An einer Blickfang-Designmesse flaniert man zwischen Möbelstücken, Modekollektionen und Schmuckunikaten. Man lässt den Blick schweifen und bleibt an dem ein oder anderen Kleinod
hängen. Wie zum Beispiel an der BLICKFANG Hamburg an den Füllfederhaltern von ELBWOOD – The Hanseatic Penmaker.

Der Zauber eines jeden Anfangs

„Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“ – dieses Zitat von Hermann Hesse erinnert uns daran, dass Neuanfänge eine besondere Magie besitzen. Bei Frank Pressentin beginnt diese Magie mit einem außergewöhnlichen Schreibgerät. Ein Füllfederhalter seiner Manufaktur Elbwood ist nicht nur ein Werkzeug, sondern das Tor zu einer Welt voller Kreativität und Inspiration. Die Unikate laden dazu ein, Gedanken zu formen und Visionen auf Papier zu bringen, wodurch jeder Schreibakt zu einem bedeutungsvollen Anfang wird.

Im digitalen Zeitalter ist jede handgeschriebene Notiz, jeder selbst geschriebene Brief und jede persönliche Unterschrift fast schon eine ästhetische Rarität und ein bewusster Anachronismus. Daher lohnt es sich umso mehr, kurz innezuhalten und einen besonderen Blick auf die Schreibgeräte zu werfen, mit denen wir schreiben. Füllfederhaltern kommt hier eine besondere Bedeutung zu. Nicht nur, dass sie nachhaltiger als Plastikkugelschreiber sind, weil sie nachgefüllt werden können. Füllfederhalter verleihen dem Schreiben zudem einen Hauch von Eleganz und Tradition, was sie zu besonderen Geschenken für besondere Gelegenheiten macht.

400 Arbeitsschritte nötig

Frank Pressentin stellt sein Füllfederhalter in einem sorgfältigen handwerklichen Prozess her, der bis zu 400 Einzelschritte umfasst. Pro Jahr kann er so maximal 200 Schreibgeräte kreieren. Dabei kommen traditionelle Techniken und Maschinen zum Einsatz, die die Langlebigkeit und Einzigartigkeit jedes Stücks sicherstellen. Die Maschinen sucht er auf der ganzen Welt, denn so ästhetisch anzuschauen, genau und präzise werden sie heutzutage nicht mehr hergestellt.


Nicht nur die inneren Werte und die Funktion überzeugen bei seinen handgefertigten Füllfederhaltern in Kleinserie oder bei den exklusiven Sonderanfertigungen, sondern auch die Form und das Design. Die Materialauswahl umfasst Ebonit, Edelhölzer sowie Metalle wie Messing, Kupfer, Silber und Gold, die nicht nur für ihre Schönheit, sondern auch für ihre Haptik und Funktionalität gewählt werden. Das Design der Elbwood Füllfederhalter zeichnet sich durch eine perfekte Balance zwischen Funktionalität und ästhetischer Eleganz aus.


Die Kombination aus traditioneller Handwerkskunst und moderner Designphilosophie führt zu einzigartigen Stücken, die sowohl ergonomisch als auch visuell ansprechend sind und die klassische Schönheit mit zeitgemäßer Ausstrahlung verbinden. Erst kürzlich wurde er gar zu den besten custom made Herstellern für Schreibgeräte gekürt.

Besondere Schreibgeräte für besondere Anlässe

Etwa der handgefertigte Pocketmaster Taschenfüllfederhalter. Bei der Sonderedition
„Hammerschlag“ aus massivem Silber 935 kombiniert Pressentin traditionelle
Handwerkstechniken mit einem klaren, minimalistischen Designansatz. Mit gerade 10 cm Länge ist der Pocketmaster wahrscheinlich der kleinste Fullsize-Füllfederhalter der Welt. Schraubt man die Verschlusskappe ab und am hinteren Ende wieder an, erhält man ein perfekt ausgewogenes Schreibgerät, das man mit Freuden benutzt. Die kurze Kappe und der Schaft legen mittig die geriffelte Griffzone frei und schaffen damit einen ganz besonderen Blickfang. 


