusammenfasst: „Viele kommen zu uns an den Stand, sehen die Küche und sagen ’nicht schlecht‘. Und dann machen sie den Schrank auf und sagen ‚geil‘.“

Ein Highlight im Küchenbau

Ein Merkmal der bokue-Küchen ist nämlich der patentierte Schubkasten. Anders als bei herkömmlichen Systemen verzichtet bokue auf vorgefertigte Aluminiumzargen. Stattdessen haben sie eine Konstruktion entwickelt, die ohne fest montierten Boden auskommt und dennoch höchste Stabilität gewährleistet. Dies ermöglicht den Einsatz des innovativen Wendebodens – ein simples, aber geniales Feature.
Beim Wendeboden entscheidet man selbst, ob man das zu lagernde Gut auf leisen Wollfilz bettet oder auf hygienischem Linoleum.

Handwerk trifft Hightech

In der Fertigung setzt bokue auf eine Mischung aus traditionellem Handwerk und modernster Technologie. Jede Küche wird individuell gefertigt, wobei die Gründer großen Wert auf Nachhaltigkeit und Langlebigkeit legen. Die Verwendung hochwertiger Materialien wie Holz und Metall unterstreicht den Anspruch, Küchen zu schaffen, die nicht nur funktional, sondern auch ästhetisch überzeugen.

Der Weg zur perfekten Küche – Vom Impuls zur Innovation

Die Entwicklung neuer Ideen bei bokue folgt keinem starren Schema. Oft entstehen Innovationen aus spontanen Einfällen, die dann in einem kreativen Prozess weiterentwickelt werden. Dabei ergänzen sich die Stärken der beiden Gründer perfekt: Olivers impulsive Kreativität trifft auf Bastians strukturiertes Denken. Das Ergebnis sind Küchenkonzepte, die sowohl überraschen als auch überzeugen.

Detailverliebtheit als Markenzeichen

Was bokue auszeichnet, ist ihre akribische Herangehensweise an jedes Detail. Selbst scheinbar simple Lösungen wie der Wendeboden in den Schubladen sind das Ergebnis langer Entwicklungsprozesse. Diese Liebe zum Detail mag manchmal den Fortschritt bremsen, garantiert aber Produkte von höchster Qualität und Durchdachtheit.

bokue: Die Zukunft der Küche?

In einer Branche, die oft von Massenproduktion und kurzlebigen Trends dominiert wird, setzt bokue auf Individualität und Zeitlosigkeit. Ihre Küchen sind mehr als nur funktionale Räume – sie sind Ausdruck einer Lebensphilosophie, die Wert auf Nachhaltigkeit, Ästhetik und Innovation legt.
Mit ihrem Ansatz, das Besondere im Verborgenen zu suchen und Funktionalität mit elegantem Design zu verbinden, könnte bokue wegweisend für die Zukunft der Küchengestaltung sein. Für Bastian und Oliver ist die Küche eine Werkstatt, oder besser ein Atelier für Kochkunst.

Zusammengefasst: Was macht eine bokue-Küche so besonders?

  1. Minimalistische Ästhetik: klare Linien und reduzierte Formen, die zeitlos elegant wirken.
  2. Materialharmonie: Die geschickte Kombination von Holz und Metall schafft einen warmen, aber modernen Look.
  3. Versteckte Innovationen: Die wahren Design-Highlights offenbaren sich oft erst beim genaueren Hinsehen oder bei der Nutzung.
  4. Flexibilität durch Modularität: Trotz des möbelhaften Erscheinungsbildes einer Modulküche bietet bokue die optimal Raumnutzung einer Einbaküche.
  5. Nachhaltige Materialwahl: Der Fokus auf hochwertige, langlebige Materialien unterstreicht den Anspruch an Nachhaltigkeit und Qualität.

Durch diese einzigartigen Designmerkmale schafft bokue Küchen, die nicht nur funktional überzeugen, sondern auch ästhetisch begeistern. Sie beweisen, dass Innovation nicht immer laut sein muss, sondern oft in den Details steckt, die den Alltag in der Küche spürbar verbessern.
Wann also bokue das nächste große Ding in der Küchenwelt wird, und Bastian und Oliver ihre Manufaktur vergrößern müssen, ist nur eine Frage der Zeit.
Sicher ist jedoch, dass ihre Kreationen schon jetzt Design-Enthusiasten und Küchenliebhaber gleichermaßen begeistern. Mit ihrer Mischung aus Handwerkskunst, Innovationsgeist und Detailverliebtheit haben sie das Potenzial, die Art und Weise, wie wir über Küchen denken, nachhaltig zu verändern.

Marc Gerber hat mit seinem Label mageceramics seine unverwechselbare Handschrift gefunden: Außenseitig unglasierte Keramik und vom Drehen gezeichnete Oberflächen. Im Gespräch erzählt er uns, wie sein Label entstanden ist, welche Techniken er verwendet und woher er seine Inspiration nimmt. 

Marc, erzähl doch mal, wie ist dein Label überhaupt entstanden und welche Ideen stecken dahinter? 

Die Geschichte meines Labels ist eng mit meiner künstlerischen Entwicklung verwoben. Nach meinem Master in Fine Arts sehnte ich mich nach einer Rückkehr zum Handwerk – weg von der rein konzeptuellen Kunst, hin zur haptischen Erfahrung. Was als künstlerische Exploration begann, entwickelte sich zu meiner Berufung. Heute kreiere ich in meinem Label hochwertige Keramiken, die sich durch präzises Handwerk und individuellen Charakter von der industriellen Massenware abheben. Jedes Stück zeigt die Spuren des Prozesses und erzählt dadurch seine eigene Geschichte. 

Du legst großen Wert auf Recherche und Entwicklung in deinem kreativen Prozess. Wie sieht dieser Teil deiner Arbeit aus und wie setzt du das in deinem Design um?  

Recherche bedeutet für mich Suchen und Entdecken. Ich teste Materialien, Farben, Texturen, Ergonomie – immer mit dem Ziel, Funktion, Ästhetik und Nachhaltigkeit zu vereinen. Systematisches Experimentieren ist mein roter Faden, doch der Weg zum finalen Produkt bleibt spielerisch. Letzten Sommer habe ich zum Beispiel eine eigene Farbbibliothek entwickelt, wochenlang Porzellan eingefärbt, hunderte Proben erstellt, mit verschiedenen Inspirationsquellen verglichen und dabei neue Nuancen und Kombinationen gefunden. Solche Testreihen schaffen für mich die Basis für fundiertes Designs. 
Aber auch der Blick nach außen inspiriert mich. Ich beobachte Objekte, besuche Messen, tausche mich aus – nicht nur im Keramikbereich, sondern auch in Architektur, Textil-, Schmuck- und Möbeldesign. Ich frage mich stets: Warum spricht mich etwas an? Diese Reflexion fließt in jedes meiner Stücke ein. 

Wie vereinst du Funktion, Ästhetik und Nachhaltigkeit? 

Keramik ist langlebig, hat keinen Zerfall wie viele andere Materialien – doch oft ersetzen wir Objekte aus reiner Gewohnheit oder Langeweile. Mein Ziel als Designer ist es, Objekte zu schaffen, die nachhaltig ansprechen, damit man sie möglichst lange behalten will. Die Zerbrechlichkeit von Keramik sehe ich dabei nicht als Nachteil, sondern als Qualität. Sie schafft eine besondere Verbindung: Man behandelt das Stück mit Sorgfalt, weil es einem wirklich etwas bedeutet.  
Nachhaltigkeit beginnt für mich schon im Prozess. Ich stelle alles selber im eigenen Atelier her, entwickle ressourcenschonende Techniken, reduziere Abfall und experimentiere mit effizienten Herstellungsverfahren. So entsteht Design, das bleibt – ästhetisch, funktional und verantwortungsvoll. 

Kannst du die Technik, die du für die Herstellung deiner Keramik verwendest, genauer erklären?  

Die zwei wesentlichen Elemente, die bei der Gestaltung meiner Vasen entscheidend sind, sind das Verdrehen und das Aufreißen. Ich stelle die Vasen auf der Drehscheibe her, da liegt es eigentlich schon nahe, dass Muster sich manchmal verdrehen. Meistens sieht man das bei Keramiken aber kaum, weil Stücke normalerweise stark von außen her bearbeitet und geglättet werden. Ich trockne die Oberfläche gezielt an, wodurch das Material spröde wird, während die Wand noch feucht und flexibel bleibt. Durch die Bewegung auf der Drehscheibe und das Ausbreiten von innen her entstehen dann die verschiedenen Texturen. Verglichen mit überglasierter Keramik kommt bei dieser Technik die Materialität und der Drehprozess stark zur Geltung.   

