In einer Welt, in der Schmuck oft schnelllebigen Trends folgt, geht Yan Jiang einen anderen Weg. Die in Zürich lebende Designerin verbindet chinesische Handwerkstraditionen, europäische Designeinflüsse und eine radikale Liebe zum Detail zu Stücken, die mehr Kunstobjekt als Accessoire sind. Ihre Arbeiten entstehen aus Neugier, präziser Materialforschung und der Lust, das Vertraute neu zu denken – sei es in Schmuckform oder, seit Kurzem, in handgefertigten Glasobjekten.

Mit dem Gewinn des BLICKFANG Designpreis rückt ein Label in den Fokus, das leise spricht, aber lange nachhallt. Im Interview erzählt Yan, wie ihre Reisen, ihre Ausbildung und fast ein Jahrzehnt im High-Jewellery-Bereich ihre Arbeit prägen, was sie antreibt – und warum langsames, stetiges Wachstum ihr persönliches Erfolgsrezept ist.

Yan Yiang: Designpreis Gewinnerin der BLICKFANG Zürich 2025 in der Kategorie Accessoires

Yan Yiang: Designpreis Gewinnerin der BLICKFANG Zürich 2025 in der Kategorie Accessoires

1. Kannst du dich und dein Label kurz vorstellen?

Ich bin Yan Jiang, Designerin aus Zürich mit Wurzeln in China und einem Hintergrund in Produkt- und Schmuckdesign. Nach Stationen in China, Italien, der ECAL und fast zehn Jahren im High-Jewellery-Bereich gründete ich 2019 mein eigenes Label. YAN JIANG STUDIO verbindet Handwerkswissen, Materialforschung und kunstvolle Formen zu langlebigem Statement-Schmuck und – seit 2024 – zu handgefertigten Glasobjekten, die vertraute Motive neu interpretieren.

2. Wie würdest du dein Label in wenigen Worten beschreiben?

Zeitgenössisch, langlebig, quiet luxury.

3. Was inspiriert dich bei deiner Arbeit – gibt es Materialien, Menschen oder Orte, die dich besonders prägen?

Materialien, Prozesse und all die verborgenen Details im Alltag.

4. Was bedeutet dir der Gewinn des BLICKFANG Designpreises persönlich und für dein Label?

Ich freue mich sehr darüber – durch den Award lernen mehr Menschen mein Label kennen.

5. Hat dich das Jury-Feedback in irgendeiner Weise überrascht oder bestärkt?

Ja, absolut. Es hat mich berührt zu sehen, dass die Jury genau verstanden hat, worum es mir in meiner Arbeit geht.

6. Was wirst du mit dem Preisgeld machen – hast du schon konkrete Pläne?

(lacht) Natürlich – es fließt in die nächste BLICKFANG.

7. Wohin soll sich dein Label in der nächsten Zeit entwickeln?

Ich habe große und kleine Träume. Für die nächste Zeit wünsche ich mir ein langsames, gesundes und stetiges Wachstum.

8. Welchen Rat würdest du anderen angehenden Designer:innen geben?

Als Designer:innen denken wir oft zu wenig über die reale Welt und das Business dahinter nach. Es lohnt sich, sich früh damit zu beschäftigen und zu verstehen, wie Dinge funktionieren, bevor man startet.

Du möchtest mehr über Yan und ihre Arbeit erfahren, dann lies gerne im Interview weiter!

Es gibt Orte, an denen die Zeit anders vergeht. Orte, an denen das Rauschen der Bäume lauter wird als die eigene Gedankenflut – und an denen die Luft nach Kiefer, Erde und etwas Unbestimmtem duftet, das gleichzeitig belebt und beruhigt. Für Catherine Paulsen, die Gründerin von råvi organics, ist der boreale Wald rund um die schwedische Familien-stuga genau so ein Ort.

Während ihrer regelmäßigen Läufe durch diese Landschaft entstand nicht nur ein Gefühl tiefer Verbundenheit mit der Natur, sondern auch die Idee für eine Marke, die genau diese Klarheit und Ruhe in moderne Alltagsrituale übersetzen will. Der Name råvi trägt diese Haltung bereits in sich: rå bedeutet „roh“, vi bedeutet „wir“, ein bewusstes Bekenntnis zu Ursprünglichkeit und Gemeinschaft. In alten nordischen Erzählungen wachte ein rå über das Land, dem es zugehörte. Diese kraftvolle Metapher spiegelt sich bis heute in der Marke, welche Natur, Wissenschaft und Design vereint.