Er ist komplett aus massivem Silber, von Hand getrieben und mit Hammerschlagtechnik versehen. Jeder einzelne Schlag wird von Hand gesetzt und unzählige Hammerschläge ergeben ein einzigartiges Bild und eine außergewöhnliche haptische Erfahrung. Der Pocketmaster liegt selbst in den größten Händen bequem. Zusammengeschraubt verschwindet er in der Hosentasche.
Diese Sonderedition des Taschenfüllfederhalters wird nur auf Bestellung angefertigt. Durch die handgeführte Hammerschlag-Technik ist jedes Stück ein Unikat. Momentan (Stand April 2024) gibt es noch zwei Exemplare dieses Taschenfüllfederhalters, die direkt bestellt werden können. Normalerweise warten Interessenten zwischen vier und sechs Monaten auf solch ein Unikat.

Zeit als neuer Luxus

In einer schnelllebigen Welt ist Entschleunigung der neue Luxus. Und dieser neue Luxus hat ein Gewissen entwickelt. Er wird bewusster wahrgenommen und gründet auf immateriellen Gütern. Auf der Zeit, die in die Fertigung einfließt. Der Langlebigkeit von Material und
Verarbeitung. Der Nachhaltigkeit der Produktion. Was wir heute und in Zukunft als Luxus empfinden, ist mehr als das bloße Produkt; es umfasst den Prozess ebenso wie das Erlebnis. Und was ist mehr Prozess und zugleich Erlebnis, als mit handgeschriebenen Worten oder dervpersönlichen Signatur ein Statement zu setzen? Ein Füllfederhalter von Elbwood ist somit das ideale Geschenk für besondere Anlässe, sei es ein Jubiläum, ein beruflicher Erfolg oder ein persönliches Ereignis. Er zeigt nicht nur Wertschätzung für den Empfänger, sondern auch ein Bekenntnis zu Qualität, Nachhaltigkeit
und modernem Kosmopolitismus.

Für echte Gewinnertypen

Auf jeder BLICKFANG wird der Designpreis in den Kategorien „Möbel & Produktdesign“ sowie „Mode & Schmuck“ verliehen.

Der Designpreis ist auch dieses Jahr wieder ein Highlight im Programm der BLICKFANG: Die besten gestalterischen Produkte und Konzepte werden unter Berücksichtigung einer besonders ansprechenden Präsentation ausgezeichnet. Für die Auswahl in den beiden Kategorien Möbel und Produktdesign sowie Mode und Schmuck ist eine hochkarätige Fachjury verantwortlich.

Der Designpreis wird von der D.E.S.I.G.N. Foundation gefördert.

Die Fachjury der BLICKFANG Hamburg 2024:

Laura Rohloff I Leitung Design Zentrum Hamburg

Laura Rohloff leitet seit Anfang 2023 das Design Zentrum Hamburg, eine städtische Initiative der Hamburg Kreativ Gesellschaft, die für die Förderung und Sichtbarkeit der Designbranche verantwortlich ist. Zuvor leitete sie erfolgreich die Creative Future Academy, ein Qualifizierungsprogramm, das gezielt das Wachstum der Kreativwirtschaft durch die Weiterentwicklung digitaler Geschäftsmodelle unterstützte.

Davor arbeitete Laura Rohloff in unterschiedlichen Kommunikationsagenturen und Verlagshäusern und war mehrere Jahre als Referentin der Geschäftsführung im Bucerius Kunst Forum angestellt. Dort setzte sie verschiedene Projekte und Veranstaltungen begleitend zu dem jeweiligen Ausstellungsprogramm um und war für den jungen Freund*innenkreis verantwortlich. Laura hat im Bachelor Kultur der Metropole und im Master Kultur- und Medienmanagement studiert.  

1. Was macht für dich gutes Design aus?  

Ich mag Produkte, die zeitlos, langlebig und clever gestaltet sind. Gutes Design berücksichtigt meiner Meinung nach auch immer, welche Ressourcen es verbraucht und minimiert diese, soweit es geht.

2. Welches Designstück hat dich in letzter Zeit begeistert und warum?  

Mich begeistert vor allem die große Bandbreite!  

3. Wohin wird sich in deinen Augen Mode-Design in Zukunft entwickeln?  

Auch die Modebranche wird in großem Maße von gesellschaftlichen Werten geprägt. Ich glaube, dass sich die Modebranche langfristig hin zu einer kreislauforientierten Wirtschaft entwickeln sollte.  