Wie hast du diese spezielle Technik entwickelt? 

Die Technik für die verdrehten Vasen basiert auf traditionellen Verfahren aus Südkorea und Japan – ich habe das Rad nicht neu erfunden, aber weitergedreht. Einiges ist bereits vorhanden, doch für mich zählt die Weiterentwicklung: Ich kombiniere diese Methoden mit neuen Ansätzen und meiner eigenen ästhetischen Handschrift. 

Was sind deine größten Herausforderungen? 

Definitiv die Skalierbarkeit. Jedes Stück entsteht aktuell in Handarbeit von nur einer Person, – das macht sie besonders, aber auch limitiert. Außerdem möchte ich ständig Neues ausprobieren, gleichzeitig aber eine klare gestalterische Linie bewahren. Ich muss ebenfalls aufpassen, nicht die gesamte verfügbare Zeit für kleinste Details aufzuwenden. 

Wie haben sich deine Produkte und du selbst über die Zeit verändert?  

Meine Arbeit hat sich in zwei Linien entwickelt: Technisch anspruchsvolle Vasen, die sich stetig verfeinern, und Gebrauchskeramik, die sich – ähnlich wie Mode – in Kollektionen wandelt. 

Früher war meine Arbeit noch experimenteller und enthielt quasi von allem ein bisschen, heute denke ich langfristiger, plane nachhaltiger. Mir ist wichtiger geworden, dass meine Objekte eine klare Identität haben. Statt lauter Einzelstücke entstehen bei der Gebrauchskeramik nun Serien, die eine Familie bilden – harmonisch, durchdacht und miteinander kombinierbar. 

Was macht dir am meisten Spaß bei deiner Arbeit?  

Eigentlich die meisten Aspekte, denn meine Arbeit macht mir wirklich große Freude. Der beste Moment ist wahrscheinlich der Beginn einer neuen Idee. In dieser frühen Phase hat man noch so einen frischen Antrieb, einen Drive. Man ist so beflügelt von der Idee, voller Träume und Erwartungen. Ich kann ganz unbeschwert erste Versuche realisieren. Meistens habe ich schon eine ästhetische Vorstellung und mache dann verschiedene Variationen, die wiederum zu neuen Entdeckungen führen – ein bisschen wie das Skizzieren.

Beeinflussen Trends deine Arbeit? 

Ja, Trends beeinflussen meine Arbeit, aber die stärkste Kraft hinter meinen Designs ist immer, was mich persönlich interessiert. Der eigene Geschmack ist dabei bestimmt auch von der Zeit und dem Umfeld geprägt. Trends sind spannend, aber nicht immer nachhaltig. Designs, die zu stark an einen Moment gebunden sind, verlieren oft an Relevanz.   

Im Fall von Gebrauchskeramik ist die Funktion in manchen Fällen schon gegeben und wird beispielsweise bei einer Schale auch in 100 Jahren noch sehr ähnlich sein. Die Trends beeinflussen dann vor allem die Ästhetik, welche ich in der Recherchephase eines Designs gerne impulsiv, spontan und eben unter Einflüssen von Trends erprobe, die dann aber zum Zeitpunkt der Produktion schon breiter abgestützt ist. 

Wie siehst du die Zukunft deiner Arbeit?  

Ich interessiere mich immer stärker auch für den Wiederverkauf (B2B) und möchte mein Angebot da ergänzen. Und auch wenn mein Label das echte authentische Handwerk vertritt – Künstliche Intelligenz ist auch für meine Arbeit nicht irrelevant. Insbesondere in der Recherche kann KI möglicherweise Neues eröffnen und manche Abläufe beschleunigen. Bei der Herstellung bleibt es aber ganz sicher beim reinen Handwerk und bei manchen Dingen ist es ganz gut, wenn sie sich langsam entwickeln.  

Warum stellst du auf der BLICKFANG Basel aus?  

Ich habe die BLICKFANG jetzt schon sechs Mal besucht. Die damit verbundene Reichweite und das Live-Publikum sind toll. Meine Produkte entfalten ihren ganzen Wert vor allem dann, wenn man sie vor sich sieht. Auch die Art des Publikums ist relevant für mich. Auf der BLICKFANG komme ich mit designinteressierten Menschen in Kontakt. Zum einen mit privaten Leuten, die direkt etwas kaufen wollen, aber auch gewerbliche Leute, durch die Deals zustande kommen. Diese Mischung ist für mich super, so kann ich direkt verkaufen und zusätzlich noch Kontakte knüpfen. Am wichtigsten ist mir aber der persönliche Austausch – Keramik will in die Hand genommen und gefühlt werden.

Auf der BLICKFANG Basel 2025 kannst du Marc und seine Designs vom 21.-23. März hautnah entdecken.

Wenn du mehr über Marc, seine Designs und mageceramics erfahren möchtest, besuche seine Website, indem Du hier klickst:

Präsentation des Landesfachverbandes Schreinerhandwerk

Meisterhafte Unikate: Schreinerhandwerk auf der BLICKFANG Stuttgart

Wer Holz liebt und handwerkliche Perfektion schätzt, sollte sich diese besondere Ausstellung nicht entgehen lassen: Der Landesfachverband Schreinerhandwerk Baden-Württemberg präsentiert auf der BLICKFANG herausragende Gesellenstücke aus dem renommierten Landeswettbewerb „Die Gute Form“. Hier trifft innovatives Design auf meisterhafte Handwerkskunst und kreative Ideen. Die ausgestellten Möbelstücke sind nicht nur funktionale Gebrauchsgegenstände, sondern wahre Kunstwerke mit Charakter – einzigartig und voller Individualität.

Inspiration durch Design und Handwerk

Die gezeigten Gesellenstücke demonstrieren eindrucksvoll, wie modernes Möbeldesign und traditionelles Schreinerhandwerk miteinander verschmelzen. Jedes Exponat zeichnet sich durch außergewöhnliche Gestaltungsansätze, durchdachte Funktionalität und höchste Verarbeitungsqualität aus. Ob ein detailverliebter Atelierschrank oder ein avantgardistischer Sessel – die Vielfalt und der Ideenreichtum der Nachwuchsschreiner:innen begeistern.

Die Gute Form – Schreiner:innen gestalten ihr Gesellenstück

Kunstvolle Ordnung: Der Atelierschrank von Jolanda Späth

Der Atelierschrank für Künstlerzubehör, gefertigt aus dem edlen Nadelholz Hemlock, überzeugt durch seine schlichte, gleichmäßige Struktur und feine Harzkanäle. Die gebürstete und geölte Oberfläche verleiht dem Holz eine samtige Haptik und eine warme, natürliche Ausstrahlung. Ergänzend wurden hochwertige Materialien wie Leder, pulverbeschichteter Stahl und Aluminium verarbeitet, die dem Möbel einen modernen Akzent verleihen.

Das verschränkte Fußgestell aus Vollstahl sorgt für eine besondere Optik und gewährleistet auch im geöffneten Zustand optimale Standfestigkeit. Eine schräg hinterschnittene Kante am oberen Abschluss verleiht dem Möbel optische Leichtigkeit und verhindert das Herunterfallen von Gegenständen. Dank des präzisen Gehrungsanschlusses der Rückwand kann der Schrank frei im Raum platziert werden.

Im Inneren offenbart sich eine raffinierte Gestaltung: Ein Korpus mit zwei handgezinkten, hängend geführten Schubkästen für Zeichenzubehör wird erst nach Öffnen der Winkeltüren sichtbar. Diese lassen sich dank spezieller Scharniere verdeckt anschlagen und um 180 Grad öffnen. In der linken Tür ist ein Aluminium-Cube integriert, in dem Zeichenpapier bis Größe A1 mit Lederbändeln fixiert werden kann. Die rechte Tür enthält ein flexibles Relingsystem mit variabel positionierbaren Behältnissen. Eine vollständig indirekt beleuchtete Rückwand kann durch einen unsichtbar eingelassenen, dimmbaren Sensorschalter aktiviert werden. Zusätzlicher Stauraum findet sich in Aluminiumablagen und aus Hemlock gefrästen Boxen, die variabel kombinierbar sind. Die Arbeitsfläche ist mit einem Lederelement ausgestattet, ebenso sind die Schubkästen mit Leder ausgelegt.