Inspiriert von der nordischen Lebensweise und getragen von einem klaren, funktionalen Ansatz entwickelt råvi organics Produkte, die natürliche Wirksamkeit, innovatives Design und verantwortungsbewusste Herstellung verbinden. Ob Pflegeprodukte, Gua-Sha-Tools oder Raumdüfte – alle Produkte folgen demselben Prinzip: hochwertige, natürliche Rohstoffe, wissenschaftlich fundierte Wirkansätze und ein durchdachter Einsatz langlebiger Materialien.

Ein schwarz-weiß Portraitfoto der Gründerin Catherine Paulsen.
Catherine Paulsen von råvi organics

Vom Walderlebnis zur Produktphilosophie

Catherine Paulsen, ehemals internationale Führungskraft und heute im Bereich der Traditionellen Chinesischen Medizin verankert, fand im Wald ihre Inspiration. Der charakteristische boreale Waldduft “kotte 248” wurde dort geboren.

Anstelle der üblichen Einweg-Diffusorflaschen aus transparentem oder braunem Glas suchte Catherine nach einer langlebigen, multifunktionalen Lösung. Aus ihrer Skizze eines umgedrehten Tannenzapfens entwickelte sie ein Gefäß, das in Schweden mundgeblasen und von Hand signiert wird. Die Diffusorvase kann klassisch mit Duftstäbchen, mit einer handgefertigten Ölkappe aus Holz und ein paar Tropfen ätherischer Öle oder einfach als Blumenvasenobjekt genutzt werden – ein modularer Ansatz, der Design und Funktion vereint.

Nachhaltigkeit und Handwerkskunst waren für Catherine von Beginn an zentral. Der Duft ist vollständig vegan bestehend aus natürlichen, ätherischen Ölen und verzichtet bewusst auf synthetische Parfümstoffe, um die nachgewiesenen Vorteile aromatherapeutischer Inhaltsstoffe optimal zu nutzen.

Wenn Pflege zu einem bewussten Moment wird

Im Sommer 2025 erweitert råvi organics seine Linie um drei Produkte, die den ganzheitlichen, wissenschaftlich fundierten Ansatz der Marke fortsetzen. Statt als „Programm“ strukturiert, fügen sie sich wie natürliche Fortsetzungen der bisherigen Philosophie ein.

Das Gesichtsöl, in der Schweiz hergestellt und reich an nährenden und feuchtigkeitsspendenden Ölen, wirkt wie ein sanfter Energizer für die Haut. Sanddorn liefert wertvolle Fettsäuren und Antioxidantien, während Coenzym Q10 die zelluläre Energieproduktion unterstützt und die Haut vor oxidativem Stress schützt. Das Ergebnis ist eine leichte Pflege, die die Hautbarriere stärkt und die natürliche Strahlkraft fördert. Das Öl wird zu einem Begleiter, welcher die tägliche Pflege in ein wohltuendes Ritual verwandelt.

Das Haaröl wiederum widmet sich Kopfhaut und Haar mit derselben Aufmerksamkeit: Rizinusöl wirkt intensiv feuchtigkeitsspendend, Senfsamenöl fördert die Mikrozirkulation und unterstützt die Regeneration, und Blaues Rainfarnöl liefert beruhigende sowie antioxidative Eigenschaften. Die Formulierung ist darauf ausgelegt, durch langsames Einmassieren und Einwirken ihre volle Wirksamkeit zu entfalten – eine Einladung zur Ruhe.

Catherine wollte zudem ein Werkzeug entwickeln, das die Wirksamkeit dieser Öle gezielt unterstützt und sich unkompliziert in ein tägliches Wellbeing-Ritual integrieren lässt. Sie entwarf einen Gua Sha, der sowohl für die Kopfhaut als auch für das Gesicht geeignet ist und in Zusammenarbeit mit der Schweizer Stiftung Heimstätten Wil entsteht. Seit 1994 schafft die Stiftung Arbeitsräume für Menschen mit Behinderungen: Ein Kontext, der dem Objekt eine besondere Tiefe verleiht.