4. Die BLICKFANG in Hamburg ist wichtig, weil … 

… junge Designer*innen die Gelegenheit bekommen, sich zu präsentieren und in den direkten Austausch mit ihrer Zielgruppe zu treten.  

5. Welchen guten Rat würdest du jungen Designer:innen heutzutage mit auf den Weg geben? 

Probiert euch aus, seid mutig, vernetzt euch und holt euch Hilfe, wenn ihr sie braucht – ihr seid nicht allein. 

Xenia Rosengart I Gründerin von MINIMARKT und nen-do und Designerin

Mit langjähriger Erfahrung kreiert Xenia Rosengart Wohnwelten mit Wohlfühlcharakter. 

2013 eröffnete sie den Concept Store MINIMARKT, der 11 Jahre lang eine der beliebtesten Anlaufstellen für langlebige Interior-Produkte und individuelle Beratung in Hamburg war. Heute umfasst MINIMARKT einen Onlineshop, Vintagemöbel-Verkauf, Slow Home Empfehlungen und das MINIMARKT Design Studio, das im Rahmen von Kooperationen eigene Designs umsetzt und Einrichtungsberatungen anbietet. 

Aus der Liebe zu nachhaltigem und natürlichem Design gründete sie 2018 nen-do: öko-zertifizierte Lehmfarbe aus Tonmineralien aus der Region. 

 1. Was macht für dich gutes Design aus? 

Gutes Design macht in meinen Augen nachhaltig glücklich. Fernab von kurzlebigen Trends überdauert es und überzeugt durch Qualität und Einzigartigkeit. 

2. Welches Designstück hat dich in letzter Zeit begeistert und warum?  

Die fließenden AIR Vorhänge des dänischen Brands Arne Aksel haben mich sehr überzeugt, sowohl die Farbrange als auch die besonderen Gewebe. In einem mit natürlicher Lehmfarbe gestrichenen Raum sind sie zum Beispiel ein unglaublich schöner Farbakzent. 

3. Wohin wird sich in deinen Augen Möbel-Design in Zukunft entwickeln? 

Die Wertschätzung von Qualität in Form von hochwertigen und nachhaltigen Baustoffen und Materialien, sowie einer guten Verarbeitung wird für Viele weiter wachsen. Designklassiker werden zelebriert, einmalige Vintage-Stücke restauriert. Dem Bedürfnis individuell und nachhaltig einzurichten, kann so optimal nachgegangen werden. 

4. Die BLICKFANG in Hamburg ist wichtig, weil… 

…der direkte Kontakt und Austausch wertvoll für alle Seiten ist und lokales Design Support verdient. Unabhängigen Designer:innen wird im Rahmen der BLICKFANG Raum gegeben und dank des sorgfältigen Kuratierens wird den Besucher:innen ein exklusives Angebot präsentiert. 

5. Welchen guten Rat würdest du jungen Designer:innen heutzutage mit auf den Weg geben? 

Bei sich zu bleiben und der eigenen Intuition zu vertrauen, ist mein wertvollster Rat. Für mich persönlich ist es außerdem immer hilfreich, Ideen einmal festzuhalten und sie dann noch einmal zur Seite zu legen. Mit etwas Abstand lässt sich dann entscheiden: ist die Idee langfristig ein Knaller? 

Hadi Teherani I Dipl.-Ing. Architekt BDA

Hadi Teherani – 1954 in Teheran geboren, aufgewachsen in Hamburg – ist ein äußerst produktiver und vielseitiger, international ausgezeichneter deutscher Architekt und Designer. Seine Arbeit vollzieht sich in jeder Beziehung grenzüberschreitend, jenseits von Nationalitäten und Fachdisziplinen.

Die Projekte zielen auf atmosphärische Ausstrahlung, emotionale Eindringlichkeit und eine ökologisch fundierte Nachhaltigkeit, die schon im Entwurf angelegt wird. In der ungewöhnlich weit reichenden Kompetenz von der Architektur über den Städtebau bis zu Interior und Produkt Design gelingen Kompositionen, in denen alle Elemente harmonisch zusammenwirken. 2020 wurde er für seine Verdienste im Bereich der Architektur und der Gestaltung mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt. 