Durch seine durchdachte Funktionalität und das ergonomische Design ermöglicht der Atelierschrank ein komfortables Arbeiten. Im geschlossenen Zustand wird er zu einem puristischen Designobjekt, dessen Proportionen konsequent einem 13er Raster folgen.

Design trifft Ergonomie: Der Sessel von Lena Decker

Ein Sessel, der nicht nur als Sitzmöbel, sondern als bewusst gestaltetes Designobjekt fungiert. Die konische, asymmetrische Form verleiht ihm eine moderne Ästhetik, während die Materialstärke nach hinten zunimmt, um Stabilität mit filigraner Optik zu vereinen. Gefertigt aus warmem, charakterstarkem Rüster-Holz, setzt der Sessel auf die natürliche Schönheit der Maserung. Das Polster in einem kühlen Grünton bildet dazu einen reizvollen Kontrast.

Besonderes Augenmerk lag auf den traditionellen Holzverbindungen: Fingerzinkungen, Schlitz- und Zapfenkonstruktionen sowie eine exakt an die konische Bauweise angepasste Schubladenführung zeugen von hoher handwerklicher Präzision. Eine integrierte Ablagefläche mit Schublade ergänzt das Design funktional und harmonisch.

Die Sitzhöhe, Sitztiefe und Rückenlehnenneigung sind ergonomisch abgestimmt, um maximalen Komfort zu bieten. Die Konstruktion zeichnet sich durch eine Materialstärke von bis zu 25 mm aus. Um Stabilitätszweifeln entgegenzuwirken, wurde eine spezielle Fingerzinkung eingesetzt, die sich exakt an die variierende Materialstärke anpasst. Die Rückenlehne ist mit Zapfen und Schlitzverbindungen befestigt, während eine am Boden befestigte Laufschiene die Führung der Schublade gewährleistet.

Der Sessel schafft zwei unterschiedliche Nutzungszonen: Die rechte Seite mit Armlehne lädt zum entspannten Zurücklehnen ein, während die linke Seite mit integrierter Ablage Platz für Aktivitäten wie Lesen oder Schreiben bietet. Die präzise gefertigte Schublade dient als Stauraum für persönliche Gegenstände. Lena Decker verbindet hier traditionelle Handwerkskunst mit modernem, zeitlosem Design und setzt ein starkes Zeichen für die Verbindung von Ästhetik und Funktion.

Ausgewählte Schreiner:innen

Kiesewalter GmbH -holzwerkstatt-

QuuBox der Schreinerei Kiesewalter Holzwerkstatt

Die Kiesewalter Holzwerkstatt steht für Qualität, Kreativität und Leidenschaft im Umgang mit Holz. Seit 2003 befindet sich die Werkstatt in der historischen Wasenmühle, einem ehemaligen Säge- und Hobelwerk, das mit viel Fleiß und Liebe modernisiert wurde. Während die äußere Substanz des Backsteingebäudes erhalten blieb, wurden im Inneren moderne Maschinen, ein neuer Showroom und optimierte Arbeitsbereiche geschaffen.

Flexibel, nachhaltig und voller Möglichkeiten: Die QuuBox ist die Antwort auf moderne Raumgestaltung. Die stapelbaren Boxen lassen sich nach Belieben kombinieren und dank intelligenter Verbinder immer wieder neu arrangieren. Ob für Start-ups, temporäre Lösungen oder als langlebiges Möbelsystem – die QuuBox passt sich jeder Situation an.

Besonders beeindruckend ist der nachhaltige Ansatz: Ohne Plastik und ohne Oberflächenbehandlung gefertigt, besteht die QuuBox ausschließlich aus zertifiziertem Holz, das regional produziert und fair gehandelt wird. Die Boxen lassen sich leicht transportieren und bieten eine langlebige, umweltfreundliche Alternative zu konventionellen Aufbewahrungslösungen. Ein echtes Multitalent für moderne Wohn- und Arbeitswelten.

ag-interiorsolutions – Natürlichkeit erleben

Die AG Interior Solutions ist ein junger, innovativer Handwerksbetrieb, der sich auf die Gestaltung und Fertigung hochwertiger, individueller Möbel und Inneneinrichtungen spezialisiert hat. Mit einem Team aus erfahrenen Gesellen und Meistern verbindet das Unternehmen Kreativität und Handwerkstradition, um maßgeschneiderte Lösungen für seine Kunden im Raum Esslingen, Stuttgart und Umgebung zu realisieren.

Duftkamin

Ein Stück Natur für das Zuhause: Der Zirbenholz-Duftkamin verbindet Handwerkskunst mit Wohlbefinden. Gefertigt aus den Reststücken der Bettenproduktion, steht dieses Produkt für ressourcenschonende Verarbeitung und maximale Nachhaltigkeit. Der aromatische Duft des Zirbenholzes sorgt für Entspannung und unterstützt ein angenehmes Raumklima.

Mit viel Liebe zum Detail hergestellt, verströmt der Duftkamin die beruhigenden ätherischen Öle des Zirbenholzes und schafft eine Atmosphäre der Entspannung. Die schlichte, natürliche Optik fügt sich harmonisch in jedes Interieur ein, während das minimalistische Design das Holz in den Mittelpunkt rückt. Eine kleine, aber wirkungsvolle Bereicherung für jedes Zuhause.

Waschtisch

Die Stratus-Kollektion beweist, dass Nachhaltigkeit und Design perfekt harmonieren. Gefertigt aus hochwertigem Mineralwerkstoff, einem industriellen Nebenprodukt, entstehen einzigartige Waschtische, die ästhetisch und funktional überzeugen. Dank innovativer Fertigungsmethoden können individuelle Wünsche flexibel umgesetzt werden – für Bäder, die ebenso nachhaltig wie stilvoll sind.

Durch den Einsatz tiefgezogener Bauteile und gegossener Waschbecken entsteht eine durchgängige, nahtlose Oberfläche, die nicht nur hygienisch und pflegeleicht ist, sondern auch optisch überzeugt. Die verschiedenen Form- und Farbvarianten ermöglichen es, den Waschtisch perfekt an das jeweilige Raumkonzept anzupassen und eine persönliche Note zu setzen.

 

Erleben, entdecken, inspirieren lassen

Die Sonderschau des Landesfachverbandes Schreinerhandwerk auf der BLICKFANG Stuttgart ist eine Einladung, die Vielfalt und Innovationskraft des modernen Schreinerhandwerks hautnah zu erleben. Jedes Möbelstück erzählt eine Geschichte von Kreativität, handwerklicher Präzision und der Leidenschaft für Holz. Wer auf der Suche nach einzigartigen Designideen und hochwertiger Handwerkskunst ist, sollte sich diese Sonderfläche nicht entgehen lassen!

Ob klassisch, modern oder experimentell – die Vielfalt der präsentierten Werke zeigt eindrucksvoll, dass Schreinerhandwerk weit über das bloße Fertigen von Möbeln hinausgeht. Es ist eine Kunstform, die mit Liebe zum Detail, innovativen Ideen und höchster handwerklicher Qualität begeistert.

Sichere dir jetzt dein Ticket für die BLICKFANG Stuttgart vom 14. bis 16. März 2025!

Dennis Disterheft setzt mit seinem Möbellabel Verschnitt seit 2007 ein kraftvolles Zeichen für nachhaltiges Design. Seine Vision? Die Verwandlung vermeintlicher Holzabfälle in Designobjekte, die nicht nur das Auge erfreuen, sondern auch Geschichten von Ressourcenschonung und Kreativität erzählen. 

„Mir hat das Herz geblutet, als ich sah, wie viel Eichenholz einfach kleingesägt und verbrannt wird. Und so war die Idee zu Verschnitt geboren“, erinnert sich Disterheft.  

Mit „Verschnitt“ hat er eine Nische geschaffen, die Ästhetik und Umweltbewusstsein nahtlos verbindet. Jedes Stück, das seine Werkstatt verlässt, ist ein Unikat – geformt von der Natur und veredelt durch präzise Handwerkskunst.  

Diese Philosophie hat nicht nur Designliebhaber begeistert, sondern auch die Fachwelt überzeugt: Die Lampe „Albatros“ wurde bereits 2016 mit dem Green Product Award ausgezeichnet, ein Beweis für die innovative Kraft hinter „Verschnitt“.  

Die Award-winning Lampe „Albatros“

Von Architektur zu Upcycling: Ungewöhnliche Wege und glückliche Fügungen  

Zwei Fremde treffen sich 2007 in Australien beim Backpacking und entdecken ihre gemeinsame Leidenschaft für die eigentlich so gar nicht angesagte Klaviermusik von Regina Spector. Aus dieser zufälligen Begegnung zwischen Dennis Disterheft und Richard Sasse entstand eine Freundschaft, die Jahre später zu einer kreativen Partnerschaft heranreifen sollte. 