Aus nachhaltig gewonnenem Holz gefertigt, liegt jedes Stück angenehm in der Hand. Seine weichen, organischen Formen sind für Kopfhaut, Gesicht, Hals, Arme und Beine geeignet und unterstützten eine wohltuende Anwendung. Nicht als striktes Tool, sondern als Begleiter für Momente, die man sich selbst schenkt. Ein kleines Objekt, das nicht nur pflegt, sondern auch eine Geschichte von Gemeinschaft trägt.

So verbinden die neuen Produkte naturbasierte Wirksamkeit, verantwortungsvolles Handwerk und klares Design – für Pflege, die reduziert und alltagstauglich ist.

Ein Label, das Natur, Wissenschaft und Design vereint

råvi organics bleibt ein Projekt in Bewegung. Mit Blick in die Zukunft wird råvi sein Angebot im Bereich Wellbeing weiter ausbauen – durch sorgfältig ausgewählte Kooperationen und eine bewusste, verantwortungsvolle Produktentwicklung.

Die Marke wächst, doch ihr Kern bleibt konstant: der Fokus auf das Wesentliche, auf hochwertige natürliche Rohstoffe und auf reduzierte Routinen, die sich sinnvoll in den Alltag integrieren. Nicht nur das Produkt steht im Mittelpunkt, sondern durchdachte Anwendungen, die eine bewusste Verbindung zur Natur fördern – klar und funktional.

Diffuser in verschiedenen Farben von råvi organics.

Helena Harfst kombiniert Alltagstauglichkeit, Lebensfreude und Nachhaltigkeit in jedem Kleidungsstück. Inspiriert von regionaler Folklore und Familienhandwerk entstehen die Kollektionen in Hessen – entweder im eigenen Atelier oder in kleinen Produktionsstätten. Jedes Stück wird bewusst nur auf Bestellung gefertigt, aus hochwertigen Naturmaterialien, die langlebig und angenehm zu tragen sind. Reste werden zu Patchwork-Unikaten weiterverarbeitet, die Ressourcen schonen und Geschichten erzählen. Lokale Schneider:innen, geflüchtete Frauen und Auszubildende finden faire Arbeitsbedingungen, sodass jedes Stück nicht nur Mode, sondern auch ein soziales Statement ist. Zeitlos, vielseitig und voller Geschichten – Kleidung, die man liebt, trägt und weitergibt.

Helena Harfstl: Designpreis Gewinnerin der BLICKFANG Wien 2025 in der Kategorie Mode

1. Kannst du dich und dein Label kurz vorstellen?

Mein Name ist Helena, ich bin die Designerin und Gründerin hinter Helena Harfst. Das Label habe ich Anfang 2020 gegründet und anfangs nur über meinen Webshop vertrieben. Nach zwei Jahren habe ich mich dann für Retail geöffnet und führe seit zwei Jahren das Label so, wie es heute auch ist. 

2. Wie würdest du dein Label in wenigen Worten beschreiben?

sorglos, geerdet, reduziert folkloristisch

3. Was inspiriert dich bei deiner Arbeit – gibt es Materialien, Menschen oder Orte, die dich besonders prägen?

Tatsächlich beginnen meine Designs erst mit einem Gefühl. Ein Gefühl, das ich dann versuche durch die Wahl der Materialien nach außen zu tragen. Am Ende ist das was wir tragen ja immer ein Spiegel dessen, was in unserem Inneren vor sich geht. Die Materialien sind dann der Beschleuniger und das Design entwickelt sich oftmals erst im Prozess der Verarbeitung. Ich lebe in Hessen, relativ ländlich , was ich auch sehr liebe. Meine Umgebung und meine Heimat sind immer wieder Inspirationsquellen für meine Designs. Die Ursprünglichkeit und das Gefühl von Heimat ist etwas, das ich immer wieder versuche, in meinen Kollektionen zu transportieren.

4. Was bedeutet dir der Gewinn des BLICKFANG Designpreises persönlich und für dein Label?

Der Designpreis hat mich total überrascht! Ich bin das erste Mal bei einer BLICKFANG gewesen und somit war mir alles unbekannt. Ich habe mich enorm über die Wertschätzung der Jury für meine Arbeit gefreut und bin dankbar für die Unterstützung in Form von Sichtbarkeit dadurch.