1. Was macht für dich gutes Design aus?

Bei aller Lust für die Form sehe ich auch immer die Funktion. Design ist für mich kein reines Kunstobjekt, sondern immer auch ein Gebrauchsgegenstand, keine Sache von reiner Willkür oder reinem Gefühl. Ein Gebrauchsgegenstand kann durchaus zur Gebrauchskunst werden, aber er ist für mich in seinem Gebrauch verankert. 

2. Welches Designstück hat dich in letzter Zeit begeistert und warum? 

Unser dreidimensional beweglicher Aktivhocker in Zusammenarbeit mit demTeam des #wagnerdesignlabs hat das ergonomische Sitzen mit Hilfe des 3D Druckverfahrens auf eine neue ikonische Ebene gebracht. Millimetergenau an jede individuelle Körpergröße angepasst, aus 100 % Bio Kunststoff, in Serienproduktion, recyclebar und nachhaltig.

3. Wohin wird sich in deinen Augen Möbel-Design in Zukunft entwickeln?

KI Design und 3D Druck eröffnen einen Horizont, der in seinen Auswirkungen noch gar nicht zu erahnen ist. Trotz dieser neuen Verfahren sollten wir den großen Erfahrungsschatz der Geschichte in Sachen Design und Architektur aber nicht aus dem Blick verlieren. 

4. Die BLICKFANG in Hamburg ist wichtig, weil

sie auch jungen Designern die Chance bietet, ihre Arbeiten auszustellen und in unmittelbaren Austausch mit dem Publikum zu gehen.

5. Welchen guten Rat würdest du jungen Designer:innen heutzutage mit auf den Weg geben?

Designer müssen alles im Blick behalten und alles mitdenken, was in der Welt vor sich geht und das Design beeinflussen könnte. Das ist ein sehr große Herausforderung. Gleichzeitig sollte die Handwerklichkeit der Entwurfsarbeit trotz aller virtuellen Möglichkeiten von KI nach wie vor ihren Stellenwert behalten. 

Studierenden Wettbewerb

Über eine Ausschreibung an Design-Hochschulen und Design-Universitäten sind für die BLICKFANG HAMBURG folgende Student:innen mit ihren Produkten ausgewählt worden.

Doma 9

Steigmöbel sind eine innovative Lösung für platzsparendes Wohnen. Die Möbelstücke zeichnen sich im besten Fall durch ihre Flexibilität und Funktionalität aus, da sie sich sowohl als Sitz- als auch Steigmöglichkeit eignen sollten. Durch diese Ansätze entstand DOMA9. Es ist ein aus 9 Teilen bestehendes und auf das Wichtigste reduzierte Steigmöbel, dass in den verschiedensten Räumlichkeiten der Nutzer, mehr multifunktionale Anwendungsmöglichkeiten anbietet, als nur hinauf- oder hinabzusteigen. Je nachdem, was gerade gebraucht wird, kann DOMA9 auch als Hocker oder funktionaler Beistelltisch eingesetzt werden. 

Vaseboard

Das weltweit erste Regalsystem mit integrierter Vase für eine sichere und besondere Interiorbegrünung. 

modular. individuell. einzigartig. 

Hier bei uns sind Vasen mehr als nur schmückendes Beiwerk – sie sind Ausdruck deiner Individualität! Dank unseres Baukastensystems kannst du deine Vasen spielend leicht zusammenschrauben. Einfach, flexibel und vor allem ganz nach deinem eigenen Stil. 

Und das Beste? Sie passen perfekt in unser Vaseboard.  Durchstecken, zusammenschrauben, fertig! Kein Durchfallen, keine komplizierten Anleitungen.  Deine Vasen sind sicher und können nicht umfallen, sodass du dir keine Gedanken mehr über zerbrochene Vasen machen musst.  

Das Design? Zeitlos, schlicht und passt einfach immer. Ob du es bunt oder minimalistisch magst – deine Vasen, deine Regeln! 

www.vaseboard.de

Krom

KROM ist ein modularer, nachhaltiger Raumtrenner, welcher aus Hanffaserplatten gefertigt wurde. Durch leichte C-Schwünge der beiden Module lassen sich individuelle Formen im Raum kreieren. Der Auf- und Abbau des Raumtrenners ist einfach und schnell durch aufsteckbare Verbindungsteile zu bewerkstelligen. Nach Belieben können die Modultaschen dabei noch mit Pflanzen oder Magazinen gefüllt werden. Im Nachhinein lässt sich KROM wieder vollständig in seine Einzelbestandteile zurückführen und ist somit recycelbar und nachhaltig. 