Dennis hat Architektur studiert und bringt einen neuen Blick in die Welt der Möbelgestaltung. Sein Weg führte ihn damit von den Reißbrettern der Architektur zu den Werkbänken der Holzverarbeitung. Richard hingegen ist Kulturwissenschaftler und Tischlermeister. Und damit wirft er nicht nur historisch, sondern auch kulturell nochmal einen ganz anderen Blick auf den Werkstoff Holz.  

Vom Sägewerk zur nachhaltigen Wohnkunst: Die Philosophie hinter „Verschnitt“  

Als Disterheft den Bauernhof von Sasses Familie besuchte, öffneten sich ihm die Augen für ein unterschätztes Potenzial: Holzreste, besonders Eiche, die normalerweise nur noch als Brennholz verkauft werden, erschienen ihm als ungeschliffene Diamanten des Designs. Hier liegt der Kern der „Verschnitt“-Philosophie: Was andere einfach verbrennen, wird zum Ausgangspunkt für neue, nachhaltige Kreationen. 

Als Architekturstudent wusste er zudem schon früh um den Materialwert und erinnert sich daran, wie er sich im Studium den teuren Werkstoff regelrecht vom Mund abgesparte. Neben dem neuen Werkmodell aus edlem Eichenholz standen nämlich abends dann nur noch Nudeln mit Ketchup auf dem Tisch…       

Die Kunst des Unvollkommenen: Designprinzipien von verschnitt 

Sasse und Disterheft spielten zusammen und gekonnt auf mehreren Ebenen mit dem Konzept des „Ver-“ – jener Vorsilbe, die oft für etwas Schwieriges oder scheinbar Unperfektes steht. So werden bei Verschnitt Astlöcher zu überraschenden Blickfängen, Wurmspuren zu authentischen Messungen und Risse zu spannenden Designelementen. Disterheft erklärt: „Die vermeintlichen Fehler herauszuarbeiten, in Szene zu setzen und als Alleinstellungsmerkmal zu betonen, darin liegt der Charakter von Verschnitt.“ Diese Herangehensweise fordert nicht nur die gängigen Schönheitsideale heraus, sondern eröffnet auch neue Perspektiven auf Ästhetik, Nachhaltigkeit und Wertschätzung für den Rohstoff Holz.   

Lokale Wurzeln, globale Inspiration 

„Verschnitt“ bezieht sein Holz seit Beginn ausschließlich aus einem 30-Kilometer-Radius um Osterburg in Sachsen-Anhalt. Das kleine Sägewerk liefert den Rohstoff für die Möbel.  

Das verwendete Holz ist kein gewöhnliches Bauholz, sondern eben der sogenannte „Verschnitt“ – Holzabschnitte, die in der konventionellen Holzindustrie als ungeeignet für die weitere Verarbeitung gelten. Diese Stücke zeichnen sich durch Imperfektionen wie Astlöcher, Wurmfraß und ungewöhnliche Maserungen aus. Anstatt diese Holzreste zu verbrennen oder als Abfall zu betrachten, erkannte Disterheft darin das Potenzial für einzigartige Designobjekte. Durch die Nutzung dieses lokalen Rohstoffs kann Disterheft nicht nur nachhaltig arbeiten, sondern auch die Transportwege kurz halten. Das Holz wird entweder direkt in der Werkstatt auf dem Hof in Osterburg oder in Berlin weiterverarbeitet, was den CO2-Ausstoß minimiert. Diese enge Verbindung zur Herkunft ihres Materials ermöglicht es ihm, jedes Stück Holz persönlich auszuwählen und dessen einzigartige Eigenschaften in seine Designs zu integrieren. 

Diese lokale Verankerung steht im spannenden Kontrast zu Disterhefts weltoffener Inspirationsquelle. Reisen, Filme, inspirierende Begegnungen – alles fließt in seine Designs ein und verleiht jedem Stück eine kosmopolitische Note.  

Der Entstehungsprozess: Wenn Zeit zum Designelement wird  

Die Entstehung eines „Verschnitt“-Möbelstücks ist eine Lektion in Geduld. Bis zu drei Jahre muss das gefällte Eichenholz trocknen, bevor es verarbeitet werden kann. In dieser Zeit reift nicht nur das Material, sondern auch die Ideen des Designers. Es ist ein Prozess, der Respekt vor dem natürlichen Rhythmus der Materialien zeigt und gleichzeitig Raum für kreative Entwicklung lässt. 

Qualität neu definiert: High-End mit Charakter  

Wer glaubt, Verschnitt produziere nun vermeintlich minderwertige Ware, irrt gewaltig. Die Arbeit mit charaktervollem Holz erfordert umso mehr Sorgfalt und handwerkliches Geschick als die Verarbeitung vermeintlich makelloser Stücke. Das Ergebnis sind High-End-Produkte, die Nachhaltigkeit und Langlebigkeit mit einzigartigem Charme verbinden. 

Formsprache jenseits des Gewohnten 

Die Designs von „Verschnitt“ fordern heraus und faszinieren zugleich. Ein Regal, das sich auf der einen Seite verjüngt, mag auf den ersten Blick gewöhnlich erscheinen, besticht aber durch seine unverwechselbare Ästhetik. Ein trapezförmiger Tisch, der nicht nur Seh- sondern auch Sitzgewohnheiten in Frage stellt. Hier geht Design bewusst über reine Funktionalität hinaus und wird zum Gesprächsthema.  

Mehr als Möbel: Eine Bewegung für Nachhaltigkeit und Individualität 

Disterheft beweist, dass aus dem vermeintlich Unvollkommenen etwas wahrhaft Außergewöhnliches entstehen kann. In einer Zeit, in der Uniformität oft die Norm ist, bietet Verschnitt eine erfrischende Alternative für alle, die das Besondere suchen. Jedes Stück erzählt eine Geschichte von Kreativität, Nachhaltigkeit und der Schönheit des Unperfekten. 

Das Label und seinen Gründer kannst du persönlich auf der BLICKFANG Stuttgart und BLICKFANG Hamburg treffen.

Von der Werkbank zum Designklassiker: Die Stuttgarter Marke rappaport definiert nachhaltige Tischkultur neu. Das Label steht für eine klare Designphilosophie – und eine besondere Geschichte. 

Vom Waldkind zum Designer 

„Ich war eigentlich so gut wie meine komplette Kindheit im Wald“, erinnert sich Raphael Rappaport. In einem ehemaligen Jagdhaus, wo sein Vater als Holzbildhauer arbeitete, wuchs er zwischen Bäumen und Holzskulpturen auf. Nach einem Umweg über Sozialpädagogik führte ihn das Schicksal zurück zu seinen Wurzeln. 2021 gründete er mit Schreiner Marc Layer rappaport, ein Label, das sich der Schaffung einzigartiger Tische verschrieben hat. 

Nachhaltigkeit als Designprinzip 

Der respektvolle Umgang mit dem Werkstoff Holz steht im Zentrum der Unternehmensphilosophie der beiden: „Wir können wirklich von ‚der Baum stand noch‘ bis ‚hier ist ein Tisch‘ die Historie immer nachvollziehen und den Kunden auch miterzählen“, erklärt Raphael. Jeder Tisch erhält einen Steckbrief über die Herkunft des Holzes. 

rappaport verwendet ausschließlich Holz von Bäumen, die aus notwendigen Gründen gefällt werden mussten – sei es wegen Schädlingsbefall, Verkehrssicherung oder Baumaßnahmen. „98 Prozent unserer Hölzer kommen aus Baden-Württemberg oder Bayern“ betonen sie. Diese regionale Verwurzelung ermöglicht eine lückenlose Nachverfolgung jedes einzelnen Stücks. 

Handwerkskunst neu interpretiert 

„Es hängt von vielen Faktoren ab“, erklärt Raphael gern die Auswahl des perfekten Holzes. rappaport setzt dabei vor allem auf Harthölzer wie Eiche, Esche und Platane, die eine besondere Widerstandsfähigkeit bieten. Die Veredelung erfolgt mit ausgewählten Techniken wie dem japanisch inspirierten Köhlen – einem mehrstufigen Prozess, bei dem das Holz mit offener Flamme behandelt wird. 