5. Hat dich das Jury-Feedback in irgendeiner Weise überrascht oder bestärkt?

Auf einer Messe hat man immer nur einen winzigen Augenblick, die vorbeilaufenden Menschen für seine Arbeit zu begeistern und das eigene Konzept zu pitchen. Das ist ein schmaler Grad zwischen selbstbewusst auf die Menschen zugehen und trotzdem zurückhaltend zu sein, falls jemand eigentlich nur in Ruhe schauen möchte. Als die Jury an meinen Stand kam und ich von meiner Arbeit sprechen durfte, hat mich das enorm gefreut und bestärkt, dass es mir in diesem kurzen Augenblick gelungen war mein Konzept und meine Idee zu erklären. Schließlich ist es oft gar nicht so einfach das in wenige Worte zu fassen, worin man sein ganzes Herzblut steckt.

6. Was wirst du mit dem Preisgeld machen – hast du schon konkrete Pläne?

Ja habe ich! Ich werde tatsächlich im kommenden Jahr wieder mit der Blickfang unterwegs sein und dafür das Preisgeld investieren.

7. Wohin soll sich dein Label in der nächsten Zeit entwickeln?

Auf der einen Seite möchte ich mir immer weiter treu bleiben und auf mein Bauchgefühl hören, bisher sind das die besten Entscheidungen gewesen. Zum anderen freue ich mich auf Wachstum und neue Herausforderungen, ich liebe meine Arbeit wirklich sehr und die Freude über das wachsende Publikum und neue Kund:innen ist jedes Mal riesig!

8. Welchen Rat würdest du anderen angehenden Designer:innen geben?

Ich denke, es gibt so viele Wege das Ganze gut zu machen, tatsächlich glaube ich, liegt in der Ruhe und dem Vertrauen die größte Kraft.

So wird jede Tafel zu einem Spektakel

An heißen Tagen einen Schluck von einem kühlenden Getränk zu trinken, ist ohne Frage wohltuend. Doch wenn es in anmutigen Gläsern und farbenfrohen Karaffen serviert wird, ist die Erfrischung erst perfekt. Eine alte Handwerkskunst macht Gläser so bunt wie ein Regenbogen!

Bei BLICKFANG sind wir der Überzeugung, dass Alltagsmomente zu Highlights werden, wenn wir uns mit hochwertigen und schönen Produkten umgeben. Deshalb stellen wir dir heute exklusiv das Label Anna von Lipa vor, das uns das Leben mit ästhetischer Glaskunst verschönert. Entdecke wie eine alte Tradition und kreative Ideen zu außergewöhnlichen, ja beinah magischen Designs fusionieren.

Ein Erlebnis für die Sinne

Das Label Anna von Lipa war in diesem BLICKFANG Frühjahr zum ersten Mal auf unseren Designmessen zu erleben. Mit intensiven Farben sowie exklusiven und ausgefallenen Designs machten die gläsernen Kunstwerke auf sich aufmerksam. Eine schier unendliche Vielfalt an Farben, Nuancen und Mustern schmücken die Kollektion aus Trinkgläsern, Karaffen, Vasen, Schalen und vielem mehr. Doch nicht nur optisch sind die Stücke des tschechischen Labels ein Vergnügen, auch dank ihrer Haptik sind sie ein Erlebnis für die Sinne. Sanfte Oberflächen, weiche Wellen oder verspielte Kügelchen sind aus dem mundgeblasenen Kristallglas geformt. Die extravaganten Kreationen haben so viele faszinierende Details, dass man beinah vergessen könnte, dass es sich um handgemachte Stücke handelt. 

Skandinavisches Design meets Tschechische Glasbläserkunst

Wie also entstehen die raffinierten Glaskunstwerke? Bereits 1996 entdeckte die Gründerin des Labels, Jytte Correll aus Dänemark, dass die Tschechische Republik Europas exquisiteste Glaskunst zu bieten hat. Sie knüpfte Verbindungen zu den ältesten und bekanntesten Glasbläsern in Böhmen, wo luxuriöse und frei geblasene Glaskunst eine alte Tradition ist, und baute das Label Anna von Lipa auf. Noch heute werden Glasmachertechniken, die über Jahrzehnte von Generation zu Generation weitergegeben wurden, in der alten Glashütte angewendet. Ein tiefes Verständnis der einzelnen Techniken sowie Leidenschaft und Hingabe für Glas sind die Grundlage der hervorragenden Handwerkskunst und exquisiten Qualität. Von der ersten Idee bis zum fertigen Produkt ist es natürlich ein langer Weg. Der eigentliche Prozess ist bei jedem Produkt individuell.