Hangover

Hangover, ein Hocker, der flexibel und platzsparend ist. Mit der Idee, ein Textiles Möbel zu entwerfen, das nicht nur mobil, sondern auch flexibel und Platz sparend ist, entdeckten wir eine Filzwolle, die mit ihren besonderen Eigenschaften und einer speziellen Form des Pressens, vom Textil zum Möbel wurde. Im Rahmen eines Entwurf-Projektes im ersten Semester Innenarchitektur an der Hochschule Mainz, entstand so der HANGOVER. Er besteht aus zwei gepressten Lagen eines hellgrauen Polyester-Filz und zwei roten Zugseilen. Durch die schlichte Farbe, lässt sich der Hocker problemlos in viele Farb- und Raumkonzepte integrieren. Mit dem Pressen verhärtet sich das doppellagige Material, ohne dabei die weiche und Textile Oberfläche zu verlieren.

Die nötige Stabilität erhält der HANGOVER durch x-förmige Prägungen in den Sitz- und Seitenflächen, sowie durch die nach innen gerundeten Hockerbeine. Ebenso dienen die diagonal überkreuz verlaufenden Zugseile sowohl der Formgebung als auch der Fixierung des Hockers und haben an einem Ende jeweils eine Lasche, die als Griff und Aufhängungsmöglichkeit dient. 

E-Mail Leonie Heine

Julia Kunkler & Titian Otto

„Wir tragen Stoff auf unserer Haut, jeden Tag, unser ganzes Leben lang.“

Menschen führen zu ihren Textilien eine innige Beziehung, denn sie leben tagtäglich in und mit ihnen. Diese Berührung, welche man durch den umgebenden Stoff erfährt, ist so intim wie die Berührung eines Menschen.

Dieses Gefühl wird durch die absurde Vermenschlichung des Objektes konserviert.

Die Form wirkt zunächst belustigend, beim Sitzen wird der Dualismus aus Form und Funktion deutlich. Die tiefe, nach hinten abfallende Sitzfläche erschwert das Aufstehen, sodass die sitzende Person ist für den Moment in dem Meer aus Händen gefangen ist.

Der Aufbau beruht sowohl auf den konstruktiven als auch den dekorativen Eigenschaften von Textilien. Der Hauptakteur, das Polster, besteht komplett aus verschiedenen Textilien, wie gefüllten Baumwollhandschuhen und einem Stoffträger. Auch die Befestigung am geschweißten Stahlgestell erfolgt durch eine textile Verbindung in Form von Klettverschlüssen.

Jedes Jahr machen sich die BLICKFANG-Trendscouts neu auf und suchen Labels und Designideen, die begeistern. An besonders aufstrebende Newcomer:innen vergeben die Veranstalter:innen durch die D.E.S.I.G.N. Foundation geförderte Standflächen im Rahmen der „Future Forward“ Auszeichnung, für die sich Labels im Vorfeld bewerben können. Dadurch verschafft die BLICKFANG herausragenden, jungen Talenten Sichtbarkeit in der Szene. An der BLICKFANG Hamburg ist es folgender Gewinner:

Merlin Berent

Die Tischleuchte „Faro“ ist das Ergebnis einer gelungenen Verbindung von traditionellem Design und moderner Funktionalität. Inspiriert von der Form klassischer Straßenlaternen, präsentiert sie sich in einer monochromen Farbgestaltung, die durch einen markanten Knopf akzentuiert wird. Doch dieser Knopf ist mehr als nur ein Designelement – er ermöglicht auch eine stufenlose Dimmung der Leuchte, um eine individuelle Lichtatmosphäre zu schaffen.  

Ein besonderes Merkmal der „Faro“-Leuchte ist die Möglichkeit, die Opalglaskugel und den Filzfuß auf der Unterseite abzuschrauben. Dadurch wird nicht nur der Wechsel des Leuchtmittels erleichtert, sondern auch der Zugang zur Technik ermöglicht. Dieser Ansatz passt perfekt zum Motto „Reparieren statt wegschmeißen“ und unterstreicht die Nachhaltigkeit des Designs.  

Hinter dem Design steht Merlin Berent, ein 26-jähriger gestaltungstechnischer Assistent und Tischlerstudent an der Akademie für Gestaltung in Münster.