Die neueste Designentwicklung des Labels verbindet diese traditionelle Materialkenntnis mit zeitgenössischer Ästhetik: die Kombination von Holz und Glas. „Das ist etwas, was die Kunden momentan stark anspricht“, beschreiben die Gründer die Resonanz auf den Designmessen. Derzeit entwickeln sie ein Mittelfußgestell komplett aus Glas – ein Statement für moderne Handwerkskunst, das Transparenz und Natürlichkeit verbindet. 

Möbel für Generationen 

„Fast Furniture“ ist für rappaport ein Fremdwort. Stattdessen entstehen in der Stuttgarter Werkstatt Tische, die Generationen überdauern sollen. „Wenn du dir irgendwo einen Tisch holst, der nachhaltig produziert wurde, aber den nach fünf Jahren rausschmeißt, ist das alles nichts wert“, betonen sie.  

Diese Philosophie findet zunehmend Anklang. Besonders in Stuttgart beobachtet rappaport eine Renaissance des Handwerks. Das Bewusstsein für Qualität und Nachhaltigkeit wächst – auch wenn der Weg zum hochwertigen Designmöbel oft erst in einer späteren Lebensphase beginnt. 

Blick in die Zukunft 

rappaport plant den nächsten Schritt: „Wir sind aktuell auf der Suche nach einer Werkstatt, um uns zu vergrößern“, verrät der Gründer. Dort sollen Kunden künftig verschiedene Holzplatten direkt in Augenschein nehmen können. Die Expansion erfolgt mit Bedacht – ganz im Sinne der Unternehmensphilosophie, die auf Qualität statt Quantität setzt. 

Dabei bleibt rappaport seinem Grundsatz treu: Möbel zu schaffen, die nicht nur funktional sind, sondern Geschichten erzählen – von nachhaltigem Design, traditionellem Handwerk und der Kunst, aus einem gefällten Baum ein zweites Leben zu formen. 

So finden Sie den perfekten Tisch – 3 Punkte von rappaport: 

1. Praktische Anforderungen klären 

„Ich würde von hinten nach vorne denken“, empfiehlt der Gründer. Konkret bedeutet das: Wie viele Personen sollen regelmäßig am Tisch sitzen? Brauchen Sie Erweiterungsmöglichkeiten, etwa für Familienfeste? Welche Stühle sollen zum Tisch passen? Klären Sie zunächst diese praktischen Aspekte. 

2. Raum und Umgebung beachten 

Wie fügt sich der Tisch in den vorhandenen Raum ein? Analysieren Sie die Beinfreiheit, die Sie benötigen, und wie der Tisch mit dem Boden, den Wänden und anderen Möbeln harmoniert. rappaport bietet dafür Beratung vor Ort mit Holzmustern an. 

3. Langfristig denken 

Ein hochwertiger Tisch ist eine Investition für Generationen. Überlegen Sie, ob das Design auch in Jahren noch gefällt. Verzichten Sie auf kurzlebige Trends wie etwa „River Tables“ und setzen Sie stattdessen auf zeitlose Gestaltung. 

Auf der BLICKFANG Stuttgart und Basel zeigt das Label seine nachhaltigen und langlebigen Möbel. Wer noch auf der Suche nach einem Esstisch, der Generationen überdauert, ist, sollte rappaport einen Besuch abstatten.

Treue Aussteller:innen bei der BLICKFANG – wir sagen DANKE!

Filzgeschenke

Erinnerst du dich noch an deine erste BLICKFANG-Teilnahme? Wann und wo war das?

Das war die BLICKFANG Hamburg 2016.

Wie hat die BLICKFANG dich und dein Unternehmen vorangebracht?

Die BLICKFANG ist für mein Label die wichtigste Plattform, denn durch den direkten Kontakt zu den Besucherinnen und Besuchern eröffnen sich ständig neue Ideen und dadurch Herausforderungen für mich und meine Mitarbeiterinnen in Nepal, die sich dadurch weiterentwickeln.

Was bedeutet dir die BLICKFANG?

Die BLICKFANG ermöglicht Austausch und Synergien mit Ausstellerinnen und Ausstellern,
das sind kostbare Erfahrungen. 

Warum ist die BLICKFANG auch weiterhin ein festes Datum in deinem Kalender?

Verlässlichkeit, Beständigkeit und Planungssicherheit in diesen unruhigen Zeiten. 
Die BLICKFANG ist eine konstante in meiner Jahresplanung und garantiert verlässliche Verkaufszahlen. 

Takapara

Meine erste BLICKFANG-Teilnahme war 2018 in Wien. Als meine erste Messe außerhalb Polens war sie der Startschuss für TAKAPARAs internationale Reichweite. Ich erinnere mich noch genau, wie aufgeregt ich war, meine bunten Socken mit den Mustern und kräftigen Farben einem neuen Publikum vorzustellen. Die BLICKFANG hat uns nicht nur wertvolle Kontakte, sondern auch viele neue Kund:innen gebracht. Der direkte Austausch mit den Besucher:innen und anderen Designern war immer eine große Inspiration für mich und hat uns geholfen, unser Sortiment stetig weiterzuentwickeln. Für TAKAPARA ist die BLICKFANG eine einzigartige Plattform, um unsere kreativen Designs einer breiten, internationalen Öffentlichkeit näherzubringen, unser Publikum zu erweitern und uns mit Gleichgesinnten aus verschiedenen Ländern zu vernetzen. Der jährliche Besuch bleibt ein Highlight – ein Ort, an dem sich Kreativität und nachhaltiges Design vereinen. 

Tina Graessli, Gründerin von xess+baba und ihr Partner und Ehemann Christian La Roche

Tina Grässli, Gründerin von xess+baba und ihr Partner und Ehemann Christian La Roche

Wer den besonderen Weg von xess+baba verstehen will, muss einen Blick hinter die Kulissen werfen. Dort findet man nicht nur außergewöhnliche Strickdesigns, sondern auch eine Geschichte von mutigen Entscheidungen, familiärem Zusammenhalt und der Kunst, sich in der Modewelt treu zu bleiben.

Die textile DNA

Die Geschichte von xess+baba beginnt während einer Textildesign-Ausbildung, in der die Gründerin Tina Grässli nicht nur Stricken, sondern unter Anderem auch Weben und Drucken erlernte. Doch war es der Zufall, der den entscheidenden Weg prägte: Eine geschenkte Strickmaschine fand den Weg ins Atelier während Webstühle und Drucktische fehlten. „Ich hatte keinen Webstuhl, keinen Drucktisch“, erinnert sich Tina Grässli, „und so konnte ich einfach mit der Stricktechnik weiterarbeiten.“ Diese Konzentration auf das Stricken führte zur Weiterentwicklung der Kreuzschlauch-Technik in welcher durch raffinierte Farbverläufe Bewegung erzeugt werden und von beiden Seiten tragbare Designs ermöglicht. Damit wurde durch eine geschenkte Strickmaschine der Grundstein für die charakteristische Handschrift des Labels gelegt.

Vom Experiment zum Erfolg

Was heute als etabliertes Label gilt, startete mit einem bemerkenswerten Tempo durch. Schon die ersten Kollektionen erregten in der Schweiz großes Aufsehen.  Mit einem einfachen Presseversand – ein paar Fotos, ein Brief – löste sie in der Schweiz eine regelrechte Medienwelle aus. Plötzlich wollten alle das neue Label kennenlernen: Interviews, Fotoshootings, Fernsehauftritte. Die kreativen Performances, die das Label mit eigens komponierter Musik inszenierte, taten ihr Übriges. Was als experimentelles Designprojekt begann, entwickelte sich rasant zu einer gefragten Marke.

Das Wissen über die Wolle

Die Wahl des Materials ist bei xess+baba keine Frage des Zufalls. Die Merino-Wolle aus den südlichen Alpen wird von spezialisierten Firmen in Norditalien zu Garn verarbeitet und vereint außergewöhnliche Eigenschaften: Sie ist nicht nur langfaserig und damit besonders pilling-resistent, sondern auch extrem weich und stabil. „Die Merino-Wolle hat natürlich verschiedene gute Eigenschaften“, erklärt die Designerin. „Sie ist wärmeausgleichend, das heißt sie gibt nicht nur Wärme, sondern sie kann auch kühlen.“ Die antibakteriellen Eigenschaften und die Fähigkeit, Feuchtigkeit zu regulieren, machen sie zu einem perfekten Material für hochwertige Mode.