Zuerst stehen Ideen für Farben und Formen im Raum und die Frage nach der Nutzbarkeit des Objekts. Wie liegt das Trinkglas in der Hand? In welcher Vasenform kommen Blumen besonders schön zur Geltung? Nach diesen Vorstellungen wird eine Zeichnung gefertigt, anhand derer in der Glashütte so lange getestet wird, bis alle mit dem Ergebnis zufrieden sind. Das Blasen von Glas ist ein spannender und zeitaufwändiger Prozess. Die Künstler:innen bearbeiten das Glas, solange es noch flüssig ist, bei einer Temperatur von bis zu 1300˚ Celsius. In der Kreation der Designs spielt ihre Expertise eine zentrale Rolle. Natürlich gibt es Visionen der Designer:innen, aber schlussendlich entscheidet auch die Machbarkeit über die finalen Entwürfe. Mit ihrer umfangreichen Erfahrung und den wertvollen Ratschlägen sind die Glasbläser:innen sozusagen Teil des Gestaltungsprozesses. Hinter jedem Produkt stehen also viele Menschen und durch diese Teamarbeit entstehen wunderschöne Dinge. Bei Anna von Lipa schätzt und genießt man diese inspirierende Zusammenarbeit, wie sie in einer industriellen Produktion nicht zu finden ist. 

Eine Kunst von Menschen für Menschen

Menschen sind es schließlich auch, die sich später das fertige Glas gegenseitig reichen. An Dinnertafeln oder in Frühstücksrunden lassen sich alle von den dekorativen Stücken bezaubern. Seine ästhetische Ausdruckskraft erhalten die Gläser von Anna von Lipa durch auffallende Formen und vielfältige Farben. Von eleganten Weingläsern mit geriffelter Struktur über verspielte Schalen mit Konfetti-Muster bis hin zu modernen Designs in dezenten Tönen, bietet die Kollektion eine große Bandbreite an Designs. Dabei spielt insbesondere Licht eine ganz wichtige Rolle. Muster sind schließlich „ein Spielplatz für Licht“, wie Geschäftsführer Tomas Havlina uns im Interview berichtet. Für Glas ist Licht ebenso wichtig wie das Sonnenlicht für Blumen. Es beeinflusst seinen Charakter und dadurch maßgeblich die Wahrnehmung der Produkte. Deshalb wird Licht in der Gestaltung der Produkte von Beginn an mit einkalkuliert und die Stücke profitieren bei einfallendem Licht von besonders leuchtenden Farben. 

Von Natur aus Nachhaltig

Apropos Farben: Bei den gefärbten Kristallgläsern kommen ausschließlich natürliche Farben zum Einsatz. Für die breite Farbpalette setzt man auf die Schatzkammer der Natur und kann durch die Kombination aus traditioneller Technologie und Erdmineralien verschiedene Töne erzeugen. Für grüne und bräunlichen Farben beispielsweise wird die flüssige Glasmasse mit Eisen verbunden. Ebenso nachhaltig wie die Auswahl der Farben ist auch der ganze Produktionsprozess. Glas ist an sich schon ein äußerst nachhaltiges, weil natürliches Material und lässt sich unendlich oft wieder verwenden. Es kann beliebig oft in den Schmelzprozess zurückgeführt und zu neuen Produkten verarbeitet werden.

Im Glasmacher-Mekka Europas, in Böhmen entstehen also die einzigartigen Glasstücke von Anna von Lipa. In unserem Zuhause entfalten die farbenfrohen Kreationen schließlich ihren ganzen Charme. In ihren auffälligen Designs spielen sie ästhetisch mit Kontrasten. Das macht sie zu feinen Highlights im Alltag und sie verleihen jedem noch so kleinen Moment etwas ganz Besonderes.

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Hinter BABERETI steht Designerin Insa Decker, die ein modulares Möbelkonzept entwickelt hat, das sich flexibel an jede Lebensphase anpasst. Vier Module verwandeln sich spielerisch zu Bank, Bett, Regal oder Tisch – leicht, wandelbar und langlebig. Die Idee entstand aus Deckers eigenen Erfahrungen zahlreicher Umzüge während des Studiums, bei denen Möbel oft nicht mitgenommen werden konnten. Gefertigt aus regionalem Holz, reparierbar und wiederverwendbar, verkörpert BABERETI ein Designverständnis, das Mobilität, Nachhaltigkeit und Persönlichkeit verbindet. Ein Möbelstück, das mit dem Leben wächst – praktisch, poetisch und clever zugleich.