Die Kommende Winterkollektion W25 „Wild Shine“

Zusammen stark: Das Familiengeheimnis

Was xess+baba von anderen Labels unterscheidet, ist der starke familiäre Zusammenhalt. Hier treffen sich die unterschiedlichsten Talente: Die Designerin selbst bringt ihr textiles Know-how ein, Mann und Geschäftspartner – ursprünglich Pantomime und Jongleur sowie gelernter Bauzeichner – sein Gespür für Inszenierung und Organisation. Diese ungewöhnliche Kombination erweist sich als Glücksfall: Er weiß, wie man Produkte inszeniert, Läden gestaltet, ein Lager bewirtschaftet und die Finanzen im Blick hat. „Ohne Familie würde es gar nicht gehen“, gibt sie offen zu. In Zeiten, die für kleine Labels immer herausfordernder werden, ist es genau diese Kombination aus kreativer Expertise und unternehmerischem Denken, die das Label erfolgreich macht.

Vintage trifft Vision

2013 wagte das Label einen damals noch ungewöhnlichen Schritt: Sie übernahmen einen Second-Hand-Laden in bester Lage – lange bevor Second Hand zum Trend wurde. Was zunächst als pragmatische Entscheidung begann, entwickelte sich zu einem innovativen Geschäftsmodell. „Das bringt Bewegung in den Laden“, erklärt die Designerin. „Es hat immer Leute, die kommen, die bringen was, die holen was, die schauen nur oder kaufen ein“ Der ständige Wandel des Sortiments sorgt für regelmäßige Kundenbesuche, was auch den eigenen Kollektionen zugutekommt.

Besonders spannend findet die Designerin die Vielfalt, die der Second-Hand-Bereich bietet: „Wir sehen Designs aus aller Welt. Die Leute, die ihre Sachen bringen, bewegen sich auf der ganzen Welt, kaufen in Asien, in Amerika.“ Das ergibt ein einzigartiges Sortiment, das sich deutlich von den üblichen Boutiquen mit ihrem standardisierten Label-Mix abhebt.

Wahre Schönheit, echte Menschen

In einer Zeit, in der die Modeindustrie langsam umdenkt, geht xess+baba eigene Wege in der Präsentation ihrer Kollektionen. Die Entscheidung, in der letzten Kollektion mit reiferen Models zu arbeiten, spiegelt nicht nur die reale Kundengruppe wider, sondern trifft auch den Zeitgeist. Die positive Resonanz gibt ihnen Recht und zeigt einen größeren Wandel in der Branche: Weg von stark inszenierten, idealisierten Bildern, hin zu authentischeren Darstellungen.

Eigensinn statt Mainstream

Wenn man mit Tina über aktuelle Stricktrends spricht, spürt man sofort: Hier ist jemand, der die Modewelt genau beobachtet – und dennoch seinen eigenen Weg geht. Über aktuelle Trends zu zerstörten Oberflächen und voluminösen Designs ist sie bestens informiert. Doch sie folgt den Trends nicht blind denn sie weiß genau, was ihre Kund:innen möchten – und was nicht.

Wenn die Designerin über ihre Kund:innen spricht dann mit der Vertrautheit von jemandem, der seine Kundschaft wie alte Freunde kennt. Diese enge Bindung erlaubt es ihr, Trends auf ihre ganz eigene Art zu interpretieren. Statt blindem Trendfolgen entwickelt sie subtilere Variationen: Statt tatsächlich aufgelöster Maschen arbeitet die Designerin mit sich auflösenden Formen und Verdichtungen in der Farbgebung. Auch bei den Farben zeigt sich diese bedachte Herangehensweise. Während die einschlägigen Magazine die neuesten Farbtrends präsentieren – von erdig bis metallisch – wählt das Label gezielt die Nuancen aus, die zur eigenen DNA passen. „Man nimmt den Trend, aber setzt ihn auf seine eigene Art um“, beschreibt sie ihre Philosophie.

xess+baba beweist damit eindrucksvoll, dass echte Innovation nicht im Befolgen von Trends liegt, sondern im mutigen Festhalten an der eigenen Vision – gepaart mit der Bereitschaft, neue Wege zu gehen, wenn die Zeit reif dafür ist

Das xess+baba Ladengeschäft in Zürich

Die Frühjahrskollektion S25 „Glass Dome“ wird Tina mit zur BLICKFANG Basel bringen

Herausforderungen und Zukunftsvisionen

Nach 30 Jahren im Geschäft steht xess+baba vor neuen Herausforderungen. Der Wegfall des Zwischenhandels zwingt zu Umdenken und Anpassung. Die Antwort des Labels? Eine Mischung aus Bewährtem und Innovation. Neue Experimente mit Kaschmir-Beimischungen stehen an, während gleichzeitig über kommerzielle Adaptionen nachgedacht wird – ohne dabei die eigene Identität zu verlieren.

„Man muss einen Weg finden, wie man in dieser Enge eben doch kreativ ist“, sagt die Designerin. Oder wie sie es mit einem Augenzwinkern formuliert: „Man muss die eierlegende Wollmilchsau erschaffen.“ Diese Herausforderung nimmt das Label an – mit dem gleichen Pioniergeist, der es schon vor 30 Jahren auszeichnete.

Auf der BLICKFANG Basel 2025 kannst du Tina und ihre Designs vom 21.-23. März hautnah entdecken.

Die Tickets findest du hier:

Wenn du mehr über Tina und xess+baba erfahren möchtest, besuche ihre Website, indem Du hier klickst:

Mirjam und Anne, Gründerinnen von MIRJAMMAY

Wer sagt, dass Mode für Frauen in der Lebensmitte langweilig sein muss? MIRJAMMAY beweist das Gegenteil. Gegründet von Mirjam und Anne, zwei erfahrenen Frauen aus der Modebranche, bietet das Label eine erfrischend ehrliche und innovative Antwort auf die Bedürfnisse einer anspruchsvollen Zielgruppe. MIRJAMMAY steht für Mode, die Eleganz praktisch sein lässt und das vermeintlich Gegensätzliche in einem sportlich-stilvollen Look vereint. Entwickelt voller Respekt für den weiblichen Körper. Für Frauen, die sich souverän und stolz den Herausforderungen ihres Lebens stellen und dabei immer auf eines Wert legen: Stil und Schönheit.

Zwei Expertinnen, eine Vision

Manchmal benötigt es eine unerwartete Fügung des Schicksals, um eine große Vision Wirklichkeit werden zu lassen. So geschah es bei Mirjam und Anne, den Gründerinnen von MIRJAMMAY. Kennengelernt haben sich die beiden in einem großen Konzern, wo sie bereits im Sportartikelbereich tätig waren. Mirjam verantwortete die Produktentwicklung, während Anne sich auf Marketing spezialisierte.  Nachdem sich ihre Wege jahrelang getrennt hatten, kreuzten sie sich erneut – und aus einem zufälligen Wiedersehen entwickelte sich eine Geschäftspartnerschaft, die die Modewelt für anspruchsvolle Frauen neu definiert. Mit jeweils 30 Jahren Berufserfahrung im Gepäck wagten sie den Sprung in eine neue unternehmerische Phase und verwandelten ihre gesammelte Expertise in eine innovative Modemarke.

„Wir sind uns absolut einig in unseren Werten“, erklärt Mirjam. „Qualitätsbewusstsein, Wertigkeit im Produkt und ein familiärer Umgang mit unseren Partnern – das sind die Grundpfeiler unserer Zusammenarbeit.“ Diese gemeinsame Basis ermöglicht es ihnen, ihre jahrzehntelange Erfahrung in eine Marke zu übersetzen, die mehr ist als nur Mode – sie ist eine Antwort auf die realen Bedürfnisse ihrer Kundinnen.

Mode für die Lebensmitte: Eine ehrliche und überraschend erfrischende Antwort

Was MIRJAMMAY so besonders macht, ist der Fokus auf eine Zielgruppe, die in der Modewelt oft übersehen wird: Frauen in der Lebensmitte. Mirjam und Anne begegnen den körperlichen Veränderungen dieser Phase mit einem Augenzwinkern und sehen  darin eine gestalterische Herausforderung. „Tatsächlich schrumpft die Talie, und das Bindegewebe wird schwächer“, erklärt Mirjam offen. „Aber in diesem Alter haben die meisten Frauen ihren Stil gefunden. Sie wissen, was ihnen steht, und wollen das unterstreichen – mit einem bequemen, legeren, aber eleganten Stil.“ Statt unrealistische Ideale zu verfolgen, zelebriert das Label die Individualität und den Stil reifer Frauen.