Insa Decker: Designpreis Gewinnerin der BLICKFANG Wien 2025 in der Kategorie Möbel

1. Kannst du dich und dein Label kurz vorstellen?

Ich heiße Insa, bin von Beruf Tischlerin und habe im Anschluss Design studiert. Während meines Studiums bin ich häufig in halb eingerichtete WG-Zimmer gezogen, und jedes Mal hat mir ein anderes Möbelstück gefehlt. So entstand die Idee, ein Möbel zu entwickeln, das leicht zu transportieren ist und sich so modular und multifunktional einsetzen lässt, dass es immer genau die Funktion übernimmt, die gerade fehlt.

Aus diesem Gedanken heraus ist BaBeReTi entstanden: ein modulares Möbelstück, das sich je nach Bedarf in eine Bank, ein Bett, ein Regal oder einen Tisch verwandeln lässt. Der Aufbau funktioniert komplett ohne Werkzeug, und das System kann jederzeit erweitert werden.

2. Wie würdest du dein Label in drei Worten beschreiben?

Ich arbeite projektweise, und aktuell steht das modulare Möbelstück im Mittelpunkt, das ich auch auf der Blickfang ausstellen durfte. Ein klassisches Label in dem Sinne gibt es daher nicht, aber das Möbel selbst beschreibt sich in drei Worten als: modular, handlich und multifunktional.

3. Was inspiriert dich bei deiner Arbeit – gibt es Materialien, Menschen oder Orte, die dich besonders prägen?

Mein Hintergrund im Tischlerhandwerk prägt meine Arbeit sehr, besonders meine Nähe zum Material Holz und meine praxisorientierte Herangehensweise. Nachhaltigkeit spielt dabei immer eine zentrale Rolle.
Orte und Menschen beeinflussen mich kontinuierlich: die Möglichkeiten der handwerklichen Umsetzung ebenso wie die Menschen, die mich unterstützen, mir Feedback geben oder mir zufällig von Problemen im Alltag erzählen, für die ich spontan Ideen entwickle.
Ich glaube, als Designerin ist es entscheidend, gut zuzuhören und aufmerksam zu beobachten, um die tatsächlichen Bedürfnisse der Menschen zu verstehen.

4. Was bedeutet dir der Gewinn des BLICKFANG Designpreises persönlich und für dein Label?

Der Gewinn hat mir neue Motivation und auch finanzielle Möglichkeiten gegeben, BaBeReTi weiter voranzubringen. Ich habe unglaublich viel positives Feedback bekommen, das zeigt, wie groß das Interesse und der Bedarf an einem solchen Möbel ist. Das bestärkt mich darin, weiter nach einem geeigneten Partner für eine Serienproduktion oder einem Label zu suchen, das BaBeReTi in sein Sortiment aufnehmen möchte.

5. Hat dich das Jury-Feedback in irgendeiner Weise überrascht oder bestärkt?

Ja, auf jeden Fall. Ich war wirklich überrascht, bei so vielen großartigen Ausstellenden ausgezeichnet zu werden. Das große Interesse an meiner Arbeit gibt mir zusätzlich das Vertrauen, an den Erfolg zu glauben und weiterzumachen.

6. Was wirst du mit dem Preisgeld machen – hast du schon konkrete Pläne?

Ich werde das Preisgeld direkt in das Projekt investieren. Auf der Blickfang habe ich spannende Kontakte geknüpft, die ich gerne besuchen möchte, um mögliche Kooperationen weiter voranzubringen. Außerdem plane ich, eine kleine Stückzahl produzieren zu lassen – unter anderem für Wohnprojekte für obdachlose Menschen in Wien, die ebenfalls Interesse an BaBeReTi gezeigt haben.

7. Wohin soll sich dein Label in der nächsten Zeit entwickeln?

Ich sehe mich eigentlich weniger als klassisches Label. Mein Ziel ist es, weiterhin praktische, alltagstaugliche Produkte zu entwickeln und diese über bereits bestehende Marken auf den Markt zu bringen. BaBeReTi ist eines dieser Projekte – und genau diesen Weg möchte ich als nächsten Schritt weiterverfolgen.
Gleichzeitig bin ich offen für Gespräche und freue mich, wenn sich interessierte Labels oder potenzielle Partner bei mir melden.

8. Welchen Rat würdest du anderen angehenden Designer:innen geben?

Ich weiß nicht, ob ich schon in der Position bin, große Ratschläge zu geben. Ich bin schließlich selbst noch dabei, meinen eigenen Weg zu finden. Aber ich erinnere mich immer wieder daran, dass es zwar wunderbar ist, viele Ideen und Projekte zu haben, aber genauso wichtig ist, diese auch zu Ende zu bringen und bis zur Marktreife zu entwickeln. Ich bin stolz darauf, dass mir das mit BaBeReTi gelungen ist, und freue mich deshalb besonders, dass dieses Projekt nach so viel Arbeit nun diese Reife erreicht hat. Ich hoffe, dass sich bald der passende Partner für die Vermarktung findet.

Zwei Kindheiten zwischen Werkzeugen und Wiesen

Frechling ist ein Stuttgarter Label, das sich an alle richtet, die ihre Neugier nie verlieren wollen – Kinder, Erwachsene und alle dazwischen. Alles beginnt mit Felix und Felix, die gemeinsam auf einem Bauernhof aufwachsen, Dinge selbst bauen, ausprobieren, scheitern, neu denken – und irgendwann beschließen, aus dieser gemeinsamen Haltung ein Unternehmen zu machen, das mit Spielzeug die Welt ein bisschen frecher, ehrlicher und wärmer gestaltet. Felix Theurer sagt zur Gründung von Frechling: „Den Neugierigen gehört die Welt! Ich wollte nie Erwachsen, ernst und langweilig werden, und es sollte auch sonst niemand müssen!“

Max, Felix und Felix: Die Menschen hinter Frechling

Holz, Grip und die Frage, was uns zusammenbringt

Vor einem Jahr kommt Max dazu, und mit ihm die Loggos: ein Stapelspiel, das so simpel aussieht wie ein Stück Holz – und doch Menschen in Altersheimen, Familien, Therapieräumen und Wohnzimmern an einen Tisch bringt.​

Die Geschichte von Loggos beginnt nicht im Kinderzimmer, sondern auf einer Demenzstation, für den eigenen Opa. „Ich habe etwas gesucht, dass meinen Opa im Altersheim genau so begeistert, wie meine Töchter“, erklärt Max Hartmann.

Gesucht war ein Spiel, das Erwachsene ernst nimmt, mit hochwertiger Haptik und ruhiger Gestaltung, das Berührungsängste abbaut und trotzdem leicht zugänglich ist. Als die ersten Prototypen versehentlich im Altersheim liegen bleiben, zeigt sich, wie viel Kraft in dieser Idee steckt: Beim nächsten Besuch sitzen der Koch, zwei Pflegekräfte, Kinder und Bewohner:innen zusammen am Tisch und stapeln – genau so haben sich die drei Gründer das gewünscht.​

Spielzeug, das nicht sagt, was man tun soll

Heute entwickelt Frechling Spielzeug für Generationen, inspiriert von der Montessori-Pädagogik und dem Prinzip des freien Spiels: keine engen Vorgaben, sondern offene Formen, die Motorik, Konzentration und Fantasie gleichermaßen anregen.

Die speziell entwickelte Gripfolie macht aus den schlichten Holzsteinen von Loggos kleine Balance-Wunder, die ohne Magnete, nur mit Grip und Gleichgewicht, immer neue Türme, Brücken und Gebilde möglich machen – ein stilles, analoges Gegenstück zur digitalen Hektik.

Warum ein Pizzakarton reicht

Produziert wird in Deutschland mit zertifizierten Hölzern, umweltfreundlichen Materialien und in Zusammenarbeit mit lokalen Handwerksbetrieben und sozialen Werkstätten – Qualität, die man sieht, fühlt und über viele Jahre weiterschenken kann.​ „Es braucht Herz und Hand, damit ein Produkt funktioniert und geliebt wird. Das gilt für die, die es aussuchen, aber auch für uns, die wir es herstellen“, so Felix Hübner. Diese Haltung spiegelt sich bis in die Verpackung: Frechling setzt auf Pizzakartons aus bereits mehrfach recyceltem Material – eine charmante, ressourcenschonende Lösung, die zeigt, dass Nachhaltigkeit auch Spaß machen darf.