Im Fokus steht die Wertschätzung des eigenen Stils, die Stärkung des Selbstbewusstseins durch bequeme, lässige und dennoch elegante Mode. Die Kollektion verzichtet bewusst auf kurzlebige Trends und übertriebene Formen und setzt stattdessen auf hochwertige Materialien und zeitlose Silhouetten, die die Persönlichkeit der Trägerin unterstreichen.

Functional Couture: Die perfekte Symbiose von Komfort und Eleganz

Die Kollektion von MIRJAMMAY vereint Funktionalität mit Eleganz. Dabei profitiert das Label von Mirjams umfassender Erfahrung im Sportbereich. Die verwendeten Materialien stammen aus dem Sport, sind weich, elastisch und hautfreundlich. „Wir arbeiten zu 90 Prozent mit hochwertigen Lieferanten aus Italien“, erläutert Mirjam. Die verwendeten Stoffe transportieren Feuchtigkeit nach außen, trocknen schnell und verhindern unangenehme Schweißflecken. Diese natürliche Temperaturregulierung macht die Kleidungsstücke besonders angenehm zu tragen – gerade in den Wechseljahren, wenn der Körper manchmal seine eigenen Wege geht.

Die Funktionalität zeigt sich aber nicht nur in den Materialien. Die Trägerinnen sollen sich zu jeder Zeit in den Kleidungsstücken wohlfühlen. Deshalb achtet das Label besonders auf durchdachte Schnitte und praktische Details. Alle Teile sind maschinenwaschbar – ein Feature, das in der gehobenen Mode keine Selbstverständlichkeit ist. „Easy care, easy wear“ lautet die Devise.

Ein Kleiderschrank für das echte Leben

Wie ein gut gepackter Koffer ist auch der ideale Kleiderschrank eine Kunst der Reduktion. Die jahrelange Reiseerfahrung der Gründerinnen fließt in jedes Design ein – nicht umsonst tragen die Modelle Städtenamen und die Artikelnummern internationale Flughafencodes. Ein MIRJAMMAY -Stück ist wie der perfekte Reisebegleiter: knitterfrei, pflegeleicht und immer bereit für den nächsten Einsatz.

Diese Philosophie überträgt sich mühelos auf den heimischen Kleiderschrank: Weniger Teile, mehr Möglichkeiten, null Stress. Die Kombinierbarkeit der Teile ist also kein Zufall, sondern durchdachtes Konzept. Jedes Teil der Kollektion muss sich nahtlos in dieses Konzept einfügen – sowohl mit anderen MIRJAMMAY -Stücken als auch mit vorhandener Garderobe.

„Kaufen Sie weniger, aber genau das, was zu Ihrem Kleiderschrank passt“, lautet Mirjams Rat an ihre Kundinnen. Diese Philosophie des „Capsule Wardrobe“ zieht sich durch die gesamte Kollektion. Die Lebensphase der Wechseljahre kann verunsichernd sein, aber die richtige Garderobe kann Sicherheit geben.

Besonders wichtig ist dabei der „Zwiebellook“ – Kleidungsstücke, die sich je nach Temperatur an- und ausziehen lassen. Die Kollektion bietet flexible Lösungen, die den Trägerinnen in jeder Situation Komfort und Selbstsicherheit geben.

Love Pieces: Zeitlose Begleiter für jeden Tag

Ein Paradebeispiel für die MIRJAMMAY -Philosophie ist Rock der „Barcelona“ – ein echter Bestseller der Marke. Er schmeichelt jeder Figur, ist ganzjährig tragbar und verwandelt sich spielend vom Office-Look zur Dinner-Begleitung. Diese Vielseitigkeit macht ihn zu einem echten „Love Piece“ – einem Kleidungsstück, das zum treuen Begleiter wird. Er verkörpert die Essenz dessen, was einen perfekten Kleiderschrank ausmacht: Vielseitigkeit, Qualität und zeitlose Eleganz.

Nachhaltigkeit durch Qualität und regionale Produktion

Die Qualität der Produkte spiegelt sich in ihrer außergewöhnlichen Langlebigkeit wider. „Wir haben Kundinnen, die nach zehn Jahren den gleichen Mantel in einer Größe größer kaufen“, erzählt Mirjam. „Bei unseren hochwertigen Mänteln, die wir in Italien produzieren lassen, hatten wir noch keine einzige Reklamation.“

Die Produktion findet in sorgfältig ausgewählten Betrieben in Deutschland, Portugal und Italien statt. In der Nähe von Heilbronn arbeitet ein kleines Atelier für die Marke, wo man jede Arbeiterin persönlich kennt. Die langjährigen Beziehungen zu den Produzenten, die teilweise noch aus früheren beruflichen Stationen stammen, garantieren dabei höchste Qualitätsstandards.

Zukunftspläne mit Bodenhaftung

Die Visionen von MIRJAMMAY reichen weit über die aktuelle Kollektion hinaus. Auch wenn MIRJAMMAY bereits jetzt eine klare Handschrift trägt, ruhen sich die Gründerinnen nicht auf ihren Lorbeeren aus. Mit Blick in die Zukunft gibt es bereits konkrete Ideen für die kommenden Saisons. So ist beispielsweise eine Erweiterung der Hosenkollektion geplant, um noch mehr Vielfalt und Passformen anzubieten. Auch der Bereich Sportbekleidung, speziell für Frauen, die Kraftsport betreiben, soll in Zukunft stärker in den Fokus rücken. Auch eine leichte, funktionale Tasche schwebt ihr vor. Das Label möchte Mode kreieren, die den Bedürfnissen ihrer Kundinnen entspricht und ihnen das Leben leichter macht.

MIRJAMMAY steht für eine neue Art von Mode: durchdacht, funktional und zeitlos elegant. Es ist Mode, die Frauen in der Mitte des Lebens nicht nur kleidet, sondern sie in ihrer Persönlichkeit unterstützt und stärkt. In einer Modewelt, die oft von schnellen Trends getrieben wird, setzt das Label ein klares Zeichen für Beständigkeit und echte Wertigkeit.

Auf der BLICKFANG Stuttgart 2025 kannst du Mirjam, Anne und ihre Designs vom 14.-16. März hautnah entdecken.

Wenn du mehr über Mirjam und MIRJAMMAY erfahren möchtest, besuche ihre Website, indem Du hier klickst:

Jedes Jahr machen sich die BLICKFANG-Trendscouts auf die Suche nach außergewöhnlichen Labels und inspirierenden Designideen. Besonders vielversprechende Newcomer:innen erhalten durch die D.E.S.I.G.N. Foundation eine geförderte Standfläche im Rahmen der „Future Forward“ Auszeichnung, die jungen Talenten die Chance bietet, sich einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. So sorgt die BLICKFANG dafür, dass kreative Visionen von morgen heute schon ins Rampenlicht rücken. In Hamburg dürfen in diesem Jahr gleich zwei Gewinner:innen mit ihren innovativen Kozepten die Szene bereichern: two hundred tons und Hartholzdesign. 

two hundred tons

Adam und Monika Štok teilen ihre Leidenschaft für hochwertiges Design und stehen seit 2020 hinter ihrem nachhaltigen Label “two hundred tons”. Mit ihrer UNROLL-Kollektion revolutionieren die beiden konventionelles Möbeldesign und schaffen durch das „Abrollen“ von Stahlrohren größere, stabile Formen – ohne Materialverschwendung. Die Möbelstücke, wie Regal, Konferenztisch und Garderobenhaken, überraschen mit einer organischen Wellenstruktur, die sowohl ästhetisch als auch funktional ist. UNROLL verbindet industrielle Eleganz mit durchdachtem Design und zeigt, wie Metall in seiner reinsten Form überraschend flexibel sein kann. 

Hartholzdesign

Kalle Warncke steht für leidenschaftliches Handwerk und kompromisslose Qualität. Repräsentativ für seine Werte stellt Kalle auf der BLICKFANG seinen Couchtisch “Lohmeyer” vor: Ein Meisterwerk des traditionellen Handwerks und ein Paradebeispiel für nachhaltiges Design. Inspiriert von einem Tischdesign der 60er-Jahre, wird der Hocker aus ausgesuchtem, astfreiem Ulmenholz gefertigt, das in Flensburg handwerklich bearbeitet wird. Die Zargen sind dampfgebogen, die Beine von Hand eingezapft, und die Traversen sind handgezinkt – alles nach alten Regeln des Tischlerhandwerks. 