Den Neugierigen gehört die Welt

Wer Felix, Felix und Max auf Messen oder in der Manufaktur trifft, spürt schnell, dass „Den Neugierigen gehört die Welt“ für sie mehr als ein Claim ist – es ist eine Einladung, mitzuspielen, Fragen zu stellen und sich selbst wieder ein bisschen frecher zu fühlen.​

Felix, Felix und Max kannst du übrigens persönlich an der Schönen Bescherung kennenlernen, noch mehr über seine Geschichte, das Material und seine Produkte erfahren und diese natürlich direkt kaufen.

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Drei Frauen, eine Vision: Mit ATIE verleihen Cornelia Moser, Franziska Reisetbauer und Laura Engelmann einem Klassiker der Modewelt neues Leben. Ihr Ziel: das Seidentuch aus der verstaubten Ecke holen – und es zu einem modernen Statement-Piece machen, das Stil, Persönlichkeit und Lebensfreude ausdrückt.

Die Drei ATIE Gründerinnen Franziska, Cornelia und Laura

Ein Klassiker neu gedacht

„Das Seidentuch wird oft als altmodisch abgestempelt. Wir wollten zeigen, dass es auch cool, modern und vielseitig sein kann“, sagt Mitgründerin Franziska Reisetbauer. Gesagt, getan: 2024 gründeten die drei Freundinnen aus Linz ihr gemeinsames Label ATIE – mit dem Anspruch, Mode neu zu denken. Ihre Tücher verbinden zeitlose Eleganz mit zeitgenössischem Design und sind weit mehr als nur Accessoires. Sie sind wandelbare Begleiter für jeden Tag – und jedes Outfit.

Jedes Stück ist aus 100 % Seide, designt in Österreich und gefertigt in einem italienischen Familienbetrieb bei Como, wo jahrzehntelange Handwerkskunst auf höchste Materialqualität trifft. Diese Verbindung aus internationalem Flair und lokaler Verbundenheit prägt den Charakter der Marke: hochwertig, verantwortungsbewusst und mit einem klaren Sinn für Stil.

Von Freundinnen für dich

Cornelia, Franziska und Laura verbindet eine langjährige Freundschaft – und die gemeinsame Leidenschaft für Design, Reisen und schöne Dinge. Die Idee für ATIE entstand aus einem Gespräch über Lieblingsstücke, die man immer wieder trägt. „Wir wollten etwas schaffen, das bleibt. Ein Produkt, das über Trends hinaus Freude bereitet und gleichzeitig unsere Persönlichkeit widerspiegelt“, erzählt Cornelia Moser, die als Grafikdesignerin für die markanten Muster verantwortlich zeichnet.

Die Designs reichen von Zebramustern über Sternenbilder bis hin zu Spielkartenmotiven mit versteckten Botschaften. Sie erzählen Geschichten – von Freundschaft, Reisen und Momenten, die inspirieren. „Mode soll Spaß machen, Selbstvertrauen schenken und den Alltag bunter machen“, ergänzt Laura Engelmann.

Luxus mit Haltung

ATIE steht für einen neuen Zugang zu Luxus: bewusst, langlebig und emotional. Jedes Tuch ist ein Statement für Qualität statt Quantität, für Kreativität statt Konvention. Getragen als Halstuch, Kopftuch, Haarband, Armband oder Stecktuch – die Möglichkeiten sind so vielseitig wie die Träger:innen selbst.

„Einen Fehler beim Tragen kann man nicht machen“, sagt Laura mit einem Lächeln. „Unsere Tücher passen zu allem – von Jeans bis Abendkleid, von Business-Look bis Streetstyle.“ Auch für Männer gibt es passende Designs: lässige Stecktücher, die Sakkos oder Work Jackets das gewisse Etwas verleihen.

Zeitlos schön – bewusst gemacht

ATIE ist kein kurzlebiger Trend, sondern eine Einladung, Mode bewusst zu erleben. Hinter jedem Design steht die Idee, Schönheit und Nachhaltigkeit miteinander zu verbinden – durch langlebige Materialien, faire Produktion und zeitlose Gestaltung.

Oder, wie die drei Gründerinnen sagen:
„Bei ATIE geht es um mehr als Kleidung – es geht um ein Statement von Stil und Selbstvertrauen.“

Cornelia, Franziska und Laura kannst du übrigens persönlich an der Schönen Bescherung kennenlernen, noch mehr über ihre Geschichte und ihre Produkte erfahren und diese natürlich direkt kaufen.

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