Kalle Warncke mit seiner zeitlosen Handwerksphilosophie
Kalle Warncke

Kalle Warncke steht für Handwerkskunst mit Verantwortung. In seiner kleinen Werkstatt an der Ostsee fertigt er zeitlose Möbel nach traditionellen Tischlertechniken– ohne Plastik, Spanplatten oder kurzfristige Modetrends. Seine Möbel sind eine Einladung, die Welt durch nachhaltigen Konsum positiv zu beeinflussen und langlebige Werte zu schaffen. Lebenslange Qualität– dafür steht er mit seinem Label Hartholzdesign. 

Sein Tisch „Lohmeyer“

Was hat dich ursprünglich dazu inspiriert, in die Welt des Designs und Handwerks einzutauchen, und wie hat dein Hintergrund im Bootsbau deine Möbelkreationen beeinflusst? 

“Ich habe meine Lehre zum Bootsbauer aus persönlichem Interesse begonnen. Ich war damals aktiver Regatta-Segler und handwerklich sehr aktiv, in der Garage meines Vaters und am Segelverein. Jedoch hat mich die Arbeit im Bootsbau auf Dauer nicht glücklich gemacht, weil die Branche ökologisch ein schlechtes Bild abgibt. Umweltbelastung durch giftige Farben, Tropenhölzer, Kunststoffe, hohen Energieaufwand. Für mich hat sich diese Arbeit nicht ausgezahlt, gerade weil das Segeln hauptsächlich ein Hobby ist und nicht zu mehr Gemeinwohl unserer Gesellschaft beiträgt. Möbel kann jeder gebrauchen und so habe ich mich dazu entschlossen, die Branche zu wechseln. Mein Ziel ist es, nachhaltige, umweltfreundliche Möbel zu produzieren, die die Menschheit braucht und auch lange behält, um unsere Wegwerf-Gesellschaft etwas entgegenzusetzen.” 

Dein Fokus liegt auf nachhaltigen Möbeln – was genau verstehst du unter „wirklich nachhaltigen“ Möbeln und welche Philosophie steckt hinter deiner Entscheidung, funktionale, langlebige und ethisch vertretbare Möbel zu schaffen?  

“Wirklich nachhaltig ist für mich ein Produkt, das Generationen übersteht. Während meiner Weiterbildung ist mir aufgefallen, dass die konventionelle Möbelbranche nicht mehr wirklich nachhaltig produziert. In der Regel beträgt die Lebensdauer moderner Möbel nur noch wenige Jahre- häufig auch die von sehr hochwertigen Möbeln. Zudem belastet mich der Klimawandel stark. Mein gewählter Weg ist deshalb ein Produktionsweg wie vor 200 Jahren- und in der heutigen Zeit daher sehr unkonventionell.”  

Erzähl uns etwas mehr über deine Materialwahl und Verarbeitungstechniken. Was macht sie in deinen Augen so besonders? 

“Ich möchte damit sowohl der Umwelt als auch dem Nutzer etwas Gutes tun. Bei der Verarbeitung von Spanplatten entstehen Sägestäube voller Mikroplastik, das ohne ordnungsgemäße Entsorgung natürlich in die Umwelt gelangen. Das ist bei Vollholz kein Problem. Ich verwende ausschließich Lacke und Leime aus Naturwerkstoffen, Haut- und Knochenleime, mit denen heutzutage auch fast keiner mehr arbeitet. Durch die natürliche Oberflächenbehandlung mit Ölen und Wachsen bleibt Holz in Haptik und Optik ganz klassisch Holz und ist völlig frei von Giftstoffen. Zudem kann das Produkt dadurch auch leichter repariert werden.” 

Du orientierst dich mit deinen Designs gerne an der Vergangenheit. Welche Herausforderungen bringt es mit sich, solche klassischen Techniken in der heutigen Zeit anzuwenden und welche Botschaft willst du mit deiner Materialwahl vermitteln? 

“Herausforderungen sind zum einen die zeitintensive Produktion, da echte Holzverbindungen aufwendig zu fertigen sind und einen hohen Anteil an Handarbeit erfordern. Zum anderen die Integration des klassischen Handwerks in die moderne Gesellschaft. Traditionelles Handwerk wird auf dem modernen Markt nicht mehr so einfach angenommen, weil man natürlich die Preise für kurzlebige Produkte gewohnt ist.  

Meine Botschaft ist deshalb ein Appell an unsere Konsum-Gesellschaft. Holz ist nur CO2-Speicher, wenn es lange währt. Und das Geld, dass man alle paar Jahre für neue Möbel ausgibt, kann auch in ein langlebiges Stück investiert werden.” 

„Lohmeyer“ ist durch ein Design von Hartmut Lohmeyer aus den 60er-Jahren inspiriert. Wie wichtig ist es dir, klassische Designvorlagen in die heutige Zeit zu übertragen? 

“Ich schaue mir gerne historische Möbelkonstruktionen an und übernehme die Designs und ich orientiere mich an traditionellen Verarbeitungstechniken. Wenn ich meine Konzepte entwerfe, lasse ich mich von ästhetisch zeitlosem, klassischem Design inspirieren. Ich denke, man kann viel aus dem historischen Handwerk mitnehmen, da dieses noch nicht für eine kurzlebige Konsumgesellschaft, sondern auf langfristige Funktion ausgerichtet war.” 

Deine Kreation „Lohmeyer“ verzichtet auf die Verwendung von furnierten Spanplatten zugunsten einer selbst gefertigten Dreischichtplatte. Welche Vorteile bietet diese Wahl, und wie wirkt sich das auf die Haltbarkeit und Ästhetik des Tisches aus? 

“Die Ästhetik des Tisches, entspricht der von Hartmut Lohmeyers Möbel. In der Fertigung bin ich abgewichen. Eine Tischplatte mit der Zarge zu verleimen ist normalerweise nur schwer möglich, da sich Holz durch die Luftfeuchtigkeit immer etwas verändert und an seiner Breite zu- oder abnehmen kann. Dadurch wäre die Verbindung nicht mehr stabil. Spanplatten sind davon weniger betroffen und werden deshalb häufig bevorzugt, um die Verbindung herzustellen. Ich habe eine Dreischichtplatte hergestellt, die diese feuchtebedingte Ausdehnung ebenfalls verhindert. Das macht zwar die Produktion aufwendiger, aber den Tisch nachhaltiger.” 

Was macht dieses Design so zeitlos, und wo liegt genau darin die Relevanz im Bereich Nachhaltigkeit? 

“Gerade bei Designs wie dem “Lohmeyer” sieht man eben, dass dieses klassische Design den Leuten weiterhin gefällt, auch noch Jahrzehnte später. Auch durch starke Trendwellen hindurch hat sich dieses Konzept durchgesetzt. Diese Art von Möbeldesign hat meiner Meinung nach immer seinen Platz in der Gesellschaft und kommt nicht aus der Mode. Auch das macht ein Produkt nachhaltig.”  

Du hast den Future-Forward-Wettbewerb mit deinem Couchtisch „Lohmeyer“ gewonnen. Was bedeutet dieser Erfolg für dich und „Hartholzdesign“? 

„Dass ich den Wettbewerb gewonnen habe, ist für mich natürlich eine große finanzielle Hilfe und eine Unterstützung, um mir eine gewisse Reichweite aufzubauen. Es zeigt mir, und das ist noch wichtiger, dass mein Weg der richtige ist. ”  

Wie stellst du dir die Zukunft von „Hartholzdesign“ vor? Welche Projekte und Entwicklungen möchtest du in den nächsten Jahren umsetzen? 

“Fokus ist jetzt erstmal die Teilnahme an der Messe, für die ich auch noch vorproduzieren muss. Hoffentlich entwickeln sich dann aus meiner Teilnahme heraus Aufträge, die ich angehen kann. Ich freue mich sehr darauf, dann habe ich auf jeden Fall etwas zu tun.” 

Was erhoffst du dir von deiner BLICKFANG-Teilnahme und worauf freust du dich am meisten? 

“Ich habe “Hartholzdesign” Anfang 2024 gegründet und stehe damit noch ganz am Anfang meiner Reise. Da ich Quereinsteiger in der Möbelbranche bin, hoffe ich natürlich, viele neue spannende Kontakte zu knüpfen, mit Kunden, Lieferanten, Architekten, Möbelhäuser, das wäre super- und natürlich auch andere Designer und Handwerker, mit denen ich mich austauschen kann. 

Triff Kalle persönlich und lass dich von seiner zeitlosen Handwerkskunst faszinieren. Sichere dir jetzt Tickets für die BLICKFANG Hamburg, vom 16.-18. Mai 2025.